Marienerscheinungen in Međugorje

Bei den Marienerscheinungen von Međugorje (transkribiert auch Medjugorje) soll einer Gruppe von sechs Jugendlichen auf einem Hügel nahe dem Dorf Međugorje in der westlichen Herzegowina (Bosnien und Herzegowina) am 24. Juni 1981 und den darauffolgenden Tagen die Gottesmutter Maria erschienen sein. Einigen dieser Personen soll die Muttergottes seitdem täglich erscheinen und ihnen Botschaften übermitteln.

Diese längste und größte Serie von Marienerscheinungen in der Geschichte des Katholizismus zieht gegenwärtig zahlreiche Pilger aus der ganzen Welt an. Sie hat zu innerkirchlichen und außerkirchlichen Diskussionen geführt.

Wallfahrten sind seit 2019 auf Anordnung von Papst Franziskus offiziell erlaubt, wobei die Entscheidung des Papstes nicht als Anerkennung der Visionen zu verstehen ist, sondern angesichts des „beträchtlichen Zustroms nach Medjugorje und der reichen Früchte der Gnade, die daraus entstanden sind“ seelsorglich motiviert ist. Im Jahr 2024 erteilte der Papst auch seine Zustimmung zur Marienverehrung, ohne die sogenannten Botschaften und Visionen als übernatürlich anzuerkennen.

Charakteristiken der Erscheinungen

Bei den Erscheinungen von Medjugorje handelt es sich um die längste Serie angeblicher Marienerscheinungen in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche, von 1981 bis heute.[1] Drei der sogenannten Seher behaupten, die Gottesmutter („Gospa“) bis heute täglich zu sehen. Bis 2021 hätten die „Seher“ demnach insgesamt über 52.000 Mal Schauungen gehabt.[2]

Die Gottesmutter habe sich als Königin des Friedens identifiziert. Ihr zentrales Anliegen sei die Bekehrung der ganzen Welt hin zu Gott und zum Heil. Sie komme, um die Welt zum letzten Mal zur Umkehr aufzurufen.[1][2]

Die Botschaften werden oft in den „Fünf Steinen von Medjugorje“ zusammengefasst, eine Analogie, die der Pfarrer, Pater Jozo Zovko, in Anlehnung an David und Goliath prägte: Gebet des Rosenkranzes; Heilige Messe als Zentrum des Lebens; monatliche Beichte; Fasten (mittwochs und freitags nur mit Brot und Wasser); Lesen der Heiligen Schrift. Weitere wichtige Praktiken, die betont werden, sind die Anbetung des Allerheiligsten Sakraments, die Verehrung des Kreuzes und das Lesen der Vita von Heiligen.[2][3]

Ein Teil der Visionen betrifft sogenannte Geheimnisse. Die Gottesmutter soll jedem Seher Geheimnisse anvertraut haben, die künftige Ereignisse von großer Bedeutung betreffen. Die Seher, die die zehn Geheimnisse erhalten haben (Mirjana, Ivanka, Jakov), sehen die Gottesmutter nach eigenen Angaben nur noch jährlich. Mirjana Soldo soll auserwählt worden sein, die Geheimnisse zehn Tage vor deren Eintreten einem Franziskanerpriester mitzuteilen, der sie drei Tage vor der Realisierung der Welt offenbaren solle.[2]

Seit Beginn der Erscheinungen haben sich über 60 Millionen Menschen auf den Weg nach Medjugorje gemacht. Die jährliche Pilgerzahl beträgt aktuell 2,5 Millionen. Vor Ort sind etwa 30 religiöse Gemeinschaften und karitative Organisationen tätig.[2] Das tägliche Abendgebetsprogramm der Pfarrei, das von Pater Jozo Zovko ins Leben gerufen wurde, umfasst Rosenkranz, Heilige Messe, Anbetung und Beichtgelegenheiten. Es dauert etwa 3–4 Stunden. Über 6 Millionen Menschen verfolgen das Abendprogramm täglich live im Internet.[3] Ein jährliches Jugendfestival zieht etwa 80.000 Teilnehmer an.[2] Medjugorje wird oft als „Beichtstuhl der Welt“ bezeichnet, da das Sakrament der Beichte dort intensiv erlebt wird. Es gibt 65 Beichtstühle, die oft nicht ausreichen.[3]

Das Dikasterium für die Glaubenslehre hat in seiner Note über die geistliche Erfahrung im Zusammenhang mit Medjugorje (2024) die Früchte der Erscheinungen als ein zentrales Element bei der Beurteilung des Phänomens herausgestellt.[4] Die positiven Früchte manifestieren sich demnach vor allem in der Förderung einer gesunden Glaubenspraxis, die im Einklang mit der kirchlichen Tradition steht. Die Note spricht davon, dass Pilger nach Medjugorje kommen, um ihren Glauben zu erneuern, anstatt nur konkrete Anliegen vorzubringen; von einer großen Zahl von Bekehrungen und häufiger Rückkehr zu den Sakramenten der Eucharistie und der Versöhnung (Beichte). Die Note hebt die Bekehrungen von Menschen hervor, die Gott und der Kirche fernstanden und einen radikalen Wandel von einem sündhaften zu einem am Evangelium orientierten Leben vollzogen haben.

