Mathias Glaser
Mathias Glaser (* 1655 in Wien; † 4. November 1694 ebendort) war ein österreichischer Glockengießer.
Leben
Mathias Glaser heiratete am 30. Jänner 1684 Rosina Selner, Tochter des Wiener Glockengießers Lorenz Selner. Am 14. Februar 1685 legte er den Bürgereid ab. Sein Gießhaus stand am Spittelberg, heute Burggasse Nr. 8. Seine Wohnung befand sich am Kienmarkt. Er verstarb mit 39 Jahren an einem Schlaganfall. Er hatte keine Leibeserben. Seine Witwe verkaufte die Gießerei im Jahr 1701 an Franz Zehenter.
Werk
Glaser goss Glocken in der Barockform in guter Ausführung. Die Reliefs stammen teils noch von Lorenz Selner. Klanglich sind die Septimglocken nur mittelmäßig.
Es sind sechs Glocken erhalten.
- 1685 Niedersulz
- 1686 Wurmbrand
- 1689 Saubersdorf, Schlosskapelle
- 1690 St. Andrä vor dem Hagenthale, die sogenannte Irrglocke, DM 115 cm.
- 1693 Gramatneusiedl, stark verzogen.
- Süßenbrunn bei Wien
Literatur
- Wiener Gießer des Barock (ca. 1650–1800). Mathias Glaser (1685–1694). In: Jörg Wernisch: Glockenkunde von Österreich. Journal Verlag, Lienz in Osttirol 2006, ISBN 3-902128-10-0, S. 227.