Meliorationskombinat

Meliorationskombinate in der DDR waren Kombinate, die Meliorationsarbeiten durchführten. Insbesondere umfasste dies die Urbarmachung von Mooren durch deren Trockenlegung, aber auch die Installation von Bewässerungssystemen.

Die DDR unterhielt pro Bezirk ein Meliorationskombinat, das dem jeweiligen Rat des Bezirks unterstand. Bereits vor Gründung der ersten Meliorationskombinate Ende der 1960er Jahre bestanden Meliorationsgenossenschaften, deren Aufgabenbereich insbesondere die Instandhaltung und den Betrieb von Meliorationsanlagen umfasste. Kleinere Anlagen geringerer Komplexität wurden auch durch die Genossenschaften errichtet. Die Planung und Umsetzung größerer Meliorationsarbeiten entfiel aber auf die Kombinate, die hierfür auch über einen größeren Maschinenpark verfügten.[1][2]

Zu umgesetzten Projekten zählten Meliorationsbauvorhaben zur Entwässerung und Bewässerung sowie der landwirtschaftliche Wegebau. Zu diesem Zwecke wurden unter anderem Drainagen gelegt, Schöpfwerke, Beregnungsanlagen und Wasserspeicher gebaut sowie Vorflutgräben und Deiche angelegt.[3]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Meliorationstechnik in der DDR. Abgerufen am 30. November 2025.
  2. Landwirtschaftliche Melioration. Abgerufen am 30. November 2025.
  3. Meliorationskataster. Abgerufen am 30. November 2025.