Mirosława Nykiel

Mirosława Nykiel (* 23. September 1953 in Wańkowa als Mirosława Bulwan) ist eine polnische Politikerin (Solidarność, AWS, IdP, PO). Von 2005 bis 2007 gehörte sie dem Senat der Republik Polen an. Sie war von 2007 bis 2024 Abgeordnete des Sejm in der VI., VII., VIII., IX. und X. Wahlperiode an. Seit 2024 ist sie Mitglied des Europaparlaments.

Leben und Beruf

Mirosława Nykiel studierte am Fachbereich für Kunstpädagogik der Schlesischen Universität in Cieszyn und schloss ihr Studium 1983 mit einem Magister ab. 1975 bis 1984 arbeitete sie im Prasa-Książka-Ruch-Verlag in Oświęcim. Nachdem sie den Prasa-Książka-Ruch-Verlag verlassen hatte, war Mirosława Nykiel bis 1990 Polnischlehrerin einer Grundschule in Miedźna. Ende der 1990er Jahre wurde sie für den Bereich Oświęcim Direktorin von Ruch S.A., ab 1998 war sie Mitglied und von 2000 bis 2001 Vorsitzende des Vorstands. Im Jahr 2002 gründete und betrieb sie das Edukacyjne Centrum Biznesu (Bildungszentrum für Wirtschaft) in Bielsko-Biała.[1] 2013 wurde sie an der Szkoła Główna Handlowa w Warszawie promoviert.

Mirosława Nykiel ist verwitwet und hat drei Kinder.[2]

Politik

Nykiel trat 1980 in die Solidarność ein und wurde Vorsitzende der Gewerkschaft für den Prasa-Książka-Ruch-Verlag.[1] Bei der Parlamentswahl 1993 kandidierte sie für das Wahlkomitee der Solidarność. Da das Wahlkomitee jedoch mit 4,9 % der Stimmen an der neu eingeführten 5-%-Hürde scheiterte, erhielt sie kein Mandat.[3] 1997 gehörte sie zu den Mitbegründern des Wahlbündnisses Akcja Wyborcza Solidarność (AWS), dem die Solidarność sich beteiligte. Für die AWS trat sie bei der Parlamentswahl 1997 an, erreichte aber kein Mandat.[4]

2003 wurde sie Mitglied der Inicjatywa dla Polski und wechselte 2005 zur Platforma Obywatelska (PO).[2] Bei den Parlamentswahlen 2005 konnte sie für die PO einen Sitz im Polnischen Senat erringen.[5][2] Bei den vorgezogenen Wahlen 2007 kandidierte Mirosława Nykiel für den Sejm und konnte ein Mandat erringen.[6][7] Bei den Parlamentswahlen 2011 wurde sie wiedergewählt.[8] Auch bei den Wahlen 2015,[9] 2019[10] und 2023[11] wurde sie wiedergewählt.

Bei den Europawahlen 2014[12] und 2019[13] kandidierte sie jeweils erfolglos. Hingegen gelang ihr bei der Europawahl 2024 der Sprung in das Europaparlament.[14]

Commons: Mirosława Nykiel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Website des polnischen Senats, Mirosława Nykiel (Memento des Originals vom 8. Juni 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.senat.gov.pl, abgerufen am 25. Januar 2011
  2. a b c Website von Mirosława Nykiel, O mnie (Memento des Originals vom 7. Dezember 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.miroslawanykiel.pl, abgerufen am 25. Januar 2011
  3. Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 611.
  4. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  5. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  6. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  7. Gazeta Podatnika, Stan majątkowy posłów PO za 2007 r. (część 8), 4. September 2008 (WebCite-Archiv (Memento vom 14. Juni 2009 auf WebCite))
  8. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  9. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  10. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  11. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  12. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  13. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  14. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. Dezember 2025.