Chronik der sogenannten Marienerscheinungen

Mittwoch, 24. Juni 1981: Der erste Tag der Erscheinungen

An diesem Datum wird kirchlich das Fest Johannes des Täufers gefeiert. Die Ereignisse sollen gegen 15 Uhr oder in der Dämmerung begonnen haben. Zwei Teenager, Ivanka Ivankovic (15 Jahre) und Mirjana Dragicevic (16 Jahre), waren auf einem Weg in Podbrdo, oberhalb des Dorfes Bijakovici, unterwegs. Ivanka will plötzlich ein helles Licht in einiger Entfernung gesehen haben und rief daraufhin „Feuer!“ Das Licht habe eine menschliche Form angenommen, woraufhin Ivanka ausrief: „Das ist die Jungfrau!“ Mirjana, die als intellektueller beschrieben wird, entgegnete, dass dies unmöglich die Jungfrau sein könne. Beide gerieten in Panik und flohen.[5]

Beim Abstieg trafen sie Milka Pavlovic, die jüngere Schwester von Marija. Alle drei sollen die Erscheinung erneut gesehen haben. Vicka Ivankovic kam hinzu, sah die Erscheinung, wurde von Furcht ergriffen und floh. Sie traf dann die Jungen Ivan Dragicevic (16 Jahre) und Ivan Ivankovic (20 Jahre). Auch diese hätten die Erscheinung gesehen, so wird berichtet, flohen jedoch ebenfalls. Vicka kehrte zurück, schaute etwa fünf Minuten, floh dann aber wieder nach Hause, erfüllt von einem Gefühl der Freude und gleichzeitigen Angst. Im Folgenden erzählten die Jugendlichen von ihrer Vision. Während die Dorfbewohner spotteten, zeigten sich die Eltern besorgt über mögliche Konflikte mit der kommunistischen Miliz.[5]

Donnerstag, 25. Juni 1981: Der zweite Tag

Am 25. Juni 1981 schloss sich statt Milena „Milka“ ihre Schwester Marija Pavlovic (* 1965) den vier Jugendlichen an, die außerdem Jakov Colo (10 Jahre) aus der Nachbarschaft mitbrachten.

Die beiden Ivan waren nicht anwesend. Vicka lief los, um Marija Pavlović und Jakov Colo zu holen. Marija beschrieb, dass sie sich fühlte, als würde sie jemand zum Erscheinungsort ziehen. Die Kinder rannten angeblich so schnell durch Dornen und Gestrüpp, „als würde uns etwas tragen“, und die Leute konnten ihnen nicht folgen.[6]

Die sogenannten Seher näherten sich der Gestalt und berührten sie. Vicka berichtete, sie habe das Gefühl gehabt, Stahl zu berühren, während Marija sagte, die Kleidung sei wie Luft gewesen. Als sie die Erscheinung berührten, soll die „Gottesmutter“ gelacht haben. Die Erscheinung, die wie eine junge Frau von etwa 20 Jahren aussah, soll eine Stimme gehabt haben, die sang. Auf Ivankas Frage nach ihrer kürzlich verstorbenen Mutter habe sie die Antwort erhalten, es gehe ihr gut und sie solle der Großmutter gehorchen.[6]

26. Juni 1981 (Freitag): Die dritte Erscheinung

Eine große Menge von über tausend Menschen war anwesend. Die Erscheinung schien sich nur langsam zu manifestieren: zuerst ein kleiner Nebel, dann ihr Körper und ihr Kopf. Jakov und Mirjana berichteten, dass die Erscheinung von drei Lichtblitzen angekündigt wurde.[6]

Ivanka fragte die „Gottesmutter“, warum sie gekommen sei. Sie antwortete: „Weil wir sehr gläubig sind und wir vereint bleiben müssen“. Es gab auch eine Anspielung auf die Versöhnung. Vicka besprengte die Erscheinung mit Weihwasser. Jakov erinnerte sich, dass Ivanka, Marija und Vicka beim Besprengen mit Weihwasser ohnmächtig wurden.[6]

Eine zweite Erscheinung soll es an jenem Tag für Marija allein vor einem Kreuz gegeben haben, bei der die Gottesmutter weinend gesagt habe: „Friede, Friede, Friede und nur Friede! Der Friede muss zwischen Gott und dem Menschen und zwischen den Menschen herrschen!“[6]

27. Juni 1981 (Samstag): Die vierte Erscheinung

Pater Jozo Zovko, der gerade von einer Exerzitienleitung zurückkehrte, befragte die Seher erstmals zusammen mit Pater Zrinko Čuvalo, getrennt. Zovko drückte seine Verwunderung aus, dass die „Gottesmutter“ bisher keine wichtige Botschaft übermittelt habe.[6]

Bei der vierten Erscheinung befand sich über der „Gottesmutter“ ein graues Kreuz ohne Korpus (wie die Farbe des Gewandes der Dame). Marija berichtete, dass die Erscheinung mehrmals verschwand und wieder erschien, weil die Menschen versehentlich ihren Schleier zertraten.[6]

28. Juni 1981 (Sonntag): Die fünfte Erscheinung

Auf die Frage nach einem Zeichen habe die Gottesmutter gelächelt und sei sofort verschwunden. Bei der zweiten Frage sagte sie nur: „Geht in den Frieden des Herrn“ und verschwand. Zovko äußerte später, wenn es keine Botschaft gebe, sei die gesamte Angelegenheit nichts anderes als eine „Angelegenheit von Clowns“.[6]

29. Juni 1981 (Montag): Die sechste Erscheinung

Die sogenannten Seher wurden in die psychiatrische Klinik in Mostar gebracht. Der Psychiater attestierte ihnen psychische Gesundheit.[6]

