Miguel Ángel Espinel

Miguel Ángel Espinel Romero (* 4. Dezember 1895 in San Cristóbal/Táchira; † 21. Februar 1968 in Caracas) war ein venezolanischer Geiger, Komponist und Musikpädagoge.

Leben

Espinel hatte Musikunterricht bei seinem Vater Prospero Espinel, bei Caracciolo Lamus, Antonia María Rodríguez und Julia Amarís de Blen Muñoz und studierte am Colegio del Sagrado Corazón de Jesús bei Teodosio Velandria Sánchez. Nach dem Text Las Glorias de la Patria von Ramón Eugenio Vargas Roa komponierte er ein Stück, das 1913 von einer Jury als Hymne des venezolanischen Bundesstaates Táchira ausgewählt und von der Banda del Estado Táchira unter Leitung von Nicolás Constantino uraufgeführt wurde.

1914 reiste er nach Caracas, um an der Academia de Música y Declamación zu studieren. Er setzte seine Violinstudien fort und trat dem Orchester von Adolfo Bracale bei, das Opernaufführungen im städtischen Theater begleitete. Außerdem wurde er Mitglied der Banda Marcial Caracas unter Leitung von Pedro Elías Gutiérrez, die 1918 seinen Walzer Caracas Artística uraufführte. Zu dieser Zeit entstanden auch die Walzer La Zagala, Nereidas del Torbes, Caracas Artística und 19 de abril. Nach einer Europareise übernahm er mit Luis Hernández Alarcón die Leitung der Academia de Música y Declamación.

1932 kehrte er in seine Heimatstadt San Cristóbal zurück, wo er die Academia Palacios gründete. 1959 übernahm er die Leitung der Musikakademie von Táchira, die auf Initiative von ihrem Präsidenten Jesús María Sánchez seit 1968 seinen Namen trägt. Zu seinen Schülern zählen neben den Bratschisten José Clemente Laya und Luis Felipe Ramón y Rivera auch die Pianisten Humberto Castillo Suárez und Judit Jaimes.

Quellen