Michelle Yaa Asantewa

Michelle Yaa Asantewa (* 1969)[1] ist eine guyanisch-britische Autorin und Kulturvermittlerin, deren Arbeiten sich mit afrikanisch-karibischen Spiritualitäten – insbesondere Komfa – befassen.[2] Ihre Bücher umfassen Guyanese Komfa: The Ritual Art of Trance und den Roman Something Buried in the Yard.[3] Sie tritt zudem als Mitorganisatorin des jährlich in London ausgerichteten Annual Osun River Ritual hervor.[4]

Leben

Asantewa wuchs in Guyana auf und zog im Kindesalter in das Vereinigte Königreich, wo sie in autobiografischen Rückblicken ihre religiöse Sozialisation und den späteren Weg zur afrikanischen Spiritualität beschreibt.[5] Sie forschte in London zu Komfa und schloss 2009 eine Promotionsarbeit ab, die später die Grundlage für Guyanese Komfa: The Ritual Art of Trance bildete.[3] Im Jahr 2016 stellte sie in Zusammenarbeit mit der Universität Guyana im Moray House in Georgetown drei Bücher – Guyanese Komfa: The Ritual Art of Trance, Something Buried in the Yard und Mama Lou Tales – vor.[3] Mit diesen Veröffentlichungen beabsichtigte sie eine breitere Vermittlung von Komfa und guyanischer Folklore.[6] Im Vereinigten Königreich tritt sie regelmäßig als Referentin zu afrikanischer indigener Spiritualität auf; sie ist die Gründerin von Way Wive Wordz Publishing.[7] Sie bringt sich in London in der guyanischen Diaspora ein.[8]

Wirken

In Something Buried in the Yard verwebt Asantewa Familiengeschichte, Erinnerungsarbeit und die rituellen Praktiken von Komfa; Kritiken heben hervor, dass der Roman in Struktur und Bildsprache von Trance- und Besessenheitsmotiven geprägt ist.[2] Guyanese Komfa: The Ritual Art of Trance dokumentiert historische, rituelle und ästhetische Dimensionen von Komfa und positioniert die Praxis zugleich als Symbol guyanischer kultureller Identität.[3] Mit Mama Lou Tales legte sie zudem eine biografisch-folkloristische Sammlung über ihre Mutter vor.[2] Sie initiiert und leitet gemeinsam mit Partnern das jährlich im August stattfindende Annual Osun River Ritual in London; 2025 war ein öffentliches Ritual als Teil der London Rivers Week an der Themse angesetzt.[4] Überdies gestaltet sie Vorträge und Programme zu afrikanischen indigenen Spiritualitäten, darunter eine öffentliche Vorlesung am Fulham Palace in London im Jahr 2025.[9] Ergänzend trat sie im Vereinigten Königreich bei Fachtagungen als Sprecherin zu Themen wie der afrikanischen Spiritualität und Osun-Ritualen auf.[7]

Einzelnachweise

  1. Michelle Yaa Asantewa. In: The Literary Consultancy. Abgerufen am 22. November 2025.
  2. a b c Something Buried in the Yard by Michelle Asantewa. In: Stabroek News. 27. November 2016, abgerufen am 26. Oktober 2025 (englisch).
  3. a b c d Celebrating Guyanese Ritual, History and Memory: A Triple Book Launch at Moray House. In: Stabroek News. 26. September 2016, abgerufen am 26. Oktober 2025 (englisch).
  4. a b London Rivers Week 2025: Honouring Mama Osun. In: Thames21. 1. Juni 2025, abgerufen am 26. Oktober 2025 (englisch).
  5. Finding Mami Osun: How I Reconnected to African Spirituality. In: Fulham Palace. 3. August 2023, abgerufen am 26. Oktober 2025 (englisch).
  6. Dr. Michelle Yaa Asantewa: Writing on Komfa and Guyanese Folklore. In: Guyana Chronicle. 15. Oktober 2016, abgerufen am 26. Oktober 2025 (englisch).
  7. a b Conference on ‘Legacy of People of Nigerian Descent in Britain’. In: The Voice Online. 2. Oktober 2023, abgerufen am 26. Oktober 2025 (englisch).
  8. Guyanese protest schoolboy killing outside High Commission in UK. In: Stabroek News. 3. Juli 2010, abgerufen am 26. Oktober 2025 (englisch).
  9. African spiritual practices: talk by Dr Michelle Asantewa. In: Fulham Palace. 21. August 2025, abgerufen am 26. Oktober 2025 (englisch).