Michel Villa

Michel Villa (* 1955 in Leuk) ist ein schweizerischer Sänger, Entertainer und Unterhaltungskünstler. Er ist vor allem für seine Walliser Schlager, Stimmungs-Auftritte und seine langjährige Tätigkeit als Moderator bekannt.[1]

Leben und Wirken

Michel Villa begann schon in jungen Jahren mit Auftritten in seinem Heimatkanton Wallis. Aufgrund mangelnder Auftrittsmöglichkeiten gründete er in den 1970er Jahren das «Walliser Schlagerfestival», eine Veranstaltung, die neuen Talenten den Einstieg in die Musikszene erleichtern sollte.

1976 nahm er an einem nationalen Nachwuchs-Interpreten-Wettbewerb teil und belegte mit dem Song „Immer wieder geht die Sonne auf“ den 4. Platz. Dies trug zu erster überregionaler Aufmerksamkeit bei. Noch im selben Jahr arbeitete er mit dem Musiker Peter Reber zusammen – unter anderem schrieb Reber für ihn den Titel „Banana Farm“, der in der TV-Spielsendung „Dreiländerspiel“ von ihm aufgeführt wurde.[2]

Sein Durchbruch kam 1977 mit dem Dialekt-Schlager „Dr Tiifel isch gstorbu“, der bis auf Platz 13 der Schweizer Hitparade gelangte und sich über 30'000 Mal verkaufte.[3] Durch diesen Erfolg wurde Villa zu einem gefragten Gast in Fernseh- und Unterhaltungsformaten.

In den folgenden Jahren veröffentlichte er mehrere LPs und Singles sowie weitere Produktionen, darunter die Alben Müsig mit Salz und Pfäffer (1978), Müsig fär Jungi und Alti (1980), Säg, häsch mi nu gäru? (1983), Mikado (1986) und Wälthits Walliser Art (1996). Seine Diskografie umfasst darüber hinaus weitere Tonträger und Live-Produktionen.[4]

Neben seiner musikalischen Tätigkeit war Villa auch als Moderator aktiv: So moderierte er die TV-Jugendsendung Mikado, welche von 1985 bis 1989 ausgestrahlt wurde.[5]

Villa nahm 1988 am Grand Prix der Volksmusik teil und 1989 an der Schweizer Vorentscheidung zum Concours Eurovision de la Chanson.

Er absolvierte jährlich rund 60 Auftritte in der Schweiz, sowohl als Sänger als auch als Moderator und Unterhalter, und ist besonders für seine «Kinderhitparaden» bekannt, bei denen er mit Kindern und Familien performt.[6]

Privatleben

Michel Villa betreibt in seiner Heimatstadt Leuk ein Catering- und Weddingplaner-Unternehmen namens «Casa Villa».[7]

Diskografie

Singles

  • 1977: Der Tifel isch gschtorbe – 7″-Single (mit B-Seite *Banana Farm*; CH Hitparade #13)
  • 1977: Im Himmel isch der Tifel los... / Rocken'roll im Wallis – 7″-Single
  • 1987: Ohne Pferd ist ein Cowboy nichts wert (als *Michel Villa und die Country Schlümpfe*) – Single/CD
  • ca. 2002: Bärustark – Single (aus dem Album *Bärustark!*)
  • 2003: The Lions Fight – Song für die Streethockey WM in Sierre (Single/Promo)

Langspielplatten / Alben

  • 1978: Müsig mit Salz und Pfeffer (LP)
  • 1980: Müsig fär Jungi und Alti (LP)
  • 1983: Säg, häsch mi nu gäru? (LP/CD)
  • 1986: Mikado (LP/CD; enthält u. a. den Titelsong zur gleichnamigen TV-Spielshow)
  • 1988: Michel Villa und die Country-Schlümpfe (LP/CD)
  • 1988: Im Schuss (LP) – enthält Titel wie *Gsesch de Pögg*, *De Schwiizer Rock ’N’ Roll* u. a.
  • 1989: Michel Villa und die Topolinos (LP/CD)
  • 1992: Knall auf Fall (CD; inkl. *Pingu* mit Sandra Studer)
  • 1996: Wälthits Walliser Art (CD; Schweizerdeutsche Versionen internationaler Hits)
  • 2001: Bärustark! (CD; enthält Klassiker & neue Songs wie *Ziginerbüäb*, *Dr’ Tifil isch gstorbu* u. a.)

Kompilationen & Sonstiges

  • diverse Mitwirkungen auf Samplern und Hit-Zusammenstellungen, z. B. auf «Die grössten Schweizer Hits» (mit *Dr Tifel isch gschtorbe*)

Anmerkungen zur Diskografie

  • Einige Singles/Promo-Produktionen sind nur regional veröffentlicht worden und/oder nicht in offiziellen Charts erfasst.

Einzelnachweise

  1. Casa Villa - Michel Villa. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
  2. Michel Villa - Mein Leben, Schloss Leuk-Stadt. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
  3. Michel Villa - Der Tifel isch gschtorbe. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
  4. Michel Villa - discogs.com. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
  5. Mikado - Play SRF. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
  6. Prix - Valais. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
  7. casavilla.ch. Abgerufen am 13. Dezember 2025.