Bei der Erscheinung des Tages soll die „Gottesmutter“ die Heilung des gelähmten dreijährigen Jungen Daniel Šetka versprochen haben. Zovko stellte am nächsten Tag fest, dass die versprochene Heilung des Jungen nicht eingetreten war. Ivanka fragte sie nach eigenen Aussagen, wie lange die Gottesmutter noch bleiben würde. Die Antwort sei gewesen: „Solange ihr es wünscht, solange ihr wollt“.[6]

30. Juni 1981 (Dienstag): Die siebte Erscheinung

Aufgrund der Anwesenheit der Polizei wurden die Seher (ohne Ivan Dragićević) zu einer Exkursion in die Ebene von Cerno (an der Straße nach Ljubuški) mitgenommen. Die „Gottesmutter“ erschien dort in der Ferne.[6]

Auf Mirjanas Frage, wie lange sie noch erscheinen würde, habe sie diesmal geantwortet: „Noch drei Tage“ (also bis Freitag, den 3. Juli 1981). Dies widersprach der Aussage vom Vortag. Mehrere Zeugen bestätigten, dass die Seher diese Aussage der Gottesmutter über das Ende am Freitag (3. Juli) mitgeteilt hätten.[6]

1. Juli bis 3. Juli 1981: Die letzten Tage der ersten zehn Tage

1. Juli: Eine „Erscheinung im Auto“ soll stattgefunden haben. Pater Zovko will in der Kirche eine mystische Audition erlebt haben: Er habe eine Stimme gehört, die ihm befahl, die Kinder zu schützen. Er versteckte die „Seher“ vor der Polizei, und es soll eine Erscheinung im Pfarrhaus gegeben haben. Zovko sagte später aus, er habe an diesem Tag „eine Begegnung mit der Gottesmutter“ gehabt und sie gesehen.[6]

2. Juli: Es soll eine erste Erscheinung in der Pfarrkirche stattgefunden haben. Pater Zovko predigte über Bekehrung, Fasten und Gebet und bat die Seher, ihr Zeugnis abzulegen.[6]

3. Juli: Die Seher verkündeten, dass die „Gottesmutter“ gesagt habe, dies sei ihre letzte Erscheinung. Eine Erscheinung soll zweimal im Pfarrhaus stattgefunden haben.[6]

Geistlicher Gehalt der sogenannten Erscheinungen

Der spirituelle Inhalt der mutmaßlichen Botschaften ist durch mehrere sich ständig wiederholende Hauptthemen gekennzeichnet, die die „Note über die geistliche Erfahrung im Zusammenhang mit Medjugorje“ (Glaubensdikasterium 2024, zitiert in eckigen Klammern) zusammenfasst.[4]

Die ursprünglichste Anrufung Marias ist die als „Königin des Friedens“. Die Gospa wurde von ihrem Sohn gesandt, um den Menschen zum Frieden zu verhelfen. Dieser Friede wird theozentrisch gesehen und umfasst nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern auch eine geistliche, familiäre und soziale Bedeutung. Ohne Gebet gibt es keinen Frieden; der Friede kommt aus dem Gebet und verbreitet sich durch missionarischen Einsatz.

Die Bekehrung (Umkehr) wird als die wichtigste Botschaft und als der Kern der Sendung der Gospa betrachtet.

Die Botschaften betonen eine stark theozentrische Sicht des geistlichen Lebens. Die Fürsprache Marias und ihr gesamtes Wirken sind eindeutig Jesus Christus untergeordnet. Christus ist der Urheber der Gnade und des Heils. In einer Botschaft wird klar hervorgehoben: „Die heilige Messe ist die Hochform des Gebets. Ihr werdet nie in der Lage sein, ihre Größe zu verstehen“. Maria selbst ist euch „während der heiligen Messe näher als während der Erscheinungen.“

Die Erscheinungen rufen zur Umsetzung spezifischer Praktiken auf, die den Weg der Heiligkeit ermöglichen sollen: Gebet und Teilnahme an der Eucharistie, Versöhnung, Lesung der Heiligen Schrift.

Die spirituelle Erfahrung von Medjugorje zeichnet sich durch Freude, Dankbarkeit und die Sehnsucht nach dem ewigen Leben aus. Die Gläubigen sind zur Gemeinschaft mit der ganzen Kirche, mit den Hirten und vor allem mit dem Heiligen Vater aufgerufen.

Obwohl die meisten Botschaften positiv sind, betont die Note der Glaubenskongregation, dass bestimmte Elemente „manchmal mit konfusen menschlichen Erfahrungen, mit theologisch ungenauen Äußerungen oder nicht ganz legitimen Interessen verbunden erscheinen“. Dazu zählt eine gewisse „Selbsterhöhung“ Marias: Problematisch sind auch Botschaften, die Maria die Wendungen „mein Plan“ oder „mein Vorhaben“ zuschreiben, da dies Marias Mittlerschaft fälschlicherweise eine Stellung zuweisen könnte, die allein Christus zukommt. Die authentische Mittlerschaft Marias sei lediglich eine „mütterliche Fürsprache“.

Das Dokument unterstreicht, dass die Gläubigen ermutigt werden sollen, dem geistlichen Angebot von Medjugorje umsichtig zu folgen, da der Heilige Geist inmitten dieses geistlichen Phänomens fruchtbar wirkt. Pilgerfahrten sollen jedoch nicht wegen der mutmaßlichen Seher stattfinden, sondern um Maria, der Königin des Friedens, und Christus zu begegnen.

Die Seher

Die Gruppe der Seher von Medjugorje besteht aus sechs Personen – vier Mädchen und zwei Jungen –, die zum Zeitpunkt der ersten Erscheinungen am 24. Juni 1981 zwischen zehn und siebzehn Jahre alt waren.

