Merkersdorf (Gemeinde Hardegg)

Merkersdorf (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Merkersdorf
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hollabrunn (HL), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Hollabrunn
Pol. Gemeinde Hardegg
Koordinaten 48° 49′ 45″ N, 15° 52′ 25″ Of1
Höhe 406 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 114 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 9,66 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03807
Katastralgemeindenummer 18111

Burgruine Kaja östlich von Merkersdorf
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
f0
114

Merkersdorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Hardegg im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich mit 114 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Geografie

Das landwirtschaftlich geprägte Dorf befindet sich westlich der von hier leicht zu erreichenden Burg Kaja. Durch den Ort führt die Landesstraße L38 nach Hardegg. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 87 Adressen.[2]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 45 Häusern genannt, das nach Hardegg eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Prutzendorf zu Fronsburg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[3]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Merkersdorf ein Fleischer, ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, ein Schmied, eine Schneiderin, ein Schuster, ein Tischler, ein Viehhändler und einige Landwirte ansässig. Weiters gab es ein Elektrizitätswerk und eine Ziegelei.[4]

Sehenswürdigkeiten

  • Burgruine Kaja; ursprünglich ein Teil einer ersten Befestigungskette entlang der Thaya. Spätestens ab dem 18. Jahrhundert verfiel die Burganlage. Im Jahr 1969 wurde ein Verein gegründet, der sich der Erhaltung der Burg widmet.

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 413 (Ausgabe 1769; Merkasdorf in der Google-Buchsuche).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 9, Sektion Hardegg, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,3 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 125.
Commons: Merkersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 30 (Merkersdorf in der Google-Buchsuche).
  4. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 355