Maxe Baumann: Max auf Reisen

Folge 3 der Reihe Maxe Baumann
Titel Max auf Reisen
Produktionsland DDR
Originalsprache Deutsch
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe
Regie Peter Hill
Drehbuch Goetz Jaeger
Produktion DFF
Kamera Hans Joachim Hartwig
Wolfgang Jaskulski
Reno Lage
Lothar Noske
Günther Trept
Schnitt Erika Eichhorn
Premiere 1978 auf DFF
Besetzung

Max auf Reisen ist ein deutsches TV-Lustspiel von Peter Hill aus dem Jahr 1978. Es ist der dritte Schwank der Maxe-Baumann-Reihe mit Gerd E. Schäfer in der Titelrolle. Er wurde am 31. Dezember 1978 zum ersten Mal im Programm des Fernsehens der DDR ausgestrahlt. Die Nebenrollen sind unter anderem mit Margot Ebert, Helga Hahnemann und Rolf Herricht besetzt.

Handlung

Weihnachten steht vor der Tür und Maxe Baumann ist gerade dabei, in der Wohnung seines Sohnes den schon stark in Mitleidenschaft gezogenen Weihnachtsbaum zu reparieren, als Erna Mischke eintrifft. Sie will ihm die Planung und Ausrichtung für die anstehende Silvesterfeier im Betriebsferienheim „Schwarzer Hirsch“ im thüringischen Auenthal aufschwatzen, weil die eigentlich beauftragte Kollegin aus Baumanns ehemaligem Betrieb offenbar an Grippe erkrankt ist. Maxe Baumann sagt aber zunächst ab, denn er will Weihnachten einmal mit seiner Familie verbringen. Sein Enkel Jens teilt ihm kurz darauf mit, dass seine neue Freundin Constanze schwanger ist und Maxe Urgroßvater wird. Dabei gibt es aber einen Haken: Jens Baumann ist schwer betrübt, denn Constanze will das Kind nicht, das Paar ist im Streit. Maxe freut sich über das Urenkelkind und versucht, seinen Enkel wieder aufzumuntern. Inzwischen stellt sich heraus, dass der Weihnachtsbaum nicht mehr zu retten ist. Maxe schickt seinen Sohn Horst heimlich nach draußen, um einen neuen zu kaufen, denn dessen Frau Waltraut soll nicht mitbekommen, dass Horst sich vor der jährlichen Backorgie drücken möchte.

Als Horst reichlich betrunken und ohne Tannenbaum wieder eintrifft und auch noch die Spekulatius im Ofen verbrannt sind, ist Waltraut sehr verärgert und beschimpft ihre Schwiegereltern. Maxe und Hertha beschließen kurzerhand, die Silvesterplanung im Betriebsferienheim zu übernehmen und reisen ab.

Erna und Ferdinand Mischke sind zuerst im „Schwarzen Hirsch“ eingetroffen, um Vorbereitungen für die Silvesterfeier zu treffen, doch sie werden recht ungehalten vom Heimleiter Benno Grieshübel begrüßt. Er hat offenbar keine Ahnung von irgendwelchen Planungen oder Partys, seine Kollegen sind momentan noch im Betriebsurlaub und nur die Zimmer des Leiters sind beheizt. Nach Familie Mischke trifft Marlene Kleinschmidt im Ferienheim ein. Die Mutter von Constanze wurde von Maxe mittels Telegramm dorthin bestellt, bringt aber in ihrer Aufregung einiges durcheinander. Nun treffen auch Hertha und Maxe Baumann in dem abgelegenen Ferienheim ein, doch Erna und Ferdinand Mischke sind sehr überrascht von ihrer Ankunft. Während sich Erna offenbar über Maxes Unterstützung freut, stuft Ferdinand das Ferienheim und den Heimleiter als gefährlich ein. Das hat mehrere Gründe: Heimleiter Benno Grießhübel scheint Ferdinand nicht zu respektieren und in Familie Mischkes Zimmer hängt ein Schreckschussgewehr, was ihm am Empfangstresen versehentlich losging. Auch die Ankunft der Baumanns sieht Ferdinand als Affront und er reist frustriert ab.

Maxe versucht unterdessen mit Marlene über die Enkelangelegenheit zu reden, denn sie ist mit dafür verantwortlich, dass Constanze das Kind nicht will. Dabei versucht er, mit verschiedenen Märchen und Erzählungen als Beispiel, Marlene vom Enkelkind und der Zukunft von Constanze und Jens zu überzeugen.

Erna Mischke wurde nach Maxes Ankunft zur Dispatcherin der Party ernannt. Am nächsten Tag versucht sie vergeblich, verschiedene Berühmtheiten telefonisch für die Silvesterfeier zu engagieren. Später treffen auch Horst und Waltraut im Ferienheim ein. Die beiden und Erna versuchen nun, selbst einen Tanz wie vom Fernsehballett einzuüben, um wenigstens etwas für das Programm zu haben.

Constanze rennt nach einem Gespräch mit Waltraut weg, sie wollte ihr das Kind ebenfalls ausreden. Nachdem man Constanze draußen wohlbehalten wiederfindet, entscheiden sich alle für das Enkelkind, das Paar ist nun endlich glücklich.

Unterdessen versucht Erna ihren Mann zu Hause telefonisch zu erreichen, doch völlig unerwartet gehen zwei Frauen an den Apparat. Erna glaubt, dass sie betrogen wird. Am Ende stellt sich heraus, dass ihr Ferdinand kurzfristig zwei Damen vom Fernsehballett engagieren konnte, die nun die Tanzeinlage am Silvesterabend übernehmen sollen.

Am Ende feiern alle das Fernsehballett und freuen sich auf Silvester und das (Ur-)Enkelkind.

Kuriosität

„Der mit seiner Lampe, der sieht aus wie einer vom Fernsehen.“ Gemeint ist der durch die „Rumpelkammer“ zur Legende gewordene Willi Schwabe, für den die Rolle des Benno Grieshübel offensichtlich geschrieben wurde, auch was die effeminierte Attitüde betrifft. Warum letztlich Gerry Wolff die Rolle übernahm, ist eine offene Frage.