Michael Hanel

Michael Simon Hanel (* 31. Januar 1978 in Immenstadt im Allgäu) ist ein deutscher Musikpädagoge, Kirchenmusiker, Chorleiter und Komponist. Er wirkt seit Ende der 1990er Jahre vor allem im Allgäu im Bereich der Kirchen- und Chormusik und ist durch seine Tätigkeit als Ensembleleiter sowie durch solistische Mitwirkungen in regionalen und internationalen Projekten hervorgetreten.

Leben

Hanel absolvierte eine Gesangsausbildung und studierte Musikpädagogik mit den Schwerpunkten Gesang und Orgel sowie Germanistik für das Lehramt an Realschulen. Daneben besuchte er Fortbildungen und Meisterkurse in Jazzgesang, Chorleitung, Aufführungspraxis und Sprachdidaktik bei Dozenten aus dem In- und Ausland, darunter Anders Holte, Harald Rüschenbaum, Thomas Zoller, Monika Fröhlich, Wilfried Bergmann, Fred Sjöberg und Andreas Becker.[1]

Von 2006 bis 2011 war Hanel Lehrbeauftragter für Gesang an der Universität Augsburg. Seit 2008 unterrichtet er als Lehrer für Deutsch, Musik und Ethik im bayerischen Schuldienst.

Künstlerische Tätigkeit

Seit 1998 wirkt Hanel als Sänger sowohl im klassischen Oratorienfach als auch im Jazzbereich und ist daneben als Chorleiter, Ensembleleiter und Stimmbildner[2] tätig.

1999 übernahm Hanel die Leitung des Gospel- und Jazzchores Soulful Voices und wirkt seit 2011 als Chorregent an der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Immenstadt, wo er mehrere kirchenmusikalische Ensembles betreut.[3][4][5][6]

Als Solist wirkte Hanel 2004 bei der deutschen und österreichischen Erstaufführung von Nils Lindbergs Requiem im Rahmen des Festivals Musica Sacra International mit, einem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Landes-Jugendjazzorchester Bayern.[7][8]

Weitere Auftritte erfolgten u. a. im Rahmen der deutsch-tschechischen Konzertreihe Jazz Bridge sowie bei Projekten des Collegium Musicum und des Collegium Vocale Lindau.[9][10]

Seit 2011 präsentiert Hanel das Konzertformat „Hanel singt Kreisler“, ein Chanson- und Literaturprogramm mit Werken des Kabarettisten Georg Kreisler.[11]

Seit 2012 gehört er dem Polymnia Salonorchester als Sänger und Moderator an, das Unterhaltungsmusik der 1920er bis 1940er Jahre aufführt.[12]

2016 gründete er das Vokalensemble Ars Choralis, das sich auf barocke und klassische Kirchenmusik spezialisiert und in regionalen Medien wiederholt besprochen wurde.[13][14][15]

Hanel ist Mitinitiator und Koordinator der Internationalen Orgelkonzerte Immenstadt, einer jährlich stattfindenden Reihe, die Organistinnen und Organisten aus mehreren europäischen Ländern präsentiert.[16]

Kompositionen

Hanel komponiert vorwiegend geistliche Vokalmusik. Zu seinen Ordinariumsvertonungen gehören die Nikolaus-Messe (2015), die Missa in C (2023)[17] sowie die Missa Solemnis in G (2024). Daneben entstehen Vokal- und Instrumentalwerke sowie Arrangements für unterschiedliche Besetzungen, teils im Rahmen von Auftragskompositionen.

Rezeption

In der regionalen und überregionalen Tagespresse, darunter der Allgäuer Zeitung, der Augsburger Allgemeinen, der Jazzzeitung, Radio Prag International und der Schwäbischen Zeitung, erscheinen seit den 2000er Jahren zahlreiche Berichte, Interviews und Konzertkritiken zu Hanels Tätigkeit als Chorleiter, Veranstalter, Ensembleleiter, Sänger und Komponist.[5][6][7][8][9][10][11]

Einzelnachweise

  1. Profil: Michael Hanel (Bariton). In: Kult-Werk. Abgerufen am 11. November 2025.
  2. Chorwochenende in Hersberg. In: Oratorienchor Ulm. 17. Oktober 2016, abgerufen am 18. November 2025.
  3. Soulful Voices – Gospel- und Jazzchor. Abgerufen am 11. November 2025.
  4. Michael Hanel – Kirchenmusik St. Nikolaus Immenstadt. Abgerufen am 11. November 2025.
  5. a b Vgl. u. a. die Berichte und Interviews: Noten im Internet ergattert, Schlicht und klangvoll, Mit Pauken und Trompeten, Klage und Trost, Jesus in Todesangst und Musikalische Bilder der Zartheit, alle in: Allgäuer Anzeigeblatt (Ausgaben 2013–2023).
  6. a b „Spannende 25 Jahre“ – Michael Hanel feiert als Leiter der „Soulful Voices“ ein Jubiläum. In: Allgäuer Anzeigeblatt. 26. Oktober 2023, abgerufen am 18. November 2025.
  7. a b Festival Musica Sacra International. In: miz. 14. Juni 2004, abgerufen am 11. November 2025.
  8. a b Requiem liefert Freude – LJJB. In: Jazzzeitung. Juli 2004, abgerufen am 11. November 2025.
  9. a b Jazz Bridge – Musikprojekt zwischen Tschechien und Deutschland. In: Radio Prag International. 2004, abgerufen am 12. November 2025.
  10. a b Österlicher Jubel klingt nach – Konzert von Collegium Musicum und Collegium Vocale. In: Schwäbische Zeitung. 29. April 2013, abgerufen am 16. November 2025.
  11. a b Legendär-makabre Chansons erklingen im Eukitea. In: Augsburger Allgemeine. 3. Mai 2022, abgerufen am 11. November 2025.
  12. Ein Hoch auf die „Goldenen Zwanziger“. In: Allgäuer Anzeigeblatt. 1. August 2023, abgerufen am 18. November 2025.
  13. Ars Choralis – Kirchenmusik St. Nikolaus Immenstadt. Abgerufen am 11. November 2025.
  14. Spezialisten für Anspruchsvolles. In: Allgäuer Zeitung. 21. Januar 2023, abgerufen am 11. November 2025.
  15. Stöbern nach vergessenen Schätzen. In: Allgäuer Anzeigeblatt. 22. März 2024, abgerufen am 11. November 2025.
  16. Freunde der Kirchenmusik St. Nikolaus Immenstadt e. V. In: Stadt Immenstadt. Abgerufen am 11. November 2025.
  17. Neue Messe von Michael Hanel prägt Fernwerk-Weihe. In: Allgäuer Zeitung. 29. Juli 2025, abgerufen am 11. November 2025.