Miroslav Pažout

Miroslav Pažout
Voller Name Miroslav „Milan“ Pažout
Nation Tschechoslowakei Tschechoslowakei
Tschechien Tschechien
Geburtstag 8. Juni 1948 (77 Jahre und 224 Tage)
Geburtsort KrompachyTschechoslowakei Tschechoslowakei
Karriere
Disziplin Abfahrt, Riesenslalom, Slalom, Alpine Kombination
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Winter-Universiade 2 × 1 × 0 ×
Winter-UniversiadeVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Gold Innsbruck 1968 Slalom
Silber Innsbruck 1968 Riesenslalom
Gold Innsbruck 1968 Alpine Kombination
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 1968
 Einzel-Weltcupsiege 0
 Gesamtweltcup 29. (1968)
 Riesenslalomweltcup 15. (1968)
 

Miroslav Pažout (auf der Datenbank des Fédération Internationale de Ski: Miloslav Pažout und Milan Pažout; auf der Datenbank Olympedia: Milan Pažout; * 8. Juni 1948 in Krompachy, Tschechoslowakei) ist ein ehemaliger tschechoslowakischer Skirennfahrer sowie Olympia- und Weltmeisterschaftsteilnehmer, der nach der Dismembration der Tschechoslowakei die slowakische Staatsbürgerschaft erhielt. In den 2000er-Jahren ging er für Tschechien als Skirennläufer an den Start.

Karriere

1960er-Jahre

Bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble (Frankreich), deren Bewerbe im Ski Alpin zudem als Alpine Skiweltmeisterschaften gezählt wurden, belegte Pažout in der Abfahrt den 35. Rang und hatte 7,6 Sekunden Rückstand auf den Sieger, den Franzosen Jean-Claude Killy. Vor Pažout lag der Norweger Lasse Hamre, der 0,52 Sekunden schneller war. 26 Hundertstelsekunden hinter Pažout klassifizierte sich dessen Landsmann Jaroslav Janda. Insgesamt konnten sich 73 Läufer klassifizieren; Pažout und Janda waren die einzigen Tschechoslowaken am Start.

Im Riesenslalom hatte Pažout mit dem 27. Platz eine bessere Platzierung, doch fiel der Rückstand mit 11,04 Sekunden auf den Sieger Jean-Claude Killy größer aus. 24 Hundertstelsekunden vor Pažout lag der Italiener Ivo Mahlknecht und zehn Hundertstelsekunden hinter ihm der Schweizer Stefan Kälin. Wie schon in der Abfahrt, war Jaroslav Janda der zweite Teilnehmer für die Tschechoslowakei. Er lag 3,95 Sekunden hinter Pažout auf Rang 34.

Im Slalom wurde Pažout im zweiten Durchgang disqualifiziert. Er teilte sich dieses Los mit dem Kanadier Robert Swan, dem Schweden Per-Olov Richardsson, dem Liechtensteiner Wolfgang Ender, Pažouts Landsmann Jaroslav Janda, Willi Lesch aus der Deutschen Demokratischen Republik, dem Schweizer Andreas Sprecher, dem Schweden Bengt Erik Grahn, dem Norweger Håkon Mjøen, dem Österreicher Karl Schranz und den beiden Franzosen Jean-Pierre Augert und Guy Périllat.

Im Monat nach der Weltmeisterschaft errang Pažout mit dem vierten Rang im Riesenslalom von Méribel sein bestes Weltcupergebnis, wobei das Rennen ein Dreifachsieg für Frankreich war. Er lag dabei 6,09 Sekunden hinter dem Sieger Jean-Claude Killy, 6,05 Sekunden hinter dem Zweiten Georges Mauduit und 3,03 Sekunden hinter dem Dritten Guy Périllat. Elf Hundertstelsekunden hinter Pažout lag Sepp Heckelmiller aus der Bundesrepublik Deutschland.

Im Alpinen Skiweltcup 1968 belegte Pažout damit mit elf Punkten Rang 29 und teilte sich diese Rang mit dem Schweden Rune Lindström und dem Österreicher Norbert Wendner. Pažouts Punkte stammten zur Gänze aus dem Riesenslalom – in der Disziplinenwertung kam er auf den mit Håkon Mjøen geteilten Rang 15.

Im selben Jahr gewann Pažout bei der Winter-Universiade 1968 in Innsbruck Gold im Slalom und der Alpinen Kombination sowie Silber im Riesenslalom.[1]

2000er-Jahre

In den 2000er-Jahren ging Pažout für Tschechien an den Start. Am 9. Dezember 2001 bestritt Pažout im Alter von 53 Jahren und 184 Tagen in Špindlerův Mlýn einen Riesenslalom in der Kategorie Masters, wo er den 30. Rang erreichte. Sieger dieses Rennens wurde der gleichaltrige Deutsche Ivan Hajny. Von 2005 bis 2010 bestritt Pažout vier Slaloms und drei Riesenslaloms im FIS Masters Cup, wobei er einen Slalom gewinnen konnte. Dieses Rennen – am 12. März 2005 in Liberec – gewann er mit 38 Hundertstelsekunden Vorsprung auf den vier Jahre älteren Österreicher Josef Kovář und 44 Hundertstelsekunden vor Ivan Hajny.[2] Seine beste Platzierung in einem Riesenslalom war der sechste Rang am 13. März 2005, ebenfalls in Liberec. Der Sieger des Rennens war Ivan Hajny, vor Pažout lag der Italiener Curzio Castelli und hinter Pažout dessen Landsmann Jan Čermák.[3] 2006 bestritt er einen Slalom sowie 2009 und 2010 jeweils einen Slalom und einen Riesenslalom. Sein letztes Rennen war der Riesenslalom vom 14. März 2010 in Pec pod Sněžkou, wo er in seiner Altersklasse (65 bis 69 Jahre) Rang fünf (von 17 klassifizierten Läufern) mit 4,8 Sekunden Rückstand belegte. Dieses Rennen war ein Doppelsieg für die Österreicher Egon Klabischnig und Robert Holzer. Am 15. Januar 2011 war er in der Masters-Kategorie im Riesenslalom von Rokytnice nad Jizerou gemeldet, ging jedoch nicht an den Start.

Erfolge

Winter-Universiade

  • Innsbruck 1968: Silber im Riesenslalom, Gold im Slalom, Gold in der Alpinen Kombination

Olympische Spiele

  • Grenoble 1968: 35. in der Abfahrt, 27. im Riesenslalom, DSQ2 im Slalom

Weltcupwertungen

Saison Gesamt Abfahrt Riesenslalom Slalom
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
1968 29. 11 15. 11

Einzelnachweise

  1. Olympians Who Won a Medal at the Winter Universiade (1353). (Hypertext Markup Language (HTML)) Page 5. In: olympedia.org. Olympedia, abgerufen am 24. November 2025 (deutsch).
  2. Miroslav Pažout in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)
  3. Miroslav Pažout in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)