Miriam Unterthiner
Miriam Unterthiner (* 2. Mai 1994 in Brixen, Südtirol) ist eine italienische Autorin und Dramatikerin deutscher Muttersprache.
Leben
Miriam Unterthiner wuchs am Rande des Bergdorfes Latzfons in Südtirol auf und besuchte die deutschsprachige Schule. In ihrer Jugend war sie Handballspielerin, spielte zunächst für den ASV Klausen und wechselte im Alter von vierzehn Jahren zum SSV Brixen. Mittlerweile lebt sie in Wien.[1][2]
Sie studierte Philosophie (BA) und Germanistik (BA) an der Universität Innsbruck sowie Deutsche Philologie (MA) an der Universität Wien und Sprachkunst (MA) an der Universität für angewandte Kunst Wien. 2022 nahm Unterthiner am Förderprogramm für Szenisches Schreiben Forum Text 1 des Drama Forums teil.[3][4]
Der Theatertext Va†erzunge entstand im Rahmen des Autorenprogramms Drama Lab der Wiener Wortstaetten und wurde am 24. Mai 2025 am Tiroler Landestheater unter der Regie von Blanka Rádóczy uraufgeführt. Mit dem Stück war Unterthiner für den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2023 nominiert.[5]
Der Theatertext Blutbrot war Miriam Unterthiners Abschlussarbeit des Sprachkunst-Studiums. Der Text erschien im Frühling 2025 im Innsbrucker Verlag Edition Laurin.[6] Der Text wurde 2025 mit dem Kleist-Förderpreis für neue Dramatik, dem Literaturpreis der Universität Innsbruck sowie dem Debütpreis des Österreichischen Buchpreis 2025 prämiert. Die Uraufführung fand am 26. September 2025 am Theater Aachen unter der Regie von Jakob Weiss statt. Die Österreichische Erstaufführung von Blutbrot fand am 10. Oktober 2025 im Theater am Werk in einer Inszenierung von Tomas Schweigen statt.[7][8][9][10][11][12][13]
Mit dem Stückentwurf Mundtot war Unterthiner Hans-Gratzer-Stipendiatin im Schauspielhaus Wien, der Textentwurf wurde mit dem Hans-Gratzer-Preis 2025 ausgezeichnet.[14] Das Stück wird am 16. Januar 2026 am Schauspielhaus Wien unter der Regie von Christiane Pohle uraufgeführt.[15][16]
Theatertexte
- Mundtot UA Schauspielhaus Wien: 16. Januar 2026
- Blutbrot UA Theater Aachen: 27. September 2025
- Va†erzunge UA Tiroler Landestheater: 24. Mai 2025
Publikationen
- Blutbrot. Edition Laurin: Innsbruck 2025. ISBN 978-3-903539-50-1.
- Is Maidele oder Va†erzunge . Wiener Wortstaetten. Edition Goldstück N°6. Herausgegeben von: Wiener Wortstaetten. Wien 2022. ISBN 978-3-9505115-5-0.
- Fallen, hinabfallen. Ohne Boden. Kurzprosa. In: Die Rampe: einander entgegnen. StifterHaus: Linz 2/2022. ISBN 978-3-903093-62-1.[17]
Auszeichnungen
- 2025 Debütpreis des Österreichischen Buchpreises für Blutbrot (Theatertext)[7]
- 2025 Hans-Gratzer-Preis für Mundtot (Theatertext)[18]
- 2025 Kleist-Förderpreis für neue Dramatik für Blutbrot[19]
- 2024 Literaturpreis der Universität Innsbruck für Blutbrot[20]
- 2023 Literaturpreis des Südtiroler Künstlerbundes „Das Unsagbare zur Sprache bringen“ für Mu††er†odern (Kurzprosa)[21]
- 2021 Kathi Trojer Preis, Zonta Club Brixen[22]
- 2020 Förderpreis der Gruppe 48, Prosa, für An den Scherben erkennt man den Topf[23]
- 2017 Preis der Bozner Autorentage, Prosa, für Streifzüge meiner Selbst[24]
Einzelnachweise
- ↑ SemiColonWeb: Mannschaften Frauen. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Miriam Unterthiner. In: WIENER WORTSTAETTEN. Abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ DRAMA FORUM Graz - FORUM Text 1. Archiviert vom am 13. Oktober 2024; abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Va†erzunge - Tiroler Landestheater. Abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ Unterthiner gewinnt den Österreichischen Buchpreis Debüt 2025!, uibk.ac.at, abgerufen am 17. Januar 2026
- ↑ a b Michael Wurmitzer: Dimitré Dinev gewinnt Österreichischen Buchpreis. In: DerStandard.at. 10. November 2025, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ https://theater-am-werk.vercel.app/. Abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ Shortlist Debüt 2025. In: Österreichischer Buchpreis. Abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ Theater zum Herunterbeißen: Miriam Unterthiners "Blutbrot" in Meidling. Abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ Kleist-Förderpreis – Die DG – Dramaturgische Gesellschaft. Abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ Stagenet www.stagenet.de: Blutbrot. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Martin Thomas Pesl: Blutbrot – Theater am Werk Wien – Tomas Schweigen zeigt Miriam Unterthiners Stück über NS-Flüchtlinge auf der Rattenlinie nach 1945. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Hans-Gratzer-Preis an Miriam Unterthiner, nachtkritik.de vom 16. Februar 2025, abgerufen am 17. Januar 2026
- ↑ Hans-Gratzer-Preis. Abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ Schauspielhaus Wien. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Ausgabe. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Hans-Gratzer-Preis. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Kleist-Förderpreis für neue Dramatik 2025. In: Kleist-Festtage. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Verleihung Literaturpreis 2024 – Universität Innsbruck. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Literaturwettbewerb „Das Unsagbare zur Sprache bringen“. In: Südtirol News. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Kathi Trojer Förderpreis | Zontabrixen. Archiviert vom am 19. Juli 2025; abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Preisträger der Wettbewerbe von 2016 bis 2021. Archiviert vom am 7. September 2025; abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ DRAMA FORUM Graz - Person Detail. Archiviert vom am 15. Oktober 2024; abgerufen am 3. Dezember 2025.