Marienkirche (Dresden)
Die Marienkirche, offiziell: Kirche und Pfarramt Unserer Lieben Frau, ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in Cotta, einem Stadtteil von Dresden. Sie gehört dem Dekanat Dresden des Bistums Dresden-Meißen an. Seit der Wende wird die Pfarrei von Steyler Missionaren betreut.
Geschichte
Durch den Zuzug von Arbeitern vor allem aus dem benachbarten Schlesien hatte sich im späten 19. Jahrhundert der Anteil des katholischen Bevölkerungsanteils in Dresden erhöht, so dass sich 1887 ein nach dem als heilig verehrten Bischof Benno von Meißen benannter „Benno-Verein“ gründete. Nachdem 1896 in einer Turnhalle auch katholische Gottesdienste gehalten wurden, bildete sich 1898 unter Leitung von Hofkirchenkaplan Franz Bodenburg ein Kirchenbaukomitee, das den Bau eines eigenen Gotteshauses für die westlichen Dresdner Vororte zum Ziel hatte. Befördert wurde das Vorhaben durch die kostenlose Überlassung eines Baugrundstücks am Rande des Ortes. Mit Zustimmung des sächsischen Königs Georg wurde am 8. April 1903 die Baugenehmigung erteilt, so dass am 1. Oktober 1905 der Grundstein gelegt werden konnte. Das Gebäude entstand nach Plänen des Paderborner Dombaumeisters Arnold Güldenpfennig und des Dresdner Architekten Heino Otto und wurde am 9. September 1906 von Bischof Aloys Schäfer geweiht.
Architektur
Die in exponierter Lage auf einer Anhöhe an der Gottfried-Keller-Straße gelegene Marienkirche wurde in neoromanischen Bauformen errichtete dreischiffige Basilika mit Querhaus, Apsis und seitlich gesetztem Turm errichtet. Der von Säulen mit Würfelkapitellen bestimmte Innenraum ist mit Kreuzgratgewölben geschlossen.
Ausstattung
Von der bauzeitlichen Ausstattung haben sich nur Fragmente erhalten, darunter die geschnitzte Pietà eines Seitenaltars sowie die farbig gefasste Statue der Hl. Elisabeth von Thüringen. Eine umfassende Erneuerung des Innenraumes erfolgte 1970/71 unter Leitung von Gottfried Zawadzki, der in diesem Zusammenhang einen neuen Altar, eine Tabernakelstele, eine Darstellung des Kreuzweges und die farbigen Glasfenster schuf. Die Glasfenster der Apsis schuf Josef Goller.
Orgel
1910 erhielt die St.-Marien-Kirche ihre noch vorhandene Orgel der Firma Jehmlich Orgelbau Dresden, die 1938 eine klangliche Umgestaltung von sechs Registern und 1996 eine Überholung durchführte. Die mit einem zweigeteilten Freipfeifenprospekt ausgestattete Orgel besitzt folgende Disposition:[1]
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- Koppeln: II/I, II/P, I/P, Sub-Octavkoppel II/I, Super-Octavkoppel I/I
- Spielhilfen: Tutti
Literatur
- Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen I: Regierungsbezirk Dresden. Deutscher Kunstverlag, München 1996, ISBN 3-422-03043-3, S. 256.
Weblinks
- Die Marienkirche auf Bistum Dresden-Meißen
- Die Marienkirche auf Dresdener Stadtteile
Einzelnachweise
- ↑ Angaben zur Orgel auf der Website organindex.de
Koordinaten: 51° 3′ 23″ N, 13° 40′ 41,7″ O