Maximilian von und zu Guttenberg

Maximilian Hermann Freiherr von und zu Guttenberg (* 14. Juli 1889 in Guttenberg (Oberfranken); ⚔ 20. September 1914 bei Saint-Baussant in Lothringen) war ein deutscher Gutsbesitzer, Jurist und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben

Maximilian Hermann von Guttenberg entstammte dem fränkischen Adelsgeschlecht Guttenberg, das 1700 von Leopold I. in den Reichsfreiherrenstand erhoben wurde. Er war ein Sohn des Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (1854–1904, Kammerherr und Reichsrat) und dessen Ehefrau Maria Gräfin von Rotenhan (1860–1945), absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften und promovierte 1913 an der Universität Leipzig mit der Dissertation Der Strafvollzug in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung von Preußen, Bayern, Württemberg, Sachsen und Baden: ein Beitrag zur Reform des Strafrechts zum Dr. jur. und Dr. rer. pol.[1][2] und war als Jurist Attaché der bayerischen Gesandtschaft in Athen tätig. Als Familienfideikommissherr verfügte er über umfangreichen Gutsbesitz in Ober- und Unterfranken. und war Leutnant im 1. Ulanen-Regiment „Kaiser Wilhelm II., König von Preußen“[3].

Vom 11. März 1912 bis zu seinem Tod hatte er als erblicher Reichsrat einen Sitz in der Kammer der Reichsräte, deren Mitglieder neben den Mitgliedern der Kammer der Abgeordneten den Bayerischen Landtag bildeten.

Familie

Er wuchs mit seinen Geschwistern Elisabeth (1891–1946, ∞ 1911 Klemens Graf Schenk von Stauffenberg (1885–1949)), Georg Enoch (1893–1940) und Karl Ludwig (1902–1945, Widerstandskämpfer im Dritten Reich) auf.

Nach Maximilians Tod ging das Familienfideikommiss auf seinen Bruder Georg Enoch über.

Siehe auch

Maximilian von und zu Guttenberg in der Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Bavariathek

Einzelnachweise

  1. Archiv des öffentlichen Rechts, Band 32, 1914, S. 321
  2. Eberhard Karls Universität Tübingen Digitalisat
  3. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, zugleich Adelsmatrikel der im Ehrenschutzbunde des Deutschen Adels vereinigten Verbande · Band 62. 1912 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).