Mein grünes Herz in dunklen Zeiten
| Film | |
| Titel | Mein grünes Herz in dunklen Zeiten |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2020 |
| Länge | 82 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Ingo Schmoll |
| Drehbuch | Ingo Schmoll |
| Produktion | Heaven Shall Burn Ingo Schmoll |
| Besetzung | |
Mein grünes Herz in dunklen Zeiten ist ein deutscher Dokumentarfilm von Ingo Schmoll aus dem Jahr 2020 über die deutsche Band Heaven Shall Burn.
Handlung
Der Film zeigt von der Band kommentiert die Arbeiten an dem im März 2020 erscheinenden Doppelalbum Of Truth and Sacrifice. Er besteht hauptsächlich aus Interviews und Behind-the-Scenes-Aufnahmen. Neben dem Aufnahmeprozess werden die Bandmitglieder auch in ihren bürgerlichen Berufen gezeigt. So ist Sänger Marcus Bischoff Intensivpfleger, während Maik Weichert Doktorand und ewiger Student ist, der nebenbei noch eine vegane Imbissbude betreut. Neben der Band, die auch über ihre Jugend Auskunft gibt, werden auch die Arbeitskollegen sowie Tue Madsen vom Antfarm Studio und diverse andere Mitwirkende am Album befragt. Es gibt ebenfalls Aufnahmen vom Besuch der Band in Belarus, wo Dirigent Wilhelm Keitel einige Orchesterpassagen des Albums umsetzt, sowie vom Videodreh. Mit den Aufnahmen zum Doppel-Video Protector/Weakness Leaving My Heart endet die Dokumentation.
Hintergrund
Ingo Schmoll begleitete die Band ein Jahr während der Aufnahmen zum im März erscheinenden Album Of Truth and Sacrifice.[2] Die Premiere erfolgte am 18. Februar 2020 im CineStar Leipzig, wo auch die Band anwesend war. Der Film wurde am 19. Februar 2020 bundesweit sowie in Österreich im Kino gezeigt.[3][4]
Der Film wurde zusammen mit dem Album Of Truth and Sacrifice als Bonus-DVD in einem Boxset veröffentlicht.[5][6]
Der Filmtitel spielt auf die gesellschaftskritische Haltung der Band an.[3]
Rezeption
Der Film wurde auf mehreren Websites aus den Bereichen Metal und Punk besprochen. Auf Time for Metal schrieb der Rezensent: „Mit Mein Grünes Herz In Dunklen Zeiten berichtet die Band in einer Art, die sehr nahbar wirkt. Alles wirkt echt, ehrlich und nicht wie eine riesige Kommerzveranstaltung. Ich nehme Heaven Shall Burn ab, dass man mit dem Film den Fans etwas zurückgeben wollte und dass der Fokus nicht nur auf Kommerz und Advertisement gelegt wurde. Sicher startet man mit Werbung für das kommende Album, doch da der Kinosaal nur knapp 50% gefüllt war, gehe ich davon aus, dass man aus Bandsicht hier draufgezahlt hat. Ich für meinen Teil finde es sehr schön zu sehen, dass es eine Band gibt, die so agiert wie wir – alles nur, weil man es kann, und will und nicht, weil man es muss!“[7] Auf Bierschinken.net fand ein Gruppenreview statt, bei dem sich die drei Rezensenten positiv über den Film äußerten, wobei eine bemängelte, dass die 90 Minuten für den Eintrittspreis etwas zu wenig gewesen seien. Eine andere fand das Ende etwas überraschend und zu wenig „würdevoll“.[8] Krachfink schrieb: „Dem Regisseur Ingo Schmoll ist es gelungen einzufangen, was diese Band besonders macht. Es ist nicht seine erste Dokumentation einer Band und man merkt, dass er verstanden hat, worauf es bei Musik ankommt und welche Wirkung eine Band und deren Tun auf die Gesellschaft haben kann.“[9]
Auf Vampster schrieb Florian Schaffer etwas zwiegespalten über den Film. So gäbe es einige starke Szenen und die Band sei sehr sympathisch, andere Szenen wären jedoch „relativ isoliert und teils schon willkürlich aneinandergereiht“. Er kommt dennoch zum positiven Fazit: „Nach nicht ganz anderthalb Stunden verbleiben wir mit dem erhebenden Gefühl, Heaven Shall Burn ein bisschen besser kennengelernt zu haben. Nicht nur, wie die Formation als künstlerische Einheit tickt, sondern vor allem, wie das private Umfeld und das Aufwachsen in Thüringen im Spannungsfeld politischer Ideologien die Protagonisten nachhaltig geprägt hat. Und vielleicht, dämmert es uns, ist der Titel unter diesem Gesichtspunkt ja doch nicht so reißerisch, wie wir eingangs noch behauptet hatten.“[10]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Mein grünes Herz in dunklen Zeiten. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).
- ↑ "Mein grünes Herz in dunklen Zeiten"-Doku kommt ins Kino - RockHard. Abgerufen am 7. Dezember 2025 (deutsch).
- ↑ a b Stefanie Bernhardt: Doku über „Heaven Shall Burn“ im Kino: „Mein grünes Herz in dunklen Zeiten“ – hinter die Kulissen einer politischen Band. In: StN.de (Stuttgarter Nachrichten). 17. Februar 2020, abgerufen am 19. Februar 2020.
- ↑ Mein grünes Herz in dunklen Zeiten – Termine. In: Centurymedia.com. Archiviert vom ; abgerufen am 19. Februar 2020.
- ↑ Heaven Shall Burn – Of Truth & Sacrifice bei Discogs, abgerufen am 7. Dezember 2025.
- ↑ Doku über „Heaven Shall Burn“ im Kino: „Mein grünes Herz in dunklen Zeiten“ – hinter die Kulissen einer politischen Band. In: Stuttgarter Nachrichten. Abgerufen am 7. Dezember 2025.
- ↑ Kai R.: Heaven Shall Burn – Mein Grünes Herz In Dunklen Zeiten (Dokumentation). 20. Februar 2020, abgerufen am 7. Dezember 2025.
- ↑ bierschinken.net Review: Heaven Shall Burn - Mein grünes Herz in dunklen Zeiten. Abgerufen am 7. Dezember 2025.
- ↑ Heaven Shall Burn - Mein grünes Herz in dunklen Zeiten - Review. In: krachfink. 20. Februar 2020, abgerufen am 7. Dezember 2025.
- ↑ Florian Schaffer: HEAVEN SHALL BURN: Mein grünes Herz in dunklen Zeiten (Film). In: vampster.com. 19. Februar 2020, abgerufen am 7. Dezember 2025.