Meinolfuskapelle (Büren)
Die Meinolfuskapelle ist eine Kapelle in der ostwestfälischen Stadt Büren in Nordrhein-Westfalen. Sie befindet sich im Tal des Friedens an der Landstraße 818 zwischen Gut Böddeken und Altenböddeken.
An dieser Stelle befand sich eine Kapelle aus dem Jahre 1742, die jedoch später verfiel. Die heutige Kapelle wurde 1856 im Stile der Neugotik im Auftrag von Georg von Mallinckrodt nach Plänen des Architekten Vincenz Statz errichtet. Die Einweihung erfolgte am 23. August 1857 durch Bischof Konrad Martin. Die Ausmalung der Kapelle mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Meinolfus schuf 1863 der Paderborner Kirchenmaler Johann Franz Xaver Laudage (1821–1893). Der in Formen der Neugotik als einfache Saalkirche errichtete, mit einem Fensterportal ausgestattete Kapellenbau ist im Innern kreuzrippengewölbt. Seitlich ist in Fachwerk eine Eremitage angefügt.
Vor der Kapelle befindet sich die sogenannte Meinolfus-Linde. Neben der Kapelle liegt die Erbgrabstätte der Familie von Mallinckrodt. Weiter südlich im Tal befindet sich der Soldatenfriedhof Böddeken.
Literatur
- Hans-Walter Stork: Die Meinolfus-Kapelle in Böddeken. Ein Kapellenbau des Vincenz Statz mit Fresken des Johann Franz Xaver Laudage. In: Norbert Börste, Martin Fischer, Stephan Wahle: Der Paderborner Dom im 19. Jahrhundert. Kirchenbau, Geschichte und Liturgie im Zeitalter des Historismus. Bonifatius-Verlag, Paderborn 2025, ISBN 978-3-9879010-3-4, S. 258–267.
Weblinks
Koordinaten: 51° 35′ 11,7″ N, 8° 40′ 31″ O