Meginhard IV. von Hamaland

Meginhard IV. von Hamaland (* um 879; † 952 in Elten) war ein fränkischer Graf von Hamaland und Markgraf von Friesland.

Die Eltern waren der Graf von Hamaland Everhard Saxo und Richild (?). Meginhard war in erster Ehe verheiratet mit der Grafentochter Gerberga von Kleve († nach 908), in zweiter Ehe mit Ermentrude, Tochter von Balduin II. von Flandern, mit der er mindestens vier Kinder hatte.[1]

Meginhard war zunächst nach der Ermordung seines Vaters zu jung für die Nachfolge in Hamaland, die stattdessen der Onkel Meginhard III. von Hama antrat. Nach dessen Tod um 915 wurde der Sohn zunächst Markgraf von Friesland und ist seit 921 als Graf von Hamaland bezeugt. Er verwaltete darüber hinaus auch die Grafschaften Salland, Veluwe, Drenthe, Hunsingo und Fivelgo und wahrscheinlich auch das Naardingerland südöstlich von Amsterdam. Um 938/939 nahm er am Aufstand gegen König Otto I. teil, den Ottos Bruder Heinrich und Ottos Schwager Giselbert von Lothringen anführten. Der Aufstand wurde in den Schlachten bei Birten und Andernach niedergeschlagen. Die Rebellen wurden bestraft, üblicherweise durch Beschlagnahme des Besitzes, Absetzung und Einzug der Reichslehen. So geschah es auch mit Meginhard. 944 wurde die Familie wohl begnadigt. Er starb um 952 auf dem Elterberg.

Sein jüngerer Sohn Wichmann IV. folgte ihm als Graf in Hamaland nach und erhielt die Burg Elten. Der Sohn Everhard wurde Graf in Salland, Drenthe und Hunsingo/Fivelgo sowie Gooi und erhielt die Burg Zutphen.

Literatur

  • Ulrich Nonn: Pagus und Comitatus in Niederlothringen, Ludwig Röhrscheid Verlag, Bonn 1983, ISBN 978-3-7928-0457-5.

Einzelnachweise

  1. Ger de Vries: Meginhard IV van Hamaland (Graaf van Hamaland 936-952 en Markgraaf van Friesland 914-952, Westergau, Auelgau) (± 879-952). Familienstammbaum I.D.M. de Vries. In: Genealogie Online. Abgerufen am 13. Dezember 2025.