Martina Werner (Satirikerin)

Martina Werner (* 3. Juni 1969 als Martina Gustke in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Satirikerin und Politikerin (Die PARTEI).[1]

Leben

Werner erwarb im Jahre 1988 die allgemeine Hochschulreife am Goethe-Gymnasium in Frankfurt am Main. Es folgte eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei Linotype.

Nach Abschluss eines Studiums im Fach Kommunikationsdesign in Wiesbaden war sie ab 1997 lange Zeit das einzige weibliche Redaktionsmitglied der Satirezeitschrift Titanic. Der von ihr gestaltete Titel des Heftes Oktober 2006 (Kohls Mädchen packt aus) wurde 2007 mit dem Lead Award in Bronze für das „Cover des Jahres“ ausgezeichnet. Der Preis wurde später im Internet versteigert.[2]

Martina Werner gehört zu den Gründungsmitgliedern der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI) im August 2004.[3] Im siebenköpfigen Bundesvorstand bekleidete sie das Amt der familienpolitischen Sprecherin. 2013 trat sie erstmals auch als Kandidatin an, sowohl für den Hessischen Landtag (Nr. 9 der Landesliste) als auch für den Deutschen Bundestag (Nr. 7 der Landesliste für Hessen). Bei der Europawahl 2014 nahm sie hinter Martin Sonneborn den zweiten Platz auf der Wahlliste der PARTEI ein. Sonneborn fiel das einzige Mandat seiner Partei für das Europäische Parlament zu; im Falle seines angekündigten Mandatsverzichts nach vier Wochen wäre Werner die erste von 60 Nachrückern gewesen.[4][5] Im Juni 2019 trat sie aus Protest gegen aufgeschobene und verschleppte Beschlüsse in der Sexismusfrage ebenso wie Leo Fischer aus dem Bundesvorstand zurück.[6]

Martina Werner lebt mit ihrer Familie in Frankfurt am Main.

Werke

  • mit Tim Wolff, Leonard Riegel, Hardy Burmeier (Herausgeber): Titanic – Das endgültige Titel-Buch: 40 Jahre nur verarscht! Kunstmann, München 2019, ISBN 978-3-95614-330-4.

Podcast

  • Seit 2020: Titanic – Das endgültige Hörmagazin (von Moritz Hürtgen und Torsten Gaitzsch)

Auszeichnungen

  • 2007: LeadAward in Bronze für „Kohls Mädchen packt aus“ in der Kategorie „Cover des Jahres“[7]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Martin Wittmann: Humor: Immer niedlich, immer harmlos. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. März 2008, abgerufen am 22. Oktober 2025.
  2. Titanic versteigert den Titel „für notleidende Magazine“. In: Süddeutsche Zeitung. 5. März 2007.
  3. Die PARTEI stellt sich vor. Die PARTEI, 16. August 2004, abgerufen am 7. März 2020.
  4. Europawahl 2014: Ex-Titanic-Chef Sonneborn ins EU-Parlament gewählt. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 22. Oktober 2025]).
  5. Der Bundeswahlleiter: Die Wahlbewerber für die Wahl zum Europäischen Parlament aus der Bundesrepublik Deutschland (Memento vom 13. Mai 2014 im Internet Archive). April 2014. Abgerufen am 26. Mai 2014.
  6. Linus Volkmann, Yannah Alfering, Thomas Vorreyer: Die PARTEI: Mehrere Genossen sollen Mitglieder sexuell belästigt haben. In: Vice. 3. März 2020, abgerufen am 7. März 2020.
  7. Titanic versteigert den Titel "für notleidende Magazine". In: Süddeutsche Zeitung. 10. Mai 2010, abgerufen am 22. Oktober 2025.