An ihnen wurden umfangreiche Tests (wie MMPI, EPI, MHQ, Rorschachtest) durchgeführt, insbesondere 1984 (Professor Joyeux), 1985 (italienisches Team) und 1998 (Resch und Gagliardi). Die Ergebnisse schlossen ausnahmslos aus, dass es sich um Betrug, Simulation, Epilepsie, Hysterie, Halluzinationen und psychische Krankheiten handele, und die Seher wurden als psychisch und physisch gesunde Personen eingestuft, die im Normalbereich der Bevölkerung liegen.[7] Während der Ekstase war das Schmerzempfinden aufgehoben. Obwohl der Umweltbezug (z. B. Hören) vollständig unterbrochen war, zeigten die sensorischen Bahnen (Gehör und Sicht) weiterhin normale Integrität.[7] Entsprechend wird das Phänomen als „wissenschaftlich unerklärlich“ eingestuft und es gilt als wissenschaftlich bestätigt, dass die Seher ein tiefgreifendes Schlüsselerlebnis hatten, das sie nicht erfunden haben.[3]

Seher mit täglichen Erscheinungen

Drei der Seher geben an, weiterhin tägliche Erscheinungen der Muttergottes zu empfangen.

Vicka Ivanković-Mijatović lebt in der Nähe von Medjugorje (Krehin Gradac). Sie war eine der ersten, die die Erscheinung am 24. Juni 1981 sah, und führte eines der frühen Tagebücher über die Ereignisse. Sie hatte Visionen vom Paradies und vom Fegefeuer.[7] Eine vor dem Haus ihrer Familie stehende Marienstatue leuchtete nachts und zog 2013 etliche Pilger an. Das vermeintliche Wunder entpuppte sich als Leuchtfarbe.[8]

Ivan Dragićević lebt abwechselnd in den USA und in Medjugorje. Er war am ersten Tag der Erscheinungen anwesend und beschrieb, dass er eine Stimme hörte, die ihn rief, und dass er die Figur sah, deren Hände zitterten. Er berichtete, dass die Gottesmutter ihn an der Hand nahm, und er von oben auf das Paradies sah.[7]

Marija Pavlović-Lunetti übermittelt die monatliche öffentliche Botschaft der Muttergottes am 25. eines jeden Monats und lebt in Monza, Italien.[9] Wissenschaftlichen Experimenten zufolge zeigte sich bei ihr ein radikaler Unterschied zwischen den Zuständen einer mystischen Ekstase und einer herbeigeführten Hypnose. Demzufolge sei auszuschließen, dass ihre Ekstasen ein hypnotischer Zustand seien.[7]

Seher mit jährlichen/monatlichen Erscheinungen

Drei der Seher haben zehn der angekündigten Geheimnisse vollständig erhalten; daraufhin hörten die täglichen Erscheinungen für sie auf. Sie empfangen nun Erscheinungen zu festen jährlichen Terminen und Mirjana zusätzlich monatlich.[9]

Mirjana Dragićević-Soldo: Die täglichen Erscheinungen endeten 1982. Sie empfängt nach eigenen Angaben eine jährliche Erscheinung an ihrem Geburtstag, dem 18. März. Seit dem 2. August 1987 empfängt sie – wie sie sagt – zusätzlich monatliche Erscheinungen (oder hört die Stimme der Muttergottes) am zweiten Tag des Monats.[9]

Ivanka Ivanković-Elez war die erste Person, die die Erscheinung am 24. Juni 1981 sah. Ihre täglichen Erscheinungen hätten 1985 geendet.[9]

Jakov Čolo war der Jüngste der Seher. Er lebt in Medjugorje.[9]

Kritische Beurteilung durch die Kirche

Der Ortspfarrer und die Franziskaner

Der damalige Pfarrer von Medjugorje, der Franziskanerpater Jozo Zovko, stand den Berichten seiner jungen Gemeindemitglieder zunächst skeptisch gegenüber. Er sah die Geschehnisse als gefährlich an, da öffentliche Glaubensbekundungen im kommunistischen Jugoslawien strengstens verboten waren und zu Gefängnis oder Tod führen konnten. Er fragte sich, warum die Leute auf den Berg gingen, anstatt in der Kirche zu beten.[10]

Pater Zovkos Haltung änderte sich jedoch: Während er allein in der Kirche betete und über die Situation nachdachte, hörte er eine hörbare Stimme, die ihm befahl: „Geh hinaus und beschütze die Kinder“. Als er hinaustrat, rannten die Seher, verfolgt von der kommunistischen Polizei, auf ihn zu. Pater Zovko versteckte sie daraufhin. Von diesem Zeitpunkt an wurde er zu einem glühenden Verfechter der Ereignisse.[10]

Die örtlichen Franziskaner (die die Pfarrei seelsorgerisch betreuen) unterstützten die Versammlungen und zogen Unterstützung durch ihre internationalen Verbindungen. Der Franziskanerorden war historisch tief in der Seelsorge der Herzegowina verwurzelt, was seit über 100 Jahren zu Rivalitäten mit der Diözesanhierarchie von Mostar-Duvno führte, die die Kontrolle über die Pfarreien durch den Diözesanklerus zurückgewinnen wollte.[11]

Die Haltung des Bischofs von Mostar

Der damals zuständige Bischof von Mostar, Pavao Žanić, stand den Sehern in den ersten Wochen zunächst aufgeschlossen gegenüber und verteidigte sie sogar gegen die Angriffe des kommunistischen Regimes. Im Juli 1981 traf Bier die sechs vorgeblichen Seher und war überzeugt, dass sie nicht lügten. 1983 hingegen drückte er der damaligen Glaubenskongregation gegenüber „stärkste Zweifel“ hinsichtlich der Phänomene aus.[12] Ein Wendepunkt in Žanićs Haltung war die Verknüpfung der Erscheinungen mit dem sogenannten „herzegowinischen Fall“, dem schwelenden Konflikt zwischen dem Diözesanklerus und den Franziskanern.[13]

Als Bischof Žanić 1982 zwei Franziskaner suspendierte, weil sie trotz Verbots in seiner Dompfarrei pastoral tätig waren, soll die „Gospa“ aus Medjugorje Stellung bezogen und das Handeln des Bischofs verurteilt haben, was Žanićs Verhältnis zu Medjugorje maßgeblich negativ beeinflusste. Seitdem bemühten sich die Bischöfe von Mostar, den Medjugorje-Kult zu bekämpfen.[13]

Erste kirchliche Untersuchungskommissionen

Zwei von Bischof Žanić in den 1980er Jahren eingesetzte Untersuchungskommissionen sowie eine spätere der Jugoslawischen Bischofskonferenz kamen zu dem Ergebnis, dass es sich bei den Erscheinungen in Medjugorje nicht um übernatürliche Ereignisse handele.[13]

Im Jahr 1986 übermittelte Bischof Žanić der Kongregation für die Glaubenslehre unter Kardinal Joseph Ratzinger eine negative Entscheidung zu Medjugorje. Die CDF wies die Feststellungen des Bischofs zurück, löste die von ihm eingesetzte Kommission auf und setzte eine neue Kommission zur Untersuchung ein. Damit wurde dem Ortsbischof (und allen Nachfolgern) die Zuständigkeit für die Beurteilung der Erscheinungen entzogen.[10]

Die Erklärung von Zadar und die offizielle Position (1991–2010)

Im April 1991 veröffentlichte die Jugoslawische Bischofskonferenz in Zadar eine offizielle Erklärung zu Medjugorje. Die Kommission wählte die Option: „Non constat de supernaturalitate“ (Die Übernatürlichkeit der Ereignisse kann noch nicht bestätigt werden). Dies war eine von drei möglichen Optionen (die anderen: constat de supernaturalitate – übernatürlich; oder constat de non supernaturalitate – nicht übernatürlich).[13]

Die Erklärung von Zadar betonte, dass Pilgerreisen nach Medjugorje erlaubt seien. Priester durften dorthin reisen, um sich um die geistlichen Bedürfnisse der Pilger zu kümmern. Diese Erlaubnis wurde aufgrund der großen Pilgerströme und der Notwendigkeit einer angemessenen pastoralen Betreuung erteilt.[10]

Die offizielle Haltung der Kirche zu Medjugorje stützt sich bis heute auf diese Erklärung von 1991. Auf eine diesbezügliche Anfrage antwortete die Glaubenskongregation mit dem Urteil der ehemaligen gesamtjugoslawischen Bischofskonferenz des Jahres 1991: „Kraft der bisher angestellten Untersuchungen ist es nicht möglich, zu sagen, dass es sich um übernatürliche Erscheinungen oder Offenbarungen handelt“.[14] Wallfahrten waren als private Reisen einzelner unter der Bedingung gestattet, dass sie nicht das Ziel einer Authentifizierung der Ereignisse verfolgten.[14] Der Nachfolger von Bischof Žanić, Bischof Perić, interpretierte die Erklärung von Zadar jedoch abweichend als „constat de non supernaturalitate“ (es ist gewiss, dass der Ursprung nicht übernatürlich ist), wodurch er die Legitimität der Erscheinungen und der gesamten Pilgerbewegung in Frage stellte. Der Konflikt zwischen Bischof Perić und den Franziskanern wurde durch zahlreiche Erklärungen und Publikationen auf beiden Seiten fortgeführt.[13]

In einem Schreiben vom 22. Juli 1998 erklärte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, ihm und Papst Johannes Paul II. zugeschriebene positive Stellungnahmen zu Međugorje seien frei erfunden.[15] Die Glaubenskongregation verhängte am 30. Mai 2008 das Interdikt als Kirchenstrafe gegen einen geistlichen Begleiter der „Seher“, P. Tomislav Vlašić OFM, dem Kritiker vorwerfen, die damals im Kindesalter befindlichen „Seher“ manipuliert zu haben[16], wegen diverser Vergehen gegen die kirchliche Disziplin.[17] Im Jahr 2009 wurde er wegen „Vergehen gegen die kirchliche Disziplin“ laisiert und gleichzeitig aus dem Franziskanerorden entlassen.[18] Da er sich weiterhin als Ordenspriester dargestellt und als Missionar betätigt hatte, wurde er am 15. Juli 2020 von der Glaubenskongregation exkommuniziert.[19]

Im Jahr 2008 wurde bestätigt, dass 2006 eine vatikanische Untersuchungskommission eingesetzt worden sei, die nach Angaben des Erzbischofs von Vrhbosna, Vinko Kardinal Puljić, sowohl die angeblichen Marienerscheinungen als auch die Art der pastoralen Tätigkeit der Priester vor Ort untersuchen sollte.[20] Die Kommission gelangte zu dem Ergebnis, es handle sich nicht um Erscheinungen übernatürlicher Art.[21][22] Im November 2009 bestätigte die Glaubenskongregation die volle Jurisdiktion der Ortsbischöfe in der Angelegenheit Međugorje und brachte ihre ablehnende Haltung zum Ausdruck.

