Marsha Prescod

Marsha Prescod (geb. 1953) ist eine trinidadische Schriftstellerin, die seit den 1980er-Jahren mit gesellschafts- und kulturkritischen Texten hervortritt.[1][2] Sie wurde insbesondere als Performance-Poetin im Vereinigten Königreich bekannt.[2] Sie veröffentlicht Lyrik und Kurzprosa.[3] Neben literarischen Veröffentlichungen veröffentlichte sie juristisch über Strategien lokaler Behörden gegen rassistische Belästigung.[4]

Leben

Prescod wurde 1953 geboren.[1] Sie kam als Kind aus Trinidad in das Vereinigte Königreich.[3] Zwischen 1982 und 1997 trat sie 39-mal bei Apples-&-Snakes-Veranstaltungen auf.[2] Sie ließ sich zur Rechtsanwältin ausbilden und war später als Senior Lecturer in Law tätig, etwa am Middlesex College of Law.[5] Sie lehrte Recht an der London South Bank University.[3]

Wirken

Ihr erster Gedichtband Land of Rope and Tory erschien 1985 bei Akira Press.[1] Prescod trat in den 1980er-Jahren als Performance-Poetin in London auf.[6] Ihre Aufnahmen und Beiträge sind in Sammlungen und Ausstellungen zur Black-British-Literatur präsent, so in der British-Library-Ausstellung Windrush: Songs in a Strange Land (2018), die Stimmen karibisch-britischer Autorinnen sichtbar machte.[7] Ein Gedicht Prescods (May the Force be with You) erschien 1985 in der Zeitschrift Wasafiri.[8] Der Text wurde in der Anthologie Writing Black Britain, 1948–98 erneut abgedruckt.[9] Weitere Veröffentlichungen umfassen Prescods Beitrag Big Time in der Apples-&-Snakes-Anthologie The Popular Front of Contemporary Poetry (1992).[10] Mit The Afro-Saxon Chronicles legte Prescod im Jahr 2020 eine Sammlung kurzer Science-Fiction-Erzählungen vor, die Gegenwart und Zukunft aus afro-karibischem Blickwinkel spiegeln.[11][2] In ihrem rechtswissenschaftlichen Beitrag Dealing with Racial Harassment: the Development of Legal Strategies Amongst Local Authorities (2003) analysiert Prescod den gesetzlichen Rahmen und verwaltungspraktische Interventionsmöglichkeiten lokaler Behörden in England und Wales.[4] Inhaltlich verbinden ihre Arbeiten – auch in späteren Prosatexten – Humor und gesellschaftliche Analyse, oftmals aus karibisch-diasporischem Blickwinkel.[3]

Einzelnachweise

  1. a b c Land of rope and tory / Marsha Prescod. In: National Library of Australia Catalogue. 1985, abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
  2. a b c d Intersecting Practices and Traditions in Poetry Performance: Interviews with Suhaiymah Manzoor-Khan, Anthony Joseph and Marsha Prescod. In: Open Library of Humanities. 28. Mai 2025, abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
  3. a b c d Marsha Prescod. In: Candlestick Press. Abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
  4. a b Dealing with Racial Harassment: the Development of Legal Strategies Amongst Local Authorities. In: SpringerLink (Palgrave Macmillan). 2003, abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
  5. Marsha Prescod (Artist). In: Spoken Word Archive. Abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
  6. Grace Nichols, Alison Fell, Marsha Prescod – Virago Books and Apples & Snakes present. In: Spoken Word Archive. 12. März 1985, abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
  7. Introducing the Women of Windrush. In: British Library Blog. 22. Juni 2018, abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
  8. Wasafiri 3 (Autumn 1985) – Contents. In: Wasafiri. 1985, abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
  9. Writing black Britain, 1948–98 : an interdisciplinary anthology (Contents). In: Royal Holloway, University of London – Library. Abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
  10. The Popular Front of Contemporary Poetry (1992). In: Open Library. 1992, abgerufen am 24. September 2025 (englisch).
  11. The Afro-Saxon Chronicles. In: Apple Books. 19. Oktober 2020, abgerufen am 24. September 2025 (englisch).