Michel Ribestein

Michel Ribestein (bezeugt: 1539 bis 1565) war ein Hofmaler unter Kurfürst Joachim II. von Brandenburg. Von ihm sind etwa ein Dutzend Werke (Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälde) bekannt, die sich zum großen Teil in Brandenburg (vor allem in Kirchen) befinden. Zu seinem Leben ist sehr wenig bekannt. Sein Name deutet an, dass er aus einer Malerfamilie stammte, da er im niederdeutschen Raum die Berufssparte der Maler bezeichnet.[1] Stilistische Eigenheiten seiner Bilder weisen darauf hin, dass Ribestein wahrscheinlich aus den Niederlanden stammte oder diese bereiste. Er wurde am 11. Juli 1539 in Berlin eingebürgert und musste zwei Gulden dafür bezahlen. Seine Werke sind mit MR signiert, einige werden ihm aber auch anhand stlitischer Eigenheiten zugeschrieben.[2] Als Kunden lassen sich einflussreiche Familien der Mark Brandenburg belegen, darunter die Familie Wins oder Mitglieder der Familie Tempelhoff.

Werke (Auswahl)

  • Die Höllenfahrt Christi (Marienkirche Berlin)
  • Erweckung des Lazarus (1552) (Marienkirche, Berlin)
  • Gleichnis des barmherzigen Samariters (Märkisches Museum, Berlin)
  • Himmelfahrt Christ (1554)
  • Jüngstes Gericht auf dem Epitaph des Berliner Bürgermeister Hans Tempelhoff
  • Christus und die Samariterin, Zeichnung, Britisches Museum 1997,0712.34[3]

Einzelnachweise

  1. Maria Kraus: Die Frankfurter Gemälde-Epitaphe im Kontext der Reformation, GRIN Verlag, 2017, ISBN 978-3-668-42774-7.
  2. Ekhart Berckenhagen: Michael Ribestein, in: Berlinische Notizen, Zeitschrift des Vereins der Freunde und Förderer des Berlin-Museums, 3–4 (1973), S. 10–13.
  3. British Museum
Commons: Michel Ribestein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien