Max Sänger (Rabbiner)
Max Mardochai Sänger (geboren am 9. Juni 1821 in Laupheim; gestorben am 26. April 1882 in Hamburg) war Rabbiner in Hamburg.
Leben
Sänger besuchte schon mit elf Jahren das Eberhard-Ludwigs-Gymnasium Stuttgart und legte dort auch das Abitur ab. Danach studierte er in Tübingen biblische Exegese, „mosaische“ Theologie[1] und Philosophie.
Sänger bereitete sich daraufhin zwei Jahre bei seinem Onkel, Rabbiner Jonas Sänger, in Buttenwiesen auf die Rabbinatsprüfung vor, die er 1846 erfolgreich bestand. Während der folgenden acht Jahre verdingte er sich als Hofmeister bei dem Hof- und Kammer-Juwelier Josef Biedermann in Wien, bis er 1854 interimistisch mit dem Posten des Mergentheimer Bezirksrabbiners betraut wurde und in seine württembergische Heimat zurückkehrte. Das zweite Rabbinatsexamen legte Sänger 1857 in Tübingen ab.
1867 promovierte er mit einer Dissertation zu Maleachi extern an der Universität Jena. Sänger war seit 1855 mit Klara Meyer verheiratet und das Ehepaar hatte drei Söhne, die in Mergentheim geboren wurden.
Als Nachfolger für den verstorbenen Naftali Frankfurter wurde Max Sänger 1967 nach Hamburg an den Israelitischen Tempel berufen, wo er 15 Jahre lang als Prediger wirkte.[2] Sängers Tätigkeit dort fiel in eine Übergangszeit. Die anfängliche Reformzeit des Tempels war vorbei und man versuchte vorsichtig die Spaltung des Judentums wieder rückgängig zu machen. 1879 berief Sänger den Kantor Moritz Henle an den Tempel, der 30 Jahre nach der Einführung der neuen sephardischen Aussprache die aschkenasische wieder im Gottesdienst einführte.
Schriften (Auswahl)
- Maleachi – eine exegetische Studie. Jena 1867
Weblinks
- Biographischer Eintrag zu Max Sänger von Rolf Emmerich Website Das jüdische Hamburg
- zu Max Sänger von Rolf Emmerich Website ggg-laupheim.de
- Residenzschloss Mergentheim: Rabbiner Sänger an der Tafel des Königs
Anmerkungen
- ↑ zu Max Sänger von Rolf Emmerich Website ggg-laupheim.de
- ↑ Biographischer Eintrag zu Max Sänger von Rolf Emmerich