Markus Bellheim
Markus Bellheim (* 26. Mai 1973 in Hamburg) ist ein deutscher Pianist, Organist, Musikwissenschaftler und Hochschullehrer.[1]
Leben und Wirken
Markus Bellheim studierte Klavier, Orgel und Kirchenmusik in Würzburg und Paris.[1] 2025 schloss er außerdem ein Masterstudium der Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab.[2]
Seine künstlerische Laufbahn wurde durch das Interesse an moderner und zeitgenössischer Musik geprägt. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er im Jahr 2000 durch den Gewinn des Concours Olivier Messiaen in Paris.[2] Er arbeitete mit der Pianistin Yvonne Loriod. Bellheim zählt das gesamte Klavierwerk Olivier Messiaens zu seinem Repertoire und tritt international mit der Turangalîla-Symphonie auf.[1]
Er gibt Solorecitals, konzertiert als Solist mit Orchester und ist Kammermusikpartner. Konzertengagements führten ihn unter anderem mit dem Ensemble Modern zusammen.[2] Bellheim hat zahlreiche Werke der zeitgenössischen Musik uraufgeführt.[1]
Seine Diskografie umfasst bedeutende Werke des 20. Jahrhunderts, darunter die Gesamtaufnahme des Klavierwerks von Wolfgang Rihm (2008) sowie Vingt regards sur l’enfant-Jésus von Olivier Messiaen (2009, Label NEOS Music).[3] Die Einspielung des Klavierkonzerts von Bruno Maderna mit dem hr-Sinfonieorchester wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik.[4]
Nach Lehrtätigkeiten an den Musikhochschulen in Würzburg und Mannheim wurde er zum Wintersemester 2011 als Professor für Klavier an die Hochschule für Musik und Theater München berufen.[1] Dort war er bereits von 2014 bis 2016 Vizepräsident und hat dieses Amt erneut seit 2023 inne.[1]
Seit 2015 ist Bellheim zudem künstlerischer Leiter der ODEON Konzerte München, einer Kammermusikreihe mit dem Schwerpunkt auf verfemter Musik.[5] Darüber hinaus ist er als freier Mitarbeiter und Autor für den G. Henle Verlag tätig.[6]
Weblinks
- Homepage von Markus Bellheim
- Werke von und über Markus Bellheim im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f Prof. Markus Bellheim. In: Hochschule für Musik und Theater München. Abgerufen am 19. Oktober 2025.
- ↑ a b c Homepage Markus Bellheim. Abgerufen am 19. Oktober 2025.
- ↑ Markus Bellheim. In: NEOS Music. Abgerufen am 19. Oktober 2025.
- ↑ Bestenlisten 01/2014. In: Schallplattenkritik.de. Abgerufen am 19. Oktober 2025.
- ↑ Odeon Konzerte. In: europamusicale. Abgerufen am 19. Oktober 2025.
- ↑ Markus Bellheim. In: Henle Verlag. Abgerufen am 19. Oktober 2025.