Marko Mebus

Marko Mebus (* 15. Oktober 1993 in Bonn)[1] ist ein deutscher Jazzmusiker (Trompete, Flügelhorn, Komposition).

Leben und Wirken

Mebus begann im Alter von zehn Jahren im Musikverein von St. Goar-Biebernheim mit dem Trompetenspiel. Über die an seiner Schule aktive Bigband, Anregungen seiner Eltern und CD-Aufnahmen von Louis Armstrongs Hot Five[1] lernte er den Jazz kennen. Er wurde Mitglied im Landesjugendjazzorchester Rheinland-Pfalz, mit dem er auf internationalen Tourneen spielte. Bis zum Abschluss 2018 studierte er Jazztrompete an der Hochschule für Musik Mainz bei Axel Schlosser und Frank Wellert. Zwischen 2016 und 2018 gehörte er zum Bundesjazzorchester unter Niels Klein und Jiggs Whigham (Cuban Fire).

Mebus leitet verschiedene eigene Bands und spielt im Duo mit Bastian Weinig, mit dem er 2022 die CD Dualität bei Klangraum Records veröffentlichte. Zu seinem Ensemble Marko Mebus Cologne Experiment gehören Fabian Dudek, Felix Hauptmann, Yannik Tiemann und Jan Philipp. Mit gleicher Rhythmusgruppe und Julius Gawlik ist er auf dem Album Jazz Montez Presents Vol. I zu hören.[2] Er tourte mit Wil Saldens Glenn Miller Orchestra, gehörte zur Kicks&Sticks Bigband und half mehrfach in der hr-Bigband aus, bei der er 2020 auch als Solist zu erleben war.[3][4] 2020 wurde er Mitglied des Sunday Night Orchestra; mit dessen Solisten Hubert Winter, Michael Flügel sowie Markus Schieferdecker und Paul Höchstädter stellte er sein erstes Album vor.[5] Mit seinem Quintett folgte 2023 das Album All Those Things Still to Be Said.

Weiterhin spielte Mebus mit Vitold Rek & Young Spirit sowie mit Lutz Häfner & Wüste Welle Big Band, Denis Gäbel, Klaus Doldinger, Nils Landgren,[1] Alexandra Lehmler, Wilson de Oliveira und dem Cologne Contemporary Jazz Orchestra. Er ist auch auf Alben mit Michael Villmow (Verley uns Frieden), Cris Cosmo (Alles Blau), John Schröder/Jesse van Ruller/Martin Scales & hr-Bigband (Kriegel Today), Agnes Lepp/The Big Leppinski, Annett Louisan (Kleine Große Liebe) und Maximilian Hering (Butter bei die Fische) zu hören.

Seit Oktober 2019 ist Mebus als Dozent für Jazztrompete am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main und seit Oktober 2024 auch als Dozent für Jazztrompete an der Hochschule für Musik Mainz tätig.

Preise und Auszeichnungen

Mebus wurde 2023 der Wormser Jazzpreis für „eine herausragende Tonsprache und ein außergewöhnliches musikalisches Gespür“ verliehen.[1][6]

Diskographische Hinweise

  • Marko Mebus Quintett: All Those Things Still to Be Said (Rosenau Records 2023, mit Julius Gawlik, Felix Hauptmann, Yannik Tiemann, Jan Philipp)[7]
Commons: Marko Mebus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d Christian Hoffmann: „Erster Trompeter erhält Jazz-Preis“ Die Rheinpfalz, 16. September 2023, Lokalausgabe Frankenthal (Pfalz). Seite Kultur Regional
  2. Marko Mebus Quintett - Movement. Bandcamp, abgerufen am 10. Januar 2023.
  3. Act Local – Fokus Rhein-Main Part 2 feat. Kerstin Haberecht, Peter Klohmann und Marko Mebus. hr Bigband, 5. Dezember 2020, abgerufen am 10. Januar 2023.
  4. Detlef Kinsler: Ein Hit jagt den Nächsten. In: Journal Frankfurt. 23. November 2020, abgerufen am 10. Januar 2023.
  5. Corona Small Group Sessions Vol. I. Sunday Night Orchestra, 31. Januar 2021, abgerufen am 10. Januar 2023.
  6. Martin Laurentius: Wormser Jazzpreis: Marko Mebus. In: Jazz thing. 26. September 2023, abgerufen am 19. November 2025.
  7. Claus Volke: Mein Hörtipp: Marko Mebus Quintett: All Those Things Still To Be Said. In: hoeren-und-fuehlen.de. 14. Dezember 2025, abgerufen am 19. November 2025.