Maurice Raynaud (Politiker)

Maurice Raynaud (geboren am 5. November 1860 in Marthon; gestorben am 15. April 1927 in Paris) war ein französischer Politiker der Dritten Republik.

Leben

Als Sohn von Jérôme Raynaud, Friedensrichter, studierte er nach dem Gymnasium in Angoulême Rechtswissenschaften in Bordeaux und Paris, wo er seinen Abschluss machte.[1]

Er begann seine politische Karriere in Marthon als Stadtrat. Anschließend wurde er Bezirksrat von Montbron. 1906 kandidierte er bei den Parlamentswahlen in Ruffec im Norden der Charente und wurde im ersten Wahlgang zum Abgeordneten gewählt.[1]

Er war zunächst Mitglied der politisch eher in der Mitte angesiedelten Alliance démocratique. Als er in Regierungen von Aristide Briand (1910–1911), Gaston Doumergue (1913–1914) und René Viviani (1914) zum Minister für Landwirtschaft und Kolonien ernannt wurde, gehörte er der Parti républicain, radical et radical-socialiste an.[1]

In den 1900er Jahren kaufte er das Château-Neuf in Marthon und restaurierte es.[2] Von 1916 bis 1917 leitete er die Zeitung L'heure.[1][3]

Seine Niederlage bei den Parlamentswahlen 1924 bedeutete das Ende seiner politischen Karriere. Er wurde 1925 zum Offizier der Ehrenlegion ernannt.[4]

Commons: Maurice Raynaud (politician) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b c d Jean Jolly, Dictionnaire des parlementaires français de 1889 à 1940; siehe Weblink der Assemblée nationale
  2. Le chateau neuf de Marthon (Memento vom 29. Juni 2014 im Webarchiv archive.today)
  3. Beispielsartikel L’Heure vom 21. Dezember 1916. In: Retronews. Abgerufen am 1. Januar 2026 (französisch).
  4. Raynaud. In: Base Léonore. Abgerufen am 1. Januar 2026 (französisch).
VorgängerAmtNachfolger

Joseph Ruau
Étienne Clémentel
Landwirtschaftsminister
03.11. 1910 – 02.03. 1911
02.12. 1913 – 02.06. 1914

Jules Pams
Adrien Dariac

Maurice Maunoury
Kolonialminister
13.06. 1914 – 26.08. 1914

Gaston Doumergue