Michael Wladika (Philosoph)

Michael Wladika (* 22. April 1967 in Wien) ist ein österreichischer römisch-katholischer Philosoph sowie Hochschullehrer und Dekan der Katholischen Hochschule ITI in Trumau.

Leben

Michael Wladika wurde 1967 in Wien geboren und besuchte von 1973 bis 1977 die Volksschule in Dornbirn und von 1977 bis 1985 das Bundesgymnasium Dornbirn, wo er maturierte. Anschließend absolvierte er Studien der Philosophie und Anglistik an der Universität Wien, wo er 1991 zum Magister der Philosophie spondiert wurde.[1] 1995 wurde er zum Doktor der Philosophie promoviert (Dissertation über „Selbstgewissheit und Gotteserkenntnis“).[2] In der Folge war er als wissenschaftlicher Assistent für Philosophie an den Universitäten Heidelberg und Wien tätig. Im Juli 2004 erfolgte die Habilitation in Philosophie an der Universität Wien.[3] Von 2006 bis 2009 war er als Privatdozent im Fachbereich Philosophie an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg tätig. Seit September 2009 ist er Professor für Philosophie an der Katholischen Hochschule ITI in Trumau. Im Jahr 2020 wurde er zum Ordentlichen Professor ernannt und übernahm zugleich den Lehrstuhl für Christliche Philosophie. Darüber hinaus ist er Universitätsdozent am Institut für Philosophie der Universität Wien sowie Gastprofessor für Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz. Seit August 2023 fungiert er zudem als Dekan und Vizerektor der Katholischen Hochschule ITI in Trumau.[4]

Forschungsschwerpunkte

Wladika gilt als Experte für die Philosophie Platons und befasst sich auch mit der Philosophie von Descartes sowie des Deutschen Idealismus. Er hat verschiedene Fachtagungen organisiert, die sowohl philosophische als auch theologische Themen umfassen.[5][6]

Schriften (Auswahl)

  • Kant in Hegels Wissenschaft der Logik. Berlin 1995, ISBN 3-631-48042-3.
  • mit Günter Danhel (Hg.): Kirchliche Verlobung. Reflexionen und Impulse. Heiligenkreuz 2012, ISBN 978-3-902694-44-7.
  • Von Platon bis Rilke. Aufsätze zur Geschichte der Philosophie. Würzburg 2016, ISBN 3-8260-5992-1.
  • Von Aristoteles bis St. Johannes Paul II. Aufsätze zu philosophiegeschichtlichen und systematischen Entwicklungen. Würzburg 2025, ISBN 3-8260-9097-7.

Einzelnachweise

  1. Hegels Entwicklung bis zu den ersten Jenaer Druckschriften
  2. Selbstgewißheit und Gotteserkenntnis. Die Philosophie Descartes ̀im Lichte Hegels. Grundzüge des vom gegenwärtigen Zeitalter vergessenen Begriffs seiner selbst
  3. Formen neuzeitlichen Denkens. Systematische Studien zu Descartes
  4. Michael Wladika: Curriculum vitae und Publikationsverzeichnis. In: iti.ac.at. Theologische Hochschule ITI, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024.
  5. Sechste Literaturtagung im Schloss Trumau. 2. Mai 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (österreichisches Deutsch).
  6. Guardini-Tagung in Heiligenkreuz und Trumau. Abgerufen am 24. Oktober 2024 (deutsch).