Max von Moos

Max von Moos (* 6. Dezember 1903 in Luzern, Schweiz; † 28. Mai 1979 ebenda)[1] war ein surrealistischer Schweizer Maler und Grafiker.

Leben

Max von Moos war der Sohn des Malers Joseph von Moos (1859–1939), Leiter der Kunstgewerbeschule Luzern. Nach einer von Krankheit begleiteten Jugend besuchte Moos im Alter von 16 Jahren die Schule seines Vaters. Mit Ausnahme seiner einjährigen Studienzeit an der staatlichen Kunstgewerbeschule München lebte Moos ausschliesslich in Luzern. 1966 wurde er dort mit dem Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern ausgezeichnet.

Der Künstler unterrichtete an der Kunstgewerbeschule Luzern. Einer seiner Schüler war der Freiämter Grafiker René Villiger. In seiner Heimatstadt Luzern besteht die „Max-von-Moos-Stiftung“.[2]

Stil

Von Moos zeigt verängstigte, verzweifelte Menschen, die von Gewalt, Schmerz, Verfall und Zerstörung umgeben und bedrängt sind, in ausweglosen oder komisch absurden Situationen.[3] Er schildert seine Angst vor der Welt und das Versagen von Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit. Neben diesen Ausflügen ins Schreckliche führen seine Werke in Unterwasserwelten oder Grabkammern.

Von Moos’ Werke haben auch schon tiefenpsychologische Deutung erfahren, beispielsweise in „Max von Moos. Eine tiefenpsychologische Werkinterpretation mit einem kritischen Katalog der Gemälde“ des Kunstwissenschaftlers Hans-Jörg Heusser.

Ausstellungen und Sammlungen

Ausgewählte Einzelausstellungen von Max von Moos:

  • Max von Moos. Die Aufschlüsselung. Kunsthaus Zug, 24.1.–25.5.2026[4]
  • Max von Moos: Parade der Erinnerung. Werke aus dem Nachlass. Max Wandeler Stiftung, Luzern, 30.08.2025–29.11.2025[5]
  • Max von Moos. Der Zeichner. Aargauer Kunsthaus, 28.8.–13.11.2016[6]
  • Max von Moos. Atlas, Anatomie, Angst. Kunstmuseum Luzern, 15.12.2001–03.03.2002[7]

Werke von Max von Moos befinden sich unter anderem in folgenden Institutionen:

Literatur

  • Tapan Bhattacharya: Moos, Max von. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Hans-Jörg Heusser: Moos, Max von. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 18. Duncker & Humblot, Berlin 1997, ISBN 3-428-00199-0, S. 73–74 (deutsche-biographie.de).
  • Hans-Jörg Heusser: Max von Moos – eine Biografie. In: Peter Thali (Hrsg.): Max von Moos. Zürich 1975.
  • Hans-Jörg Heusser: Max von Moos (1903–1979). Eine tiefenpsychologische Werkinterpretation. Mit einem kritischen Katalog der Gemälde. Verlag Harlekin, Luzern 1982, ISBN 3-85725-103-4.
  • Roman Kurzmeyer (Hrsg.): Max von Moos (1903–1979). Atlas, Anatomie, Angst. Springer Verlag, Wien 2002, ISBN 3-211-83682-9.
  • Roman Kurzmeyer: Prinzip Zweifel. Zum 100. Geburtstag des Schweizer Malers Max von Moos. In: Neue Zürcher Zeitung. 6. Dezember 2003.
  • Otto Karl Werckmeister: Das surrealistische Kriegsbild bei Max von Moos. Edition Voldemeer, Zürich 2005, ISBN 3-211-25962-7.
  • Peter Fischer: Max von Moos. Der Zeichner. Periferia Edizioni, Luzern, 2016, ISBN 978-3-906016-64-1.

Einzelnachweise

  1. BIOGRAFIE – Max von Moos. Abgerufen am 26. November 2025.
  2. Max von Moos – Stiftung. Abgerufen am 26. November 2025.
  3. Max von Moos - Atlas, Anatomie, Angst | KUNSTMUSEUM LUZERN. Abgerufen am 26. November 2025 (deutsch).
  4. Kunsthaus Zug – Ausstellungen – Ausstellung – Max von Moos. Abgerufen am 26. November 2025.
  5. Max Wandeler Stiftung | Max von Moos. Abgerufen am 26. November 2025.
  6. Aargauer Kunsthaus | Max von Moos. Abgerufen am 26. November 2025 (deutsch).
  7. Max von Moos - Atlas, Anatomie, Angst | KUNSTMUSEUM LUZERN. Abgerufen am 26. November 2025 (deutsch).
  8. Kunsthaus Zug – Sammlung – Alle. Abgerufen am 28. November 2025.
  9. Aargauer Kunsthaus | Die Sünde (Schlangenzauber). Abgerufen am 28. November 2025 (deutsch).
  10. Musée national d’art moderne-Centre Pompidou: Musée national d’art moderne – Centre Pompidou. 1. September 2025, abgerufen am 28. November 2025 (französisch).
  11. Staatliche Museen zu Berlin: „Der Geschöpfe sind viele ...“ Abgerufen am 28. November 2025.
  12. Dürer neu auch digital. 21. Oktober 2022, abgerufen am 28. November 2025.
  13. DOKUMENTATION – Max von Moos. Abgerufen am 28. November 2025.