Marlene le Roux

Marlene le Roux (geb. 1967 in Wellington, Westkap) ist eine südafrikanische Bürgerrechtlerin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und für Frauen.[1] Sie ist CEO des Artscape Theatre Centre in Kapstadt.[1] Sie ist Mitgründerin des Women’s Achievement Network for Disability (WAND).[2] Für ihren Einsatz erhielt sie 2012 den Deutschen Afrika-Preis.[3] 2018 wurde sie mit dem britischen Commonwealth Point of Light ausgezeichnet.[4] Ehrendoktorwürden verliehen ihr 2017 die Cape Peninsula University of Technology und 2021 die Universität Stellenbosch.[5][6]

Leben

Le Roux wurde 1967 in Wellington (Westkap) geboren und ist dort aufgewachsen.[1] Im Alter von drei Monaten erkrankte sie an Poliomyelitis, was zu einer bleibenden Beeinträchtigung ihres Beins geführt hat.[1] Nach dem Schulabschluss studierte sie an der University of the Western Cape Musik (B.Mus.) und erwarb 1989 ein Higher Diploma in Education sowie 1991 den B.Ed.[1] Später erhielt sie an der Universität Stellenbosch ein Management-Diplom.[1] Ihre berufliche Laufbahn begann als Musiklehrerin, bevor sie 2001 als Director of Audience Development and Education zum Artscape Theatre wechselte.[6] In der Folge wurde sie CEO des Hauses und war die erste Frau an der Spitze der Institution.[6]

Wirken

Gemeinsam mit Karen Smit gründete sie das Women’s Achievement Network for Disability (WAND), das Arbeitskreise zur Stärkung der Teilhabe und Sichtbarkeit für Mädchen und Frauen mit Behinderungen schafft.[2] Die Gründung von WAND erfolgte 2014 mit dem Ziel der Stärkung der Rechte von Frauen mit Behinderung.[7] Unter ihrer Leitung baute Artscape Programme aus und verankerte kulturelle Bildung für Jugendliche aus marginalisierten Gemeinden.[6] Für ihre Beiträge zu darstellender Kunst, Bildung und gesellschaftlichem Wandel erhielt sie 2017 die Ehrendoktorwürde der Cape Peninsula University of Technology.[5] 2012 wurde le Roux gemeinsam mit Pieter-Dirk Uys mit dem Deutschen Afrika-Preis ausgezeichnet, der von der Deutschen Afrika Stiftung verliehen wird.[3] 2018 folgte die internationale Anerkennung durch den Commonwealth Point of Light.[4] Als Herausgeberin des Buchs Look at Me (2008) trug sie zur Sichtbarkeit von Frauen mit Behinderungen bei.[8] Auch zuletzt meldete sie sich öffentlich zu Fragen der Behindertenpolitik zu Wort, etwa 2024 mit einem offenen Brief an Präsident Cyril Ramaphosa.[9]

Einzelnachweise

  1. a b c d e f ‘Life owes you nothing’. In: News24. 10. November 2020, abgerufen am 19. September 2025 (englisch).
  2. a b PICS: WAND inspires girls with disabilities to reach for the stars. In: IOL. 7. August 2017, abgerufen am 19. September 2025 (englisch).
  3. a b Marlene le Roux and Pieter-Dirk Uys — Winners of the German Africa Award 2012. In: Deutsche Afrika Stiftung. Abgerufen am 19. September 2025 (englisch).
  4. a b South Africa – Points of Light. In: pointsoflight.gov.uk. 7. Februar 2018, abgerufen am 19. September 2025 (englisch).
  5. a b Life owes you nothing. In: Cape Peninsula University of Technology. 30. März 2017, abgerufen am 19. September 2025 (englisch).
  6. a b c d SU bestows honorary degrees on exceptional individuals. In: Stellenbosch University. 23. Dezember 2021, abgerufen am 19. September 2025 (englisch).
  7. Artscape chief honoured for her life’s work in the disability sector. In: Woman&Home. 2. Juni 2023, abgerufen am 19. September 2025 (englisch).
  8. Writing their own stories. In: Mail & Guardian. 11. August 2008, abgerufen am 19. September 2025 (englisch).
  9. CEO of Artscape pens letter to President Ramaphosa to help people living with disabilities. In: Eyewitness News. 19. Juli 2024, abgerufen am 19. September 2025 (englisch).