Michael Koch (Städtebauer)
Michael Koch (* 5. September 1950 in Hannover) ist ein deutscher Architekt, Städtebauer und Stadtplaner.
Leben
Er begann 1969 sein Architekturstudium an der Technischen Universität Hannover (heute Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover) und schloss 1978 das Referendariat als Bauassessor der Fachrichtung Städtebau ab. Ab 1982 folgte die Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter (später Adjunkt) am Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung (ORL) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich). Er promovierte (Dr. sc. techn.) 1988 an der ETH Zürich.[1] Von 1989 bis 1999 war er redaktionell verantwortlich für die Fachzeitschrift disP - The Planning Review des ORL-Institutes und Mitglied der Institutsleitung.[2]
Nach Gastprofessuren an der Universität Zürich und der TU Berlin erfolgte 1999 die Berufung zum Professor für Städtebau an der Bergischen Universität Wuppertal. Ab 2002 war er Mitglied des Forschungskonsortiums des Ladenburger Forschungskollegs zur Zwischenstadt unter der Leitung von Thomas Sieverts. Im Jahr 2004 erfolgte der Ruf an die TU Hamburg-Harburg als Professor für Städtebau und Quartierplanung und Institutsleiter im Studiengang Stadtplanung. Mit der Neugründung der HafenCity Universität Hamburg wurde dieser Studiengang dorthin überführt.[3]
Michael Koch ist Mitglied verschiedener Berufsverbände in Deutschland und in der Schweiz, unter anderem Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL). Er ist Teilhaber von yellow z urbanism architecture in Berlin und Basel (CH) und darüber hinaus als Preisrichter und Berater in Wettbewerbsverfahren tätig.[4]
Forschung
Forschungsprojekte (Auswahl)
»Siedlungen der 1980er Jahre«[5] (2017/18) Wohnungsbaupolitische Herausforderungen und Potenziale, Michael Koch u. a. gefördert vom schweizerischen Bundesamt für Wohnungswesen (BWO).
»Stararchitektur und ihre Rolle für die Re-Positionierung kleiner und mittlerer Städte«[6] (2015–2017) DFG gefördertes Forschungsprojekt zusammen mit Martina Löw, TU Berlin und Alain Thierstein, TU München.
»Urbane Metamorphosen«[7] (2012–2016) Forschungsgruppe samt Doktorandenkolleg an der HCU (Leitung zusammen mit Ingrid Breckner, HCU) gefördert von der HCU, dem DAAD, sowie der Wissenschaftsstiftung Hamburg.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Einzelpublikationen
- Michael Koch, Amelie Rost, Yvonne Siegmund, Renée Tribble, Yvonne Werner, (Hrsg.): New Urban Professions – A Journey through Practice and Theory. (= Perspectives in Metropolitan Research. Vol. 5). Jovis Verlag, Berlin, 2018, ISBN 978-3-86859-515-4.
- Jörg Knieling, Michael Koch (Hrsg.): Suburbia Atlas für die Metropolregion Hamburg. 2012.
- Christoph Durban, Michael Koch, Daniel Kurz, Maresa Schumacher, Mathias Somandin: Mehr als Wohnen: Gemeinnütziger Wohnungsbau in Zürich 1907–2007. 1. Auflage. Zürich 2007, ISBN 978-3-85676-200-1.
- Oliver Bormann, Michael Koch, Astrid Schmeing, Martin Schröder, Alex Wall: Zwischen Stadt Entwerfen. Müller und Busmann, Wuppertal 2005, ISBN 3-928766-68-6.
- Thomas Sieverts, Michael Koch, Ursula Stein, Michael Steinbusch: Zwischenstadt – inzwischen Stadt? Entdecken, Begreifen, Verändern. Müller und Busmann, Wuppertal 2005, ISBN 3-928766-72-4.
- Michael Koch: Städtebau in der Schweiz 1800–1990, Entwicklungslinien, Einflüsse und Stationen. VdF Zürich, Zürich 1992, ISBN 3-7281-1755-2.
- Michael Koch: Leitbilder des modernen Städtebaus in der Schweiz 1918–1939. (Dissertation), (= Berichte zur Orts-, Regional- und Landesplanung. Band 64). ETH-Zürich, VdF Zürich 1988, ISBN 3-7281-1644-0.
- Donald A. Keller, Michael Koch, Klaus Selle (Hrsg.): Planung und Projekte. Verständigungsversuche zum Wandel der Planung. Dortmunder Vertrieb für Bau- und Planungsliteratur, 1998, ISBN 3-929797-42-9.
Artikel
- Michael Koch: Zeiten. Wenden. Ein Versuch. In: S. Frank, S. Güntner, M. Menzl, Sturm; G. (Hrsg.): Soziologie in der vielschichtigen Stadt. Springer VS, Wiesbaden 2025, ISBN 978-3-658-45301-5.
- Michael Koch: Klein, aber mein? Jedenfalls „mehr als wohnen“. Gemeinnütziger Wohnungsbau in Zürich. In: D. Schubert, P. Michaelis (Hrsg.): Hamburger und Altonaer Reformwohnungsbau der 1920er Jahre. Vergleichende Perspektiven von Modellen der Moderne. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2021, ISBN 978-3-86218-139-1, S. 256ff.
- Michael Koch: News from Naples? An Essay on Conceptual Narratives. In: S. Wolfrum et al. (Hrsg.): Porous City. From Metaphor to Urban Agenda. Birkhäuser Verlag, Basel 2018, ISBN 978-3-0356-1601-9, S. 20ff.
- Michael Koch: Prolog: Metrozone. In: Metropole 7: Stadt neu bauen. IBA Hamburg GmbH (Hrsg.), S. 102–115, Jovis Verlag, Berlin 2013.
Weblinks
- Lehrstuhl Städtebau und Quartierplanung (HafenCity Universität Hamburg)
- yellow z (Berlin/Basel)
Einzelnachweise
- ↑ books.google.de Dissertation "Leitbilder des modernen Städtebaus in der Schweiz, 1918–1939" von Michael Koch bei Google Books
- ↑ research-collection.ethz.ch DISP im Wandel – und zum Wandel von Michael Koch in disP - The Planning Review
- ↑ repos.hcu-hamburg.de. 30 Jahre Studium der Stadtplanung in Hamburg TUHH-HCU, Festschrift anlässlich des Jubiläums, 2013.
- ↑ yellowz.net. Website yellow z. Abgerufen am 28. Februar 2025.
- ↑ google.com.Das Potential der Siedlungen der 1980er Jahre, BWO.
- ↑ tandfonline.com.Situating architectural performance: ‘star architecture’ and its roles in repositioning the cities of Graz, Lucerne and Wolfsburg.
- ↑ forschungsportal.hcu-hamburg.de.Urbane Metamorphosen: Transdisziplinäre Wirkungsgeschichten, HCU Hamburg.