Maschinenverordnung

Basisdaten
Titel: Neunte Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz
Kurztitel: Maschinenverordnung – 9. ProdSV
Früherer Titel: Neunte Verordnung zum Gerätesicherheitsgesetz (ab 1993),
Neunte Verordnung zum Geräte- und Produktsicher­heitsgesetz (ab 2004 bis 2011)
Abkürzung: 9. ProdSV
Art: Bundesrechtsverordnung
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Rechtsmaterie: Arbeitsschutzrecht,
Gefahrenabwehrrecht
Fundstellennachweis: 8053-4-12
Erlassen am: 12. Mai 1993
(BGBl. I S. 704)
Inkrafttreten am: 20. Mai 1993
Letzte Änderung durch: Art. 2 G vom 2. Dezember 2025
(BGBl. 2025 I Nr. 302)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
6. Dezember 2025
(Art. 5 G vom 2. Dezember 2025)
Außerkrafttreten: 19. Januar 2027 (Art. 2 G vom 2. Dezember 2025)
GESTA: G049
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Die Maschinenverordnung (ursprüngliche Bezeichnung ab 1993: Neunte Verordnung zum Gerätesicherheitsgesetz – [Maschinenverordnung – 9. GSGV], von 2004 bis 2011: Neunte Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz – [Maschinenverordnung – 9. GPSGV], seit 2011: Neunte Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz – [Maschinenverordnung – 9. ProdSV]) setzte in Deutschland ursprünglich die Richtlinie 89/392/EWG vom 14. Juni 1989[1], später die Richtlinie 98/37/EG vom 22. Juni 1998[2] und zuletzt die derzeit geltende Richtlinie 2006/42/EG (Maschinenrichtlinie)[3] in nationales Recht um.

Die Verordnung regelt das Inverkehrbringen von neuen Maschinen. Voraussetzung für das Inverkehrbringen ist, dass der Hersteller die Maschine mit der CE-Kennzeichnung versieht und eine Konformitätserklärung ausstellt. Die Verordnung stützte sich ursprünglich auf § 4 des Gerätesicherheitsgesetzes (GSG), bei späteren Änderungen auf § 3 Abs. 1 des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (GPSG) (heutiger Name: Produktsicherheitsgesetz).

Im Jahre 2023 hat die Europäische Union die Verordnung (EU) 2023/1230 erlassen, die eine Neuregelung der Materie vorsieht. Im Unterschied zur früheren Richtlinie wird die Verordnung unmittelbar in der gesamten Europäischen Union gelten. In ihren wesentlichen Teilen wird sie am 20. Januar 2027 in Kraft treten.

Die Richtlinie 2006/42/EG wird zu diesem Zeitpunkt aufgehoben.[4] Durch Art. 1 des am 2. Dezember 2025 verkündeten Gesetzes zur Neuregelung maschinenrechtlicher Vorschriften und zur Änderung des Paketboten-Schutz-Gesetzes[5] wird nunmehr mit Wirkung ab 20. Januar 2027 das Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU) 2023/1230 (Maschinenverordnung-Durchführungsgesetz – kurz: MaschinenDG)[6] gelten, welches die dann unmittelbar geltenden Regelungen der Verordnung (EU) 2023/1230 in Deutschland ergänzt. Die Maschinenverordnung wird gemäß Art. 2 des Gesetzes vom 2. Dezember 2025 am 19. Januar 2027 außer Kraft treten. Nach der Übergangsvorschrift des § 11 des ab 20. Januar 2027 geltenden Maschinenverordnung-Durchführungsgesetzes sollen aber „Maschinen, die die Anforderungen der Maschinenverordnung vom 12. Mai 1993 (BGBl. I S. 704), die zuletzt durch Artikel 23 des Gesetzes vom 27. Juli 2021 (BGBl. I S. 3146) geändert worden ist, erfüllen und vor dem 20. Januar 2027 in Verkehr gebracht werden, ...“ (weiterhin) „...auf dem Markt bereitgestellt werden“.[7]

Einzelnachweise

  1. Richtlinie 89/392/EWG, (ABl. EG Nr. L 183 S. 9).
  2. Richtlinie 98/37/EG, (ABl. Nr. L 207 S. 1).
  3. Richtlinie 2006/42/EG, (ABl. Nr. L 157 S. 24).
  4. Art. 51 Abs. 2 der Verordnung (EU) 2023/1230.
  5. Gesetz zur Neuregelung maschinenrechtlicher Vorschriften und zur Änderung des Paketboten-Schutz-Gesetzes (BGBl. 2025 I Nr. 302 vom 5. Dezember 2025) (PDF)
  6. Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU) 2023/1230 (Maschinenverordnung-Durchführungsgesetz – kurz: MaschinenDG)
  7. § 11 MaschinenDG -Übergangsvorschrift-