Mashū-Klasse

Mashū-Klasse
Die Mashū im Oktober 2021
Schiffsdaten
Land Japan Japan
Schiffsart Flottenversorger
Bauzeitraum 2002 bis 2005
Stapellauf des Typschiffes 5. Februar 2003
Gebaute Einheiten 2
Dienstzeit seit 2006
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 221,0 m (Lüa)
205,0 m (KWL)
Breite 27,0 m
Tiefgang (max.) 8,0 m
Verdrängung Standard: 13.500 t
Einsatz: 25.000 t
 
Besatzung 145 Personen
Maschinenanlage
Maschine 2 × Rolls-Royce Spey SM1C-Gasturbinen
Maschinen­leistung 40.000 PS (29.420 kW)
Höchst­geschwindigkeit 24 kn (44 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
Sensoren
  • OPS-28E-Radar
  • OPS-20-Navigationsradar

Die Mashū-Klasse (japanisch ましゅう型) ist eine Klasse von zwei Flottenversorgern der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte (JMSDF), die seit 2006 in Dienst steht.

Geschichte

Die Mashū-Klasse ist eine Weiterentwicklung der vorgehenden, noch aus den 1980er Jahren stammenden, Versorgungsschiffe der Towada-Klasse. Aufgabe der Schiffe ist die Versorgung der Kampfgruppen der japanischen maritimen Selbstverteidigungskräfte, um deren operative Stehzeit im jeweiligen Einsatzgebiet zu verlängern.[1]

Die beiden Schiffe der Klasse wurden im Jahr 2000 bzw. 2001 bestellt, zwischen 2003 und 2005 bei zwei privaten Werften gebaut und sollen ab 2036 durch neue Einheiten ersetzt werden.[1][2]

Einheiten

Kennung Name Kiellegung Stapellauf Fertigstellung Indienststellung Heimathafen
AOE-425 Mashū (ましゅう) 21. Januar 2002 6. Februar 2003 15. März 2004 3. April 2006 Maizuru
AOE-426 Ōmi (おうみ) 7. Februar 2003 19. Februar 2004 3. März 2005 3. April 2006 Yokosuka

Technische Beschreibung

Rumpf und Antrieb

Der Rumpf eines Schiffes der Mashū-Klasse ist über alles 221 Meter lang, 27 Meter breit und hat bei einer maximalen Verdrängung von 25.000 Tonnen einen Tiefgang von 8 Metern. Beide Einheiten verfügen über einen Hangar und ein Landedeck zum Einsatz eines Bordhubschraubers. Der Antrieb erfolgt durch zwei Rolls-Royce Spey SM1C-Gasturbinen, mit einer Gesamtleistung von 40.000 PS (29.420 kW). Diese geben die Leistung an zwei Wellen mit je einer fünfblättrigen Schraube weiter. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 24 Knoten (44 km/h) und die maximale Fahrstrecke 9.500 Seemeilen (17.594 km) bei 20 Knoten.[1]

Bewaffnung und Elektronik

Zur Selbstverteidigung der Schiffe dienen mehrere körpergesteuerte 12,7-mm-Maschinengewehre (Browning M2HB) und eine Reihe von Handfeuerwaffen. Des Weiteren noch zwei Mk 36 SRBOC-Systeme mit je zwei sechsrohrigen Mk 137-Täuschkörperwerfern zum Abfeuern von Düppel- und Infrarotraketen. Es besteht die Möglichkeit, an zwei vorbereiteten Positionen Nahbereichsverteidigungssysteme des Typs Phalanx einzurüsten.

Die elektronische Ausrüstung der Schiffe der Klasse besteht aus einem Seeraumüberwachungsradar OPS-28E und einem Navigationsradar OPS-20. Des Weiteren noch ein System des Typs NOLR-8B für die elektronischen Unterstützungsmaßnahmen (Elektronischer Kampf).[1]

Transportkapazität

Die Transportkapazität beläuft sich auf circa 10.000 Tonnen Betriebsstoffe, Verbrauchsgüter, Proviant und Munition. Der Umschlag erfolgt an vier RAS-Stationen oder mittels der mitgeführten Hubschrauber.

Zur sanitätsdienstlichen Versorgung des Schiffes oder zu unterstützenden Einheiten gibt es im Aufbau ein Lazarett mit einer Bettenkapazität von 46 Personen.[1]

Besatzung

Die Besatzung hat eine Stärke von 145 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften.[1]

Siehe auch

Commons: Mashū-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Mashū class. In: WeaponSystems.net. Abgerufen am 5. November 2025 (englisch).
  2. Kosuke Takahashi: Japan’s MHI wins contract to build new replenishment ship and two Upgraded FFM. In: navalnews.com. 16. Mai 2015, abgerufen am 5. November 2025 (englisch).