Matthias Hahn (Jurist)
Matthias Hahn (* 21. November 1868 in München; † 4. August 1932 in Lenggries) war ein deutscher Jurist und zuletzt Präsident des Oberlandesgerichts Nürnberg.
Leben
Hahn studierte Rechtswissenschaften und absolvierte im Anschluss den juristischen Vorbereitungsdienst. Nach bestandener Staatskonkursprüfung war er als geprüfter Rechtspraktikant sowie als Hilfsarbeiter bei der Staatsanwaltschaft München I tätig. 1897 wurde er dort zum III. Staatsanwalt ernannt.
Es folgten Tätigkeiten als Amtsrichter und als II. Staatsanwalt in München. 1914 stieg Hahn zum I. Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft München I auf. 1920 wurde er zum Präsidenten des Landgerichts Augsburg und 1925 zum Präsidenten des Landgerichts München I ernannt. Im Jahr 1919 wurde er zum Präsidenten des Oberlandesgerichts Nürnberg berufen. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tod im Jahr 1932 aus.
Hahn war Mitgründer und Vorsitzender der Juristischen Gesellschaft Nürnberg. Zudem gehörte er dem lokalen Festkomitee des Deutschen Katholikentages 1931 in Nürnberg an.
Literatur
- Joachim Lilla: Hahn, Matthias. In: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-) Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945, BLO