CSM Câmpia Turzii

CSM Câmpia Turzii
Voller Name Clubul Sportiv Municipal Câmpia Turzii
Ort Câmpia Turzii
Gegründet 1921
Aufgelöst 2021
Vereinsfarben gelb-blau
Stadion Stadionul Seso
Höchste Liga
Heim
Auswärts
Vorlage:Infobox Historischer Fußballverein/Wartung/UnvollständigHeim

Der Clubul Sportiv Municipal Câmpia Turzii war ein rumänischer Fußballverein aus Câmpia Turzii. Er spielte insgesamt zwei Jahre in der höchsten rumänischen Fußballliga, der Divizia A, und stand im Pokalfinale 1956. Von 2009 bis 2013 trat er in der dritthöchsten Spielklasse, der Liga III, an.

Geschichte

Seso Câmpia Turzii wurde im Jahr 1921 unter dem Namen Industria Sârmei Câmpia Turzii, dem Sportverein der örtlichen Drahtfabrik. Im Jahr 1936 machte der Verein erstmals überregional auf sich aufmerksam, als ihm die Qualifikation zur neu gegründeten Divizia C gelang. Schon zwei Jahre später stieg er in die zweithöchste rumänische Spielklasse, die Divizia B, auf, der er auch bei der kriegsbedingten Unterbrechung des Spielbetriebs angehörte.

Nach Kriegsende wurde Industria Sârmei wieder in die Divizia B eingegliedert. Nach der Umbenennung in Metalul Câmpia Turzii im Jahr 1950 erlebte der Verein in den 1950er-Jahren seine erfolgreichste Zeit. Im Jahr 1951 gelang ihm erstmals der Sprung in die höchste Liga, die Divizia A, aus der er aber umgehend wieder abstieg. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg verabschiedete sich Metalul am Ende der Saison 1954 bis zum heutigen Tag aus dem Oberhaus.

Den bis dato größten Erfolg der Vereinsgeschichte schaffte der Klub nach der Umbenennung in Energia Câmpia Turzii im Jahr 1956: Nach Siegen gegen die Erstligisten Progresul Bukarest, Locomotiva Timișoara und Locomotiva Bukarest erreichte er das rumänische Pokalfinale, wo er Progresul Oradea mit 0:2 unterlag. Kurze Zeit später wurde der Vereinsname wieder in Industria Sârmei Câmpia Turzii geändert.

Nach mehreren vergeblichen Versuchen, in die Divizia A zurückzukehren, stieg Industria Sârmei im Jahr 1969 aus der Divizia B ab. Es folgten wechselhafte 15 Jahre, die denen der Verein mehrmals zwischen Divizia B und Divizia C pendelte – bis 1985 stehen drei Aufstiege und drei Abstiege zu Buche. Nach dem letzten Abstieg folgte gar der Absturz bis in die Viertklassigkeit, als der Verein der Reform des Spielbetriebs im Jahr 1992 zum Opfer fiel, als fast alle Klubs der Divizia C absteigen mussten.

Nach der Rückkehr in den überregionalen Spielbetrieb im Jahr 1995 hatte Industria Sârmei von Anfang an nichts mit dem Abstieg zu tun und belegte durchweg einen der vorderen Plätze, ehe er im Jahr 2001 die Rückkehr in die Divizia B schaffte. Dort konnte der Klub sich acht Jahre lang im Mittelfeld halten. Im Sommer 2007 wurde Alpár Mészáros als Nachfolger des bisherigen Trainers Ioan Tătăran geholt, doch wurde er bereits am 29. Oktober 2007 nach 12 Meisterschaftsspielen, in denen die Mannschaft nur 12 Punkte erringen konnte, wieder entlassen.[1] Im Januar 2008 wurde Dorel Purdea, der in der Hinrunde noch den Drittligisten FC Ghimbav 2000 trainiert hatte, als neuer Chefcoach verpflichtet.[2] Er musste sein Amt jedoch am 22. September 2008 nach fünf Niederlagen in den ersten sechs Spielen der Liga II 2008/09 aufgeben. Der Verein trat ab dieser Saison unter dem Namen Mechel Câmpia Turzii an, nachdem die örtliche Drahtfabrik durch den russischen Konzern Mechel übernommen worden war.

Auch Purdeas am 23. September 2008 eingestellter Nachfolger Alexandru Andrași blieb in sechs Ligaspielen ähnlich erfolglos und löste Anfang November 2008 seinen Vertrag bei dem Tabellenletzten auf. Er wurde durch seinen bisherigen Co-Trainer Valentin Șandru ersetzt. Anfang 2009 überließ Seso Iara, ein von Gheorghe Irimieș finanzierter Nachbarverein aus der Liga III, Mechel den Trainer Ioan Tătăran sowie acht Spieler.[3] Die Tabellensituation verbesserte sich jedoch nicht und für die letzten Spiele löste der bisherige Sportdirektor und Pressesprecher Mihai Cuc Tătăran als Trainer ab. Am Ende der Saison 2008/09 stieg der hochverschuldete Mechel als abgeschlagener Tabellenletzter in die Liga III ab und fusionierte im Juli 2009 mit Seso Iara zu FC Seso Câmpia Turzii. Zum Trainer der neuen Mannschaft wurde Ioan Tătăran berufen.

