Mimi Brühlmann

Olga «Mimi» Brühlmann (* 3. August 1913 in Martigny-Ville; heimatberechtigt in Chexbres und Chardonne; † 21. November 1998 in Martigny) war eine Schweizer Widerstandskämpferin im besetzten Frankreich.

Leben und Wirken

Mimi Brühlmann war die Tochter des Hoteliers Constant Dénéréaz und der Emilie geborene Lattion. In erster Ehe heiratete sie einen Italiener namens Manzoni, in zweiter Ehe den Vergolder Werner Brühlmann. Von 1914 bis 1925 hielt sie sich in London auf. Brühlmann ging dann nach Paris, wo sie ein Hotel führte, das im Zuge der deutschen Besetzung im Juni 1940 beschlagnahmt wurde.[1]

Brühlmann organisierte nach der Evakuierung von Dünkirchen ein Widerstandsnetz und schleuste Briten, die sie im Dachgeschoss ihres Hotels versteckte, in die unbesetzte Zone. Im Oktober 1940 wurde sie verraten und zum Tod verurteilt, jedoch die Strafe in zwanzig Jahre Gefängnis umgewandelt. Im August 1941 wurde Brühlmann nach Deutschland deportiert. Sie unternahm 1942 einen erfolglosen Fluchtversuch und wurde ins Arbeitslager Komotau gebracht. Die Rote Armee befreite im Mai 1945 das Lager und Brühlmann konnte kurz darauf in die Westschweiz zurückkehren.[1]

Frankreich verlieh Brühlmann die französische Militärmedaille, das Vereinigte Königreich ernannte sie zum Unteroffizier ehrenhalber.[1]

Zeitungsberichte und Nachruf

Belege

  1. a b c Frédéric Giroud: Mimi Brühlmann. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 27. Januar 2003.