Am 12. Juni 2009 untersagte Bischof Perić der in ihrer Međugorjer Kapelle tätigen Gemeinschaft Oasi della Pace („Oase des Friedens“) jeglichen weiteren Aufenthalt im Bistum und verbot der Pfarrei, sich als „Heiligtum“ („Schrein“) zu bezeichnen. Priestern, die die Pfarrei von Medjugorje betreuten oder auch solchen, die als Besucher kämen, sei es nicht erlaubt, ihre privaten Ansichten über die Haltung der Kirche zu den sogenannten „Erscheinungen“ und „Botschaften“ zu stellen, weder bei der Feier der Sakramente noch bei anderen öffentlichen Andachts- und Frömmigkeitsformen noch in den katholischen Medien. Im Juni 2018 wiederholte der zuständige römisch-katholische Bischof das Ergebnis der Untersuchung, dass Maria auch während der ersten sieben Tage des behaupteten Phänomens in Međugorje de facto nicht erschienen sei.[23]

Die Ruini-Kommission (2010–2014)

Im März 2010 wurde eine weitere vatikanische Untersuchungskommission unter der Leitung von Kardinal Camillo Ruini eingesetzt.[24] Auffällig war, dass der Bischof von Mostar nicht Mitglied dieser Kommission war.[10] Gegenstand dieser Untersuchungen waren das geistliche Leben in den Pfarreien und die Pilgerbetreuung in Međugorje.[25]

Die Kommission schloss ihre Arbeit 2014 ab und legte ihre Ergebnisse der CDF vor.[6] Die Befunde wurden 2017 bekannt. Der Bericht Ruini unterscheidet zwischen zwei Phasen der Erscheinungen.

Die Kommission empfahl, die ersten sieben Tage der Erscheinungen als übernatürlich anzuerkennen und Medjugorje in ein päpstliches Heiligtum umzuwandeln.[6]

Bezüglich der gegenwärtig andauernden Erscheinungen (die Marija, Ivan und Vicka weiterhin täglich haben) äußerte der Bericht Zweifel.[6]

Papst Franziskus bestätigte 2017, dass der Ruini-Bericht diese Unterscheidung trifft. Er nannte den Bericht „sehr, sehr gut“.[6]

In einem Schreiben an die US-amerikanische Bischofskonferenz im Herbst 2013 untersagte der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Gerhard Ludwig Kardinal Müller, die Teilnahme an Veranstaltungen, bei denen die Glaubwürdigkeit der behaupteten Marienerscheinungen als selbstverständlich vorausgesetzt werde („taken for granted“).[26]

Päpstlicher Apostolischer Visitator (2017)

Am 8. Juni 2015 kündigte Papst Franziskus nach seinem Besuch in Sarajevo, wo er zu Međugorje keine Stellung genommen hatte, eine baldige endgültige Entscheidung an.[27] Im Februar 2017 ernannte er Erzbischof Henryk Hoser zum Sondergesandten nach Medjugorje. Diese Mission war zunächst temporär und ausschließlich pastoral. Hosers Auftrag, den er neben der Leitung seiner Diözese wahrnahm, sollte bis Juni 2017 abgeschlossen sein. Ausdrücklich betont wurde der ausschließlich seelsorgliche Charakter dieser Mission.[28][29][30]

Im Mai 2018 wurde Erzbischof Hoser zum Sonder-Apostolischen Visitator für die Pfarrei Medjugorje auf unbestimmte Zeit ernannt (ad nutum Sanctae Sedis).[31] Diese Maßnahme setzte Medjugorje faktisch unter die direkte Kontrolle und Leitung des Vatikans.[32]

Erzbischof Hoser sah die Ernennung als Zeichen großen Respekts und der Anerkennung der guten Früchte von Medjugorje durch die Kirche. Er befürwortete die Anerkennung der ersten sieben Erscheinungen und betonte, dass Medjugorje ein „sehr fruchtbares Land“ sei, aus dem Hunderte von Priester- und Ordensberufungen hervorgegangen seien. Er hob insbesondere die tiefgreifenden Bekehrungen und die Beichte („Beichtstuhl der Welt“) als wichtigste Früchte hervor.[32]

Eine päpstliche Entscheidung wurde für Sommer 2017 nach der geplanten Vorlage der Empfehlungen von Erzbischof Hoser angekündigt.[33] Zu den angeblichen täglichen Erscheinungen Marias sagte Papst Franziskus 2017: „Maria ist keine Chefin eines Telegrafenamtes, die täglich eine Nachricht schickt“[34][35] und weiter: „Dies ist nicht die Mutter Jesu.“[35]

Im Mai 2018 wurde Erzbischof Hoser von Papst Franziskus zum Apostolischen Visitator für Međugorje ernannt und beauftragt, sich auch in dieser Funktion ein Bild von der priesterlichen Betreuung der dortigen Pilger zu machen.[36] Im Juli 2018 warnte Hoser vor der Präsenz der Mafia, insbesondere der süditalienischen Camorra aus Neapel, im Pilgergeschäft von Međugorje.[37]

Im Oktober 2018 erklärte der Papst, Gott wirke in Međugorje „trotz“ der Seher, ihrer angeblichen Erscheinungen und Marienbotschaften, Wunder.[38] Anfang Februar 2019 war Hosers Auftrag in Međugorje beendet, eine päpstliche Entscheidung lag zu diesem Zeitpunkt nicht vor.[39]

Offizielle Genehmigung von Pilgerreisen (2019)

Am 12. Mai 2019 genehmigte der Papst die Organisation offizieller Pilgerreisen durch Diözesen und Pfarreien[2] ohne dadurch jedoch die behaupteten Marienerscheinungen anzuerkennen.[40] Zuvor waren nur private Pilgerreisen erlaubt.

