Martiros Ghrimezi
Martiros Ghrimezi (armenisch Մարտիրոս Ղրիմեցի; Martiros von der Krim), auch Martiros Kafatsi (Martiros aus Kaffa/Theodosia), (* 6. Juli 1620 in Theodosia, Osmanisches Reich; † 25. August 1683 in Ägypten[1]) war ein armenischer Bischof, Dichter und Historiker, der 1659–1660 als Armenischer Patriarch von Konstantinopel, 1661–1664 als Bischof der Armenier auf der Krim[2] und 1677–1680 sowie 1681–1683[3] als Armenischer Patriarch von Jerusalem amtierte.
Leben
Neben seinen Leitungsämtern in der Armenischen Apostolischen Kirche machte sich Martiros auch einen Namen als Autor von Gedichten, die heute zum armenischen Kulturerbe gezählt werden, und einer vor allem auf mündlichen Überlieferungen beruhenden Geschichte der Armenier auf der Krim.[4]
Von seinen rund sechzehn veröffentlichten Gedichten befassen sich sieben mit verheirateten Priestern. Die meisten dieser Texte haben satirischen Charakter und scheuen nicht vor Vulgarität zurück, insbesondere wenn es um Priester geht, die gegen die Grundsätze ihres Berufes verstoßen. Seine historischen Werke – jenes über die Geschichte der Armenier auf der Krim und eine Chronologie der armenischen Könige – sind in Versform verfasst.[5]
Einzelnachweise
- ↑ ՄԱՐՏԻՐՈՍ ՂՐԻՄԵՑԻ
- ↑ Kevork B. Bardakjian: A Reference Guide to Modern Armenian Literature, 1500–1920, Detroit 2000 (Wayne State University Press), S. 57.
- ↑ Armenian Patriarchate of Jerusalem: Armenian Patriarchs of Jerusalem, Stand 1990, Nrn. 68 und 70.
- ↑ Bardakjian, Armenian Literature 1500–1920, S. 57–58.
- ↑ Bardakjian, Armenian Literature 1500–1920, S. 57.