Miloš Čech

Miloš (Amandus) Čech (* 15. April 1855 in Liteň, Königreich Böhmen; † 1. Januar 1922 in Varnsdorf) war ein tschechischer Bischof der Alt-Katholischen Kirche.

Wirken

Er war der jüngere Bruder des Schriftstellers Svatopluk Čech und älterer Bruder der Schriftstellerin Růžena Čechová.

Am 31. Juli 1878 nahm Miloš Čech zusammen mit dem Schweizer christkatholischen Bischof Eduard Herzog an einem Treffen mit dem anglikanischen Bischof Browne in Surrey teil.[1]

Nach dem Ende der Österreich-Ungarischen Monarchie übte er sein Amt in der neugegründeten Tschechoslowakei weiter aus,[2] während Adalbert Schindelar das Amt in Österreich übernahm.

Veröffentlichungen

  • Eine Aufklärung über das Wesen und die Ziele der alt-katholischen Bewegung. Strache, Warnsdorf 1880.
  • Eine Erwiderung auf die über mich verhängte Excommunication: ein offenes Schreiben an Se. Hochwürden Bischof Dr. Frind in Leitmeritz. Strache, Warnsdorf 1881.

Literatur

  • Marta Léblová: 20. století Starokatolické církve ve Varnsdorfu. In: Mandava : vlastivedné ctení z Varnsdorfu a Šluknovského výbežku : rocenka Kruhu prátel muzea Varnsdorf. Kruh prátel muzea Varnsdorf, Varnsdorf 2004.
Commons: Miloš Čech – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Mark D. Chapman: The Fantasy of Reunion: Anglicans, Catholics, and Ecumenism, 1833–1882. Oxford 2014, ISBN 978-0-19-151192-9, S. 269.
  2. Martin Schulze Wessel, Martin Zückert: Handbuch der Religions- und Kirchengeschichte der böhmischen Länder und Tschechiens im 20. Jahrhundert. Oldenbourg, 2009, ISBN 978-3-486-58957-3, S. 210.