Milan Spasojević

Milan Spasojević (serbisch-kyrillisch Милан Спасојевић; * 15. März 1950[1] in Niš) ist ein ehemaliger jugoslawischer Leichtathlet. Er gewann bei den Mittelmeerspielen je eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille im Dreisprung.

Sportliche Karriere

Milan Spasojević war von 1970 bis 1973 und noch einmal 1979 jugoslawischer Meister im Dreisprung. 1970 siegte er zudem im Weitsprung.[2]

Im März 1971 trat Spasojević bei den Halleneuropameisterschaften in Sofia im Weitsprung an und belegte mit 7,23 Meter den 15. Platz.[3] Im August fanden die Europameisterschaften in Helsinki statt. Spasojević erreichte mit Windunterstützung 15,61 Meter im Dreisprung, für die Finalteilnahme hätte er 16,11 Meter springen müssen.[4] Im Oktober bei den Mittelmeerspielen in Izmir siegte er mit 16,18 Meter.[5]

Im März 1972 sprang Spasojević bei den Halleneuropameisterschaften in Grenoble 16,29 Meter und belegte damit den fünften Platz.[6] Im September bei den Olympischen Spielen in München erreichte er 15,69 Meter und schied als 25. der Qualifikation aus. Für den Finaleinzug wurden 16,24 Meter benötigt.[7] Im März 1973 trat Spasojević bei den Halleneuropameisterschaften in Rotterdam zweimal an. Im Weitsprung wurde er Achter mit 7,27 Meter.[8] Im Dreisprung bedeuteten 15,63 Meter den zehnten Rang.[9]

Bei den Mittelmeerspielen 1975 in Algier gewann der Franzose Bernard Lamitié den Dreisprung mit 16,19 Meter, Spasojević ersprang mit 16,15 Meter die Silbermedaille.[10] Bei der Universiade 1975 in Rom, bei der nur die Leichtathletik-Wettbewerbe ausgetragen wurden, belegte Spasojević mit 16,28 Meter den sechsten Platz.[11] Zwei Jahre später siegte Spasojević bei den Balkanspielen 1977 mit 16,69 Meter.[12] Im September 1978 traten bei den Europameisterschaften in Prag mit Janoš Hegediš, Milan Spasojević und Miloš Sreiović drei jugoslawische Dreispringer an. Miloš Sreiović siegte mit 16,94 Meter, Spasojević wurde Siebter mit 16,62 Meter und Hegediš verpasste als Neunter mit 16,24 Meter die letzten drei Versuche.[13]

Im September 1979 bei den Mittelmeerspielen in Split siegte Bernard Lamitié mit 16,90 Meter vor Sreiović und Spasojević, die beide 16,55 Meter sprangen, sodass die zweitbeste Weite über Silber und Bronze zugunsten von Sreiović entschied.[14] Im März 1980 bei den Halleneuropameisterschaften in Sindelfingen belegte Spasojević mit 16,38 Meter den fünften Platz, sieben Zentimeter hinter dem Drittplatzierten.[15] Im Juli 1980 war Spasojević der einzige jugoslawische Dreispringer bei den Olympischen Spileen in Moskau. Nach 16,48 Meter in der Qualifikation wurde er im Finale Zehnter mit 16,09 Meter.[16]

Bestleistungen

(nach der Datenbank bei World Athletics)

  • Weitsprung: 7,73 Meter am 23. September 1972 in Zagreb
  • Dreisprung: 16,77 Meter am 30. Mai 1974 in Bratislava

Fußnoten

  1. Geburtsjahr nach Olympedia, World Athletics nennt 1949
  2. Jugoslawische Meister bei gbrathletics.com
  3. Weitsprung HEM 1971 bei worldathletics.org
  4. Dreisprung EM 1971 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
  5. Mittelmeerspiele 1971 bei cijm.org.gr (Seite 4 der PDF-Datei)
  6. Dreisprung HEM 1972 bei worldathletics.org
  7. Dreisprung OS 1972 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 8. Dezember 2025.
  8. Weitsprung HEM 1973 bei worldathletics.org
  9. Dreisprung HEM 1973 bei worldathletics.org
  10. Mittelmeerspiele 1975 bei cijm.org.gr (Seite 4 der PDF-Datei)
  11. World Athletics, Reiter Results und dann 1975
  12. Sieger bei Balkanspielen bei gbrathletics.com
  13. Dreisprung EM 1978 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
  14. Mittelmeerspiele 1979 bei cijm.org.gr (Seite 4 der PDF-Datei)
  15. Dreisprung HEM 1980 bei worldathletics.org
  16. Dreisprung OS 1980 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 8. Dezember 2025.