Mireille Kolingba
Mireille Kotalimbora-Kolingba (geb.: Mireille Kotalimbora, * 13. November 1947, Dolisie, Ubangi-Schari) ist eine zentralafrikanische Politikerin. Sie war von 1981 bis 1993, während der Präsidentschaft von André Kolingba die First Lady der Zentralafrikanischen Republik.
Leben
Mireille Kotalimbora wurde am 13. November 1947 in Dolisie geboren. Sie studierte an der École nationale d’administration et de magistrature und erhielt 1970 ihren Abschluss. 1977 erwarb sie einen Master in Business Management an der Université du Québec.[1]
Karriere
1963 arbeitete Kotalimbora als Freie Mitarbeiterin bei Radio Centrafrique, wo sie auf André Kolingba traf.[2]
Kolingba trat 1970 in den öffentlichen Dienst ein und arbeitete von 1971 bis 1974 als Leiterin des Stabes im Justizministerium. Nach ihrer Rückkehr in die Zentralafrikanische Republik wurde sie 1979 erneut zur Stabschefin ernannt und später zur Kabinettschefin des Justizministeriums. Sie gründete 1986 die Frauenorganisation Vie et espoir (Leben und Hoffnung) und leitete sie. 1998 wurde sie als Abgeordnete für Ouango ins Parlament gewählt. Nach dem gescheiterten Putschversuch von 2001 suchte sie mit ihren drei Kindern Zuflucht in der französischen Botschaft in Bangui und zog im August 2001 nach Frankreich.[1][3] Am 5. Oktober 2003 kehrte sie mit ihrem Ehemann nach Bangui zurück.[4] 2005 wurde sie erneut ins Parlament gewählt und rief die Bevölkerung dazu auf, nicht für die Mouvement pour la Libération du Peuple Centrafricain (MLPC) zu stimmen, da dies zur Rückkehr der Banyamulenge führen würde, die während des Wahlkampfs 2005 morden, plündern und vergewaltigen würden.[1][5] 2011 verlor sie ihren Sitz.[1]
Persönliches
Mireille Kolingba heiratete André Kolingba 1969. Das Ehepaar hatte 12 Kinder. Von 1975 bis 1979 lebte sie in Kanada, als sie ihren Mann begleitete, der als Botschafter der Zentralafrikanischen Republik in Kanada arbeitete.[1]
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Brigette Dacko | First Lady der zentralafrikanischen Republik 1981–1993 | Angèle Patassé |
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e Richard Bradshaw, Juan Fandos Rius: Historical Dictionary of the Central African Republic. (Historical Dictionaries of Africa) Rowman & Littlefield, Lanham 2016: S. 456.
- ↑ Felix Yepassis Zembrou: De radio Bangui à radio Centrafrique: 60 ans déjà. In: centrafriqueledefi.com. Centrafrique le Defi, abgerufen am 20. Januar 2024 (französisch).
- ↑ The New Humanitarian The New Humanitarian: Inquiry into abortive coup ends, report issued. In: thenewhumanitarian.org. The New Humanitarian, abgerufen am 14. Oktober 2023 (englisch).
- ↑ Former Central African President Kolingba returns from exile. In: dialogue.national.free.fr. AFP, abgerufen am 14. Oktober 2023 (englisch).
- ↑ Marie-Soleil Frère: Elections and the Media in Post-Conflict Africa: Votes and Voices for Peace? Zed Books, Paris 2011: S. 160.