Nachdem in der Saison 2009/10 der sofortige Wiederaufstieg knapp verfehlt wurde, trennte sich der Mäzen Gheorghe Irimieș Ende Juni von Tătăran[4] und holte im Juli 2010 mit dem bisherigen Co-Trainer von Universitatea Cluj, Marius Popescu, einen neuen Trainer und mit Sorin Vădana einen neuen Präsidenten ins Boot.[5] Doch auch in der Folgesaison verpasste FC Seso Câmpia Turzii als Tabellenzweiter den Aufstieg in die Liga II und Trainer Popescu verließ den Verein im Sommer 2011 in Richtung FC Botoșani. Er wurde durch seinen Co-Trainer, Valentin Șandru, ersetzt.

Im Sommer 2013 wurde der Verein aufgelöst.[6]

Im gleichen Sommer wurde er als Industria Sârmei 1921 Câmpia Turzii neu gegründet.[7]

Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten geriet der Verein im Winter 2017 erneut in eine Krise und löste sich im Sommer 2017 endgültig auf. Er wurde abermals neu gegründet, diesmal als CSM Câmpia Turzii.[8] Auch dieser Verein löste sich 2021 bereits wieder auf.

Namensänderungen

1921–1950 Industria Sârmei Câmpia Turzii
1950–1956 Metalul Câmpia Turzii
1956–1957 Energia Câmpia Turzii
1957–2008 Industria Sârmei Câmpia Turzii
2008–2009 Mechel Câmpia Turzii
2009–2013 Seso Câmpia Turzii
2013–2017 Industria Sârmei Câmpia Turzii
2017–2021 CSM Câmpia Turzii

Erfolge

  • Rumänischer Pokalfinalist: 1956
  • Aufstieg in die Divizia A: 1951, 1953
  • Aufstieg in die Divizia B: 1938, 1973, 1978, 1982, 2001

Bekannte Spieler

Ehemalige Trainer

  • Rumänien Adrian Văsîi (2003)
  • Rumänien George Ciorceri (2004, 2005)
  • Rumänien Francisc Dican (2006)
  • Rumänien Ioan Tătăran (2006 bis Sommer 2007, Anfang 2009 bis Frühjahr 2009, Juli 2009 bis Ende Juni 2010)
  • Rumänien Alpár Mészáros (Sommer 2007 bis 29. Oktober 2007)
  • Rumänien Dorel Purdea (Januar 2008 bis 22. September 2008)
  • Rumänien Alexandru Andrași (23. September 2008 bis Anfang November 2008)
  • Rumänien Valentin Șandru (Anfang November 2008 bis Anfang 2009, seit Sommer 2011)
  • Rumänien Mihai Cuc (Frühjahr 2009 bis Sommer 2009)
  • Rumänien Marius Popescu (Juli 2010 bis Sommer 2011)

Einzelnachweise

  1. Alpar Meszaros, demis de la Industria Sârmei (Memento vom 21. Januar 2016 im Internet Archive)
  2. 2008: antrenori noi pentru Arieşul şi ISCT (Memento vom 21. September 2013 im Internet Archive), abgerufen am 4. Februar 2012 (rumänisch)
  3. Mechel evită penalizarea şi fuzionează cu Iara (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), abgerufen am 26. November 2011 (rumänisch)
  4. ProSport vom 1. Juli 2010, abgerufen am 26. November 2011 (rumänisch)
  5. ProSport vom 20. Juli 2010, abgerufen am 26. Juli 2011 (rumänisch)
  6. Gelu Florea: Fotbal, Cupa României: FC Arieşul 1907 Turda (Seso) va juca la Viitorul Lechinţa (BN). In: turdanews.net. 25. Juli 2013, abgerufen am 6. November 2025 (rumänisch).
  7. Gelu Florea: Noua echipa de fotbal de la ISCT 1921, ce va activa din acest sezon in Liga a 4-a, a inceput pregatirile! In: turdanews.net. 15. Juli 2015, abgerufen am 6. November 2025 (rumänisch).
  8. Gelu Florea: Fotbal, Cupa Romaniei: CSM Campia Turzii debuteaza in meciurile oficiale cu un meci in Cupa Romaniei, pe teren propriu! In: turdanews.net. 7. August 2017, abgerufen am 6. November 2025 (rumänisch).