Das Presseamt des Heiligen Stuhls stellte klar, dass diese Genehmigung eine pastorale Maßnahme zur Förderung der „Früchte des Guten“ sei, jedoch keine Authentifizierung der bekannten Ereignisse darstelle, da diese weiterhin der Untersuchung durch die Kirche bedürfen. Priester und Bischöfe wurden ermahnt, jede Verwirrung oder Unklarheit aus doktrineller Sicht zu vermeiden.

Am 27. November 2021 ernannte Papst Franziskus nach Hosers Tod den vorherigen Apostolischen Nuntius in den Niederlanden, Erzbischof Aldo Cavalli, auf unbestimmte Zeit und ad nutum Sanctae Sedis zum Apostolischen Visitator mit besonderem Aufgabengebiet für den Wallfahrtsort und die Pfarrei Međugorje.[41]

„Note über die geistliche Erfahrung im Zusammenhang mit Medjugorje“ (2024)

Am 17. Mai 2024 veröffentlichte das Dikasterium für die Glaubenslehre des Heiligen Stuhls neue Normen für das Verfahren zur Beurteilung mutmaßlicher übernatürlicher Phänomene.[4]

Am 19. September 2024 nahm das Dikasterium in seiner Note ‚Die Königin des Friedens‘. Note über die geistliche Erfahrung im Zusammenhang mit Medjugorje zu den Marienerscheinungen in Međugorje Stellung. Es konstatierte als positive Effekte die „große und wachsende Zahl von Anhängern in der ganzen Welt und die zahlreichen Menschen unterschiedlichster Herkunft, die dorthin pilgern“; es komme zu vielen Bekehrungen, der Rückkehr zu den Sakramenten der Eucharistie und der Beichte, zu zahlreichen Berufungen zum Priester- und Ordensleben sowie zur Ehe, zu einer Vertiefung des Glaubens- und Gebetslebens, zu Versöhnungen zwischen Eheleuten und zur Erneuerung des Ehe- und Familienlebens.

Der Marienverehrung in Medjugorje könne durch den Bischof von Mostar-Duvno ein Nihil obstat („es steht nichts entgegen“) und damit die kirchenamtliche Genehmigung erteilt werden. Allerdings, so das Dikasterium, stehe der übernatürliche Ursprung der Visionen nicht fest (non implica dichiarare che abbiano una diretta origine soprannaturale, Abschnitt 38), und die Botschaften gelten nicht als „Privatoffenbarungen“, sondern lediglich als „erbauliche Texte“ (testi edificanti) und müssten als „mutmaßliche Botschaften“ (presunti messaggi) bezeichnet werden.

Die Berichte der mutmaßlichen Seher werden differenziert bewertet und in Teilen kritisiert: „Bestimmte Botschaften weisen – nach der Meinung einiger – Widersprüche auf oder stehen in Zusammenhang mit Wünschen bzw. Interessen der mutmaßlichen Seher oder anderer Menschen.“ Einige der Texte seien „konfus“ und „problematisch“ und stünden nicht in Übereinstimmung mit dem Evangelium und der Lehre der Kirche. Nach Medienberichten sollen einige der mutmaßlichen Seher von Pilgerfahrten wirtschaftlich profitiert und die Botschaften Mariens für politische und kirchenpolitische Debatten genutzt haben.[42][43]

Botschaft von Papst Leo

Papst Leo XIV. hat am 4. August 2025 eine Botschaft an das Jugendfestival von Medjugorje gesandt. Er ermutigte die jungen Menschen, einander wirklich zu begegnen, d. h. nicht online mit Algorithmen gesteuert, und rief sie auf: „Wenn jemand von euch auf dem Weg den Ruf zu einer besonderen Berufung, zum geweihten Leben oder zum Priestertum, in sich spürt, ermutige ich euch, keine Angst zu haben, darauf zu antworten.“[44]

Kontext und Konflikte

Historisch-politischer Hintergrund

Die Marienerscheinungen begannen am 24. Juni 1981 in dem kleinen Dorf Medjugorje in der westlichen Herzegowina, das damals Teil des kommunistischen Jugoslawiens war. Nur ein Jahr zuvor war Tito gestorben, und das Land befand sich in einer tiefen Krise.[3]

Die kommunistischen Behörden Jugoslawiens, die öffentliche Glaubensbekundungen strikt untersagten, reagierten sofort und äußerst nervös auf die Ereignisse in Medjugorje. Sie interpretierten die Versammlungen schnell als „klerikal-nationalistische“ Herausforderung für die sozialistische Gesellschaftsordnung.[13]

Der Gemeindepfarrer Jozo Zovko wurde 1981 wegen „antisozialistischer Propaganda“ verhaftet und zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt (später reduziert). Zwei weitere Franziskaner erhielten ebenfalls Haftstrafen.[13] Die Seher selbst wurden intensiven Verhören, Drohungen und polizeilicher Verfolgung ausgesetzt, ihre Familien wurden bedroht. Die Presse führte eine Kampagne gegen die Franziskaner und beschuldigte sie, zur Revitalisierung der faschistischen Ustaša-Ideologie beizutragen.

