Marigny (Allier)
| Marigny | ||
|---|---|---|
| Staat | Frankreich | |
| Region | Auvergne-Rhône-Alpes | |
| Département (Nr.) | Allier (03) | |
| Arrondissement | Moulins | |
| Kanton | Souvigny | |
| Gemeindeverband | Moulins Communauté | |
| Koordinaten | 46° 35′ N, 3° 13′ O | |
| Höhe | 217–274 m | |
| Fläche | 17,24 km² | |
| Einwohner | 200 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 12 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 03210 | |
| INSEE-Code | 03162 | |
Marigny ist eine französische Gemeinde mit 200 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Allier in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört zum Arrondissement Moulins und zum Gemeindeverband Moulins Communauté.
Lage
Die Gemeinde Marigny liegt in einer Höhe von etwa 260 Metern ü. d. M. in der fruchtbaren Landschaft des Bourbonnais, zehn Kilometer westlich der Innenstadt von Moulins. Nachbargemeinden von Marigny sind Montilly im Norden und Nordosten, Neuvy im Nordosten, Coulandon im Osten und Südosten, Souvigny im Süden, Saint-Menoux im Westen sowie Agonges im Nordwesten.
Geschichte
Für Marigny vermutet man gallorömische Ursprünge. Der mittelalterliche Name Marigniacus ist urkundlich erwähnt. Die romanische Kirche wurde im 12. Jahrhundert erbaut; der Ort gehörte damals zum – von Cluny abhängigen – Priorat von Souvigny.
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2012 | 2022 |
| Einwohner | 233 | 215 | 179 | 197 | 221 | 204 | 191 | 191 | 202 |
| Quellen: Cassini und INSEE | |||||||||
Wirtschaft
Jahrhundertelang lebten die Einwohner von Marigny als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch der Weinbau gehörte; hinzu kamen regionaler Kleinhandel und Handwerk. Während und nach der Reblauskrise gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam der Weinbau völlig zum Erliegen. Einige der leerstehenden Häuser wurden zu Ferienwohnungen (gîtes) umgebaut.
Sehenswürdigkeiten
- Die ehemalige Prioratskirche und heutige Pfarrkirche Saint-Pourçain ist ein einschiffiger Bau der Hochromanik mit späteren seitlichen Kapellenanbauten und zeigt im Innern burgundisch-cluniazensische Stileinflüsse (Spitzbögen); außerdem finden sich einige Freskenreste sowie ein Taufbecken (fonts baptismaux) und eine Figur der Maria Magdalena aus dem 15. Jahrhundert. Im Äußeren wird der – mit Ausnahme der Ecksteine und der Strebepfeiler – aus nur grob behauenen Bruchsteinen errichtete Bau von einem dreigeschossigen Glockenturm auf der Südseite dominiert. Eindrucksvoll ist der Dreipassbogen des leicht aus der Mauerflucht hervortretenden Zone des Westportals. Der Kirchenbau wurde bereits im Jahr 1919 als Monument historique anerkannt.[1]
- Das Château de Charnes (46° 35′ 33″ N, 3° 12′ 25″ O) entstand im 17. Jahrhundert, wurde jedoch in den Jahren 1720 und 1812 in Teilen erneuert und vergrößert. Im Ehrenhof (cours d’honneur) stehen die Schlosskapelle und ein Taubenhaus (pigeonnier). Der in Privatbesitz befindliche Baukomplex wurde im Jahr 1992 als Monument historique anerkannt.[2]
- Die Gentilhommière des Guilleminots ist ein ländlicher Herrensitz aus dem 16. bis frühen 18. Jahrhundert. Er befindet sich ebenfalls in Privatbesitz.
- Gleiches gilt für den befestigten Landsitz des Manoir fortifié de Champaigue.
- Auch das aus dem 19. Jahrhundert stammende Château des Praux kann nicht besichtigt werden.
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Kirche Saint-Pourçain
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Portal der Kirche Saint-Pourçain
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Château de Charnes
Literatur
- Le Patrimoine des Communes de l’Allier. Flohic Editions, Band 2, Paris 1999, ISBN 2-84234-053-1, S. 990.
Belege
- ↑ Église Saint-Pourçain, Marigny in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
- ↑ Château de Charnes, Marigny in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
Weblinks
- Notice Communale – EHESS
- Marigny, Kirche – Fotos + Infos (französisch)