Marshall-Smith-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
Q87.3 Angeborene Fehlbildungssyndrome mit vermehrtem Gewebewachstum im frühen Kindesalter
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Marshall-Smith-Syndrom ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den Hauptmerkmalen einer beschleunigten Knochenalterung kombiniert mit auffälligem Gesicht und Gedeihstörungen.[1]

Synonyme sind: MRSHSS; Marshall-Syndrom; englisch Accelerated skeletal maturation, Marshall-Smith type; Marshall–Smith–Weaver syndrome

Weitere, wohl unrichtige Gleichsetzungen sind Greig-Zephalopolysyndaktylie[2] und Greig-Syndrom I.[3] vergleiche Greig-Syndrom mit anderer genetischer Grundlage.

Die Bezeichnung bezieht sich auf den Erstautor der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1971 durch die US-amerikanischen Pädiater Richard E. Marshall (* 1933) und David Weyhe Smith.[4][5]

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, bislang wurden etwa 30 Patienten beschrieben. Die Vererbung erfolgt autosomal-dominant.[1]

Ursache

Der Erkrankung liegen Neumutationen im NFIX-Gen auf Chromosom 19 Genort 13.13 zugrunde, welches für ein Protein der CCAAT/Enhancer-Binding-Proteine-Familie kodiert.[6]

Mutationen in diesem Gen finden sich auch beim Malan-Syndrom.

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:[1]

Viele Betroffene versterben bereits im Kleinkindesalter wegen Ateminsuffizienz.

Diagnose

Die Diagnose ergibt sich aus der klinischen Untersuchung und Veränderungen im Röntgenbild (akzeleriertes Knochenalter, kurze, konisch geformte Finger- und Zehenknochen).[1]

Differentialdiagnose

Differentialdiagnostisch abzugrenzen sind Weaver-Syndrom, Malan-Syndrom und Sotos-Syndrom mit vergleichbaren Skelettbefunden.[1][7]

Therapie und Verlauf

Die Behandlung kann nur symptomatisch erfolgen mit Bekämpfung von Mangelernährung und Atemwegsinfektionen, welche die Prognose bestimmen.[1]

Literatur

Commons: Marshall-Smith-Syndrom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Eintrag zu Marshall-Smith-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  2. Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
  3. Ole Daniel Enersen: Greig’s Syndrome I. (Memento vom 25. März 2025 im Internet Archive) whonamedit.com
  4. Richard E. Marshall, C. Benjamin Graham, C. Ronald Scott, David W. Smith: Syndrome of accelerated skeletal maturation and relative failure to thrive: A newly recognized clinical growth disorder. In: The Journal of Pediatrics. Band 78, Nr. 1, 1971, S. 95–101, doi:10.1016/s0022-3476(71)80269-x, PMID 4321601.
  5. Ole Daniel Enersen: Marshall-Smith-syndrome (Memento vom 21. Februar 2025 im Internet Archive) bei whonamedit.com
  6. Marshall-Smith syndrome. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
  7. V. Malan, D. Rajan, S. Thomas, A. C. Shaw, H. Louis Dit Picard, V. Layet, M. Till, A. van Haeringen, G. Mortier, S. Nampoothiri, S. Puseljić, L. Legeai-Mallet, N. P. Carter, M. Vekemans, A. Munnich, R. C. Hennekam, L. Colleaux, V. Cormier-Daire: Distinct effects of allelic NFIX mutations on nonsense-mediated mRNA decay engender either a Sotos-like or a Marshall-Smith syndrome. In: American Journal of Human Genetics, August 2010, Band 87, Nr. 2, S. 189–198; doi:10.1016/j.ajhg.2010.07.001, PMID 20673863, PMC 2917711 (freier Volltext).