In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren wurde Medjugorje massiv in die serbisch-kroatischen Auseinandersetzungen hineingezogen, insbesondere im Kontext der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg.[13] Serbische Medien und Intellektuelle (wie Milan Bulajić) griffen den Ustaša-Topos auf. Sie stellten Medjugorje als Fortsetzung der verbrecherischen Politik der Ustaša dar, die sich gegen die serbisch-orthodoxe Bevölkerung richtete. Die Marienerscheinungen wurden direkt mit der Nähe von Massengräbern serbischer Opfer (z. B. in Prebilovci und der Karsthöhle bei Šurmanci) in Verbindung gebracht. Die serbisch-orthodoxe Kirche beklagte das Schweigen der katholischen Kirche zu den Ustaša-Verbrechen.[13] Auf kroatischer Seite wurde Medjugorje während der Kriege in Kroatien und Bosnien-Herzegowina zunehmend national instrumentalisiert. Kroatische Nationalisten (z. B. Präsident Franjo Tuđman 1993) deuteten die Erscheinungen als Ankündigung der „Wiedererweckung der kroatischen Nation“.[13]

Während der Kriege wurde der Konflikt durch „rivalisierende Exhumierungen“ verschärft, bei denen beide Seiten die Gebeine ihrer jeweiligen Opfer (Serben in Prebilovci, Franziskaner in Široki Brijeg) exhumierten und beerdigten, um nationale moralische Autorität und Legitimität zu gewinnen.[11]

Ökonomischer und finanzieller Kontext

Medjugorje entwickelte sich rasch zu einem Massenpilgerort, der nur von Lourdes und Fátima übertroffen wurde. Die Erscheinungen bilden die längste Serie sogenannter Marienerscheinungen in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche.

Obwohl die anfänglichen Versuche der Regierung, das Phänomen zu unterdrücken, fehlschlugen, änderte sich die staatliche Politik ab Mitte der 1980er Jahre. Angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Lage und der galoppierenden Inflation (bis zu 100 % jährlich) unterstützte das Regime paradoxerweise den Pilgertourismus, um Devisen ins Land zu bringen.[13] Die Medien, die die Erscheinungen zunächst verurteilt hatten, schrieben nun über den „Herzegowinischen Wirtschaftswunder“ und priesen die „Jungfrau des Goldes“.[11]

Ein zentrales Argument der Medjugorje-Gegner ist der Vorwurf, die Seher hätten sich bereichert und führten ein sehr wohlhabendes Leben, was im Gegensatz zum Beispiel von Bernadette Soubirous oder Schwester Lucia von Fátima stehe. Die Verteidiger kontern, dass die Seher Laien und keine Ordensleute seien und daher selbst für ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien sorgen müssten. Sie verglichen die finanzielle Situation der Seher mit den Eltern der Heiligen Therese von Lisieux, die ebenfalls wohlhabende Geschäftsleute waren.[2]

Innerkirchliche Deutungskonflikte

Der tiefste und langwierigste Konflikt ist der innerhalb der katholischen Kirche, insbesondere zwischen den örtlichen Franziskanern und den Diözesanbischöfen von Mostar. Die Spannungen reichen über 100 Jahre zurück. Franziskaner und der Diözesanklerus konkurrieren seit 1881 um die pastorale Betreuung der Gläubigen im Bistum Mostar.[13]

Der damalige Bischof von Mostar, Pavao Žanić, unterstützte die Seher zunächst. Im Laufe des Jahres 1981 distanzierte er sich jedoch und kritisierte die Erscheinungen als „Manipulation“ der Franziskaner.[13] Ein Wendepunkt in Žanićs Haltung war die angebliche Stellungnahme der Gospa in einem Disput: Die Muttergottes verurteilte das schnelle Handeln des Bischofs, der zwei Franziskaner suspendiert hatte, die sich seinem Verbot widersetzt hatten. Obwohl der Apostolische Gerichtshof später zugunsten der Priester entschied (was Gegnern zufolge die Behauptung entkräftet, die Gospa habe den Bischof angegriffen), führte die Episode zu einer Verhärtung der Fronten.[2]

Bischof Perić, der Nachfolger Žanićs, bekämpfte den Medjugorje-Kult und lehnte dessen übernatürlichen Ursprung ab (Interpretation: constat de non supernaturalitate). Der Konflikt setzt sich in der Weltkirche fort, wo sich begeisterte Anhänger (oft Charismatiker) und Gegner (oft traditionelle Marienfrömmigkeit) publizistisch bekämpfen.[13]

Kritik an Aspekten der Erscheinungen

Die Gospa soll am 30. Juni 1981 angekündigt haben, dass die Erscheinungen „noch drei Tage“ andauern würden. Da die Erscheinungen bis heute andauern, wird diese falsche Vorhersage als starkes Argument gegen die Prophetie gewertet. Diese Aussage steht auch im Widerspruch zu einer anderen angeblichen Antwort der Gospa, wonach die Erscheinungen „solange Sie es wünschen“ anhalten würden.[6]

Es werden „sehr seltsame Aspekte“ beschrieben, die in authentischen Marienerscheinungen fehlen: z. B. das Zittern der Hände der Erscheinung, das Bedecken und Aufdecken eines Kindes am ersten Tag, das Lächeln beim Berühren oder Küssen, das Fehlen einer Gürtung an der Kleidung, das „zertreten“ des Schleiers durch Menschen, und dass die Gospa zögerte, der Erscheinung in der Kirche zuzustimmen. Sie verwechselte angeblich auch den ungläubigen Thomas mit Judas.[6]

Bewertung einzelner Persönlichkeiten

Papst Franziskus hat sich persönlich zu Medjugorje geäußert, wobei er zwischen den angeblichen Erscheinungen und den unbestