Mark-50-Torpedo

Mark-50-Torpedo
Abschuss eines Mark-50-Trainingstorpedo
Allgemeine Angaben
Herkunftsland Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Hersteller Alliant Techsystems
Entwurf 1972–1978
Einsatzzeit seit 1992
Technische Daten
Länge 2,88 m
Durchmesser 324 mm
Gefechtsgewicht 337 kg
Geschwindigkeit 50 kn (93 km/h)
Reichweite 15 km
Ausstattung
Gefechtskopf 45 kg Hohlladung
Zielortung Sonar (aktiv und passiv)
Waffenplattformen

Schiffe, Luftfahrzeuge

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Der Mark-50-Torpedo ist ein U-Jagd-Torpedo der US-amerikanischen Marine.

Geschichte

Durch die US-amerikanische Marine wurde 1966 der Mark 46 als Standardtorpedo für die U-Jagd eingeführt. Ende der 60er Jahre hatten die US-amerikanischen Nachrichtendienste entdeckt, dass die sowjetische Marine an einer neuen U-Boot-Klasse arbeitete (Projekt 705, NATO-Bezeichnung: Alfa-Klasse) welche über eine hohe Geschwindigkeit und Tieftaucheigenschaften verfügen sollte und durch den Mark 46 nicht hätte bekämpft werden konnte. Aus diesem Grund wurde durch die Verantwortlichen ein Entwicklungsprogramme eines Advanced Light Weight Torpedo gestartet, um dieser Bedrohung zu begegnen.

Der Mark 50, auch als Barracuda bezeichnet, wurde zwischen 1972 und 1978 durch Honeywell entwickelt. Der Torpedo ist 2,88 Meter lang, 337 Kilogramm schwer und hat einen Durchmesser von 324 Millimetern. Er verfügt über eine aktive wie auch eine passive Zielsuche mit Sonar. Das 1992 in Dienst gestellte System wurde von 1991 bis 1997 von Alliant Techsystems in einer Stückzahl von 1083 Exemplaren gefertigt, bei Stückkosten von 2,9 Millionen US-Dollar.

Anders als der Mark 46 oder Mark 54 wurde der Torpedo nie exportiert. Zwar wurde ein Export Mitte der 90er Jahre durch Deutschland für die Verwendung auf den Fregatten der Brandenburg-Klasse angefragt, aber abgelehnt.[1]

Einsatz

Der Einsatz des Torpedos erfolgt von Überwasserschiffen, Hubschraubern und Seefernaufklärern aus.

Einzelnachweise

  1. Norman Polmar: The Naval Institute Guide to the Ships and Aircraft of the U.S. Fleet. US Naval Inst Pr, 2005, ISBN 1-59114-685-2, S. 519.