Marina Walerjewna Ignatowa

Marina Walerjewna Ignatowa (russisch Марина Валерьевна Игнатова; * 22. Januar 1967 in Sumy, Ukrainische SSR) ist eine sowjetische bzw. russische Unternehmerin und Politikerin.[1]

Leben

Als Vorsitzende leitete Ignatowa ab 1994 die Wohnungsbau-Genossenschaft Druschba (Freundschaft).[2] Sie wurde 1998 Generaldirektorin der Wjasjomski-Hausbau-Gesellschaf in der Oblast Moskau und dann Präsidentin und Mitbesitzerin der Holding SAO Gruppengesellschaft Druschba. Ihre Unternehmen beschäftigen sich mit der Projektierung, dem Bau und der Sanierung von Wohnungs- und Verwaltungsgebäuden, Stadien, Straßen und Flugplätzen und allen dazugehörigen Dienstleistungen sowie mit Immobilienhandel, Gütertransport, Baumaterialienherstellung, Viehzucht und dem Verlagwesen.[3]

Ignatowa studierte an der Moskauer Staatlichen Juristischen Akademie mit Abschluss 2001.

Am 16. Dezember 2001 wurde Ignatowa als Abgeordnete des Wahlkjreises Nr. 7 (Domodedowo) in die Oblast-Moskau-Duma gewählt (Sitzungsperiode III). Dort war sie Mitglied des Komitees für Volkswirtschaft und Entwicklung der Infrastruktur und des Komitees für Landnutzung, natürliche Ressourcen und Ökologie.

In Domodedowo, Mytischtschi und Troizk protestierteb Anteilseigner der SAO Druschga mit einem Hungerstreik gegen den Verlust ihrer Anteile.[4] Am 5. Dezember 2005 nannte ein Staatsanwalt der Oblast Moskau die SAO Druschba ein unredliches Unternehmen. Drei Tage später gab Ignatowa in einer Pressekkonferenz der RIA Novosti dazu eine Erklärung ab und 2006 weitere Erläuterungen in einem Pressegespräch.[5]

Bei der Staatsduma-Wahl 2007 (Duma V bis 2011) war Ignatowa Kandidatin der Partei Einiges Russland und erhielt das Mandat des gewählten Nikolai Gotscharow (Chef der regionalen Hauptverwaltung des russischen Innenministeriums) und war Mitglied des Kommitees für ökologische Politik und Unternehmertum.[1][3]

Am 21. Dezember 2009 blockierten Dutzende von betrogenen Wohnimmobilien-Teilinvestoren aus Domodedowo, Noginsk und Schtscherbinka einen Staatsduma-Eingang, und sechs Personen ketteten sich an das Gitter der Parkgarage. Sie forderten einen Strafprozess gegen die Abgeordnete Ignatowa. Die Polizei nahm 12 Personen fest, und zwei Frauen kamen ins Krankenhaus. Für Ignatowa gab es keine Konsequenzen.[6]

Von 2009 bis 2011 war Ignatowa Geschäftsführerin der Russischen Geographischen Gesellschaft. Derzeit ist sie Präsidentin des Kulturfonds für die alte tuwinische Festung Por-Baschyn.[7] Sie ist Präsidiumsmitglied der Organisation Opora Rossiji (Stütze Russlands) für kleine und mittlere Unternehmen mit rund 450.000 Unternehmern.

Die Einkommens- und Vermögensverhältnisse Ignatowas sind entsprechend den russischen Antikorruptionsvorschriften registriert und einsehbar.[8]

Ignatowa ist mit einem Briten verheiratet und hat drei Kinder.[2][4]

Einzelnachweise

  1. a b Новости Москвы: ИГНАТОВА Марина Валерьевна (abgerufen am 29. Dezember 2025).
  2. a b Lobbying.ru: Игнатова Марина Валерьевна (abgerufen am 25. Dezember 2025).
  3. a b Досье «Новой» (abgerufen am 26. Dezember 2025).
  4. a b Марина Игнатова / Депутаты «В ЗАКОНЕ»дательном собрании (abgerufen am 28. Dezember 2025).
  5. Практически 99% объектов строятся с задержками сроков": Интервью (abgerufen am 28. Dezember 2025).
  6. Соинвесторов жилья снесли от Госдумы (abgerufen am 29. Dezember 2025).
  7. О фонде Обращение Президента фонда (abgerufen am 26. Dezember 2025).
  8. Deklarator: Игнатова Марина Валерьевна (abgerufen am 29. Dezember 2025).