Michał Stachowicz

Michał Stachowicz (* 14. August 1768, in Kraków; † 26. März 1825, in Kraków) war ein polnischer Maler und Grafiker im romantischen Stil.[1]

Biographie

Sein Vater war als Drucker, Buchbinder und Buchhändler tätig. Im Jahr 1782 wurde er in die Malergilde aufgenommen.[2] Dort studierte er unter dem tschechischen Hofmaler sowie bei Kazimierz Mołodziński (?–1795), einem Maler religiöser Sujets.[3] 1787 erlangte er in der Gilde den Meistertitel.[1]

Karriere und Werk

Seine bekanntesten Werke sind Darstellungen zeitgenössischer historischer Ereignisse, von denen er viele miterlebte. Dazu zählen etwa „Kościuszkos Eid auf dem Marktplatz“ und „Der Einzug des Fürsten Józef Poniatowski in Krakau“. Er malte zudem Genreszenen, Porträts und religiöse Gemälde, insbesondere den Kreuzweg in der Kirche des Heiligen Fürsten Kasimir und Bilder für zwei Seitenaltäre in der Kirche von Jangrot. Darüber hinaus arbeitete er als Lithograph und illustrierte die Monumenta regum Poloniae Cracoviensia (Gräber der polnischen Könige in Krakau).[4]

Im Jahr 1816 erhielt er von Bischof Jan Paweł Woronicz den Großauftrag zur Anfertigung von Wandmalereien im Bischofspalast, deren Fertigstellung zwei Jahre in Anspruch nahm.[5] Diese wurden 32 Jahre später durch einen Brand zerstört. 1820 erhielt er vom Architekten Sebastian Sierakowski den Auftrag, im Collegium Maius ein Wandgemälde zur Geschichte der Jagiellonen-Universität zu gestalten.[4][1]

Von 1817 bis zu seinem Tod war er als Lehrer am St. Barbara-Gymnasium tätig und gehörte viele Jahre lang der Krakauer Wissenschaftlichen Gesellschaft an.[2]

Tod

Er starb in seinem Haus und wurde auf dem Rakowicki Friedhof beigesetzt.[2]

Ausgewählte Gemälde

Weiterführende Literatur

  • Zbigniew Michalczyk: Michał Stachowicz (1768-1825): Krakowski malarz między barokiem a romantyzmem, Instytut. PAN, 2011, Warszawa OCLC 930810219
  • Danuta Radwan: Michał Stachowicz, malarz Insurekcji - malarz Krakowa.OCLC 1100295622
  • Rudolph Weigel: Archiv für die zeichnenden Künste, mit besonderer Beziehung auf Kupferstecher- und Holzschneidekunst und ihre Geschichte.OCLC 458905591
  • Jerzy Dobrzycki: Michał Stachowicz, w setną rocznicę smierci. OCLC 297578822
Commons: Michał Stachowicz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Stachowicz, Michał Franciszek. Maler und Zeichner. In: Österreichisches Biographisches Lexikon. Archiviert vom Original am 10. Mai 2025; abgerufen am 29. September 2025.
  2. a b c Michał Stachowicz. In: Artvee. Archiviert vom Original am 25. April 2025; abgerufen am 29. September 2025 (englisch).
  3. St. Nikolaus. 29. September 2025, archiviert vom Original am 6. November 2024; abgerufen am 29. September 2025 (polnisch).
  4. a b Michał Stachowicz, Fryderyk Krzysztof Dietrich: Monumenta Regum Poloniae Cracoviensia. Pertopoli, 1851, OCLC 1003006963 (polnisch).
  5. Alfred Gall: Romantik und Geschichte. Polnisches Paradigma, europäischer Kontext, deutsch-polnische Perspektive. Harrassowitz, 2007, ISBN 978-3-447-05654-0, S. 85 ff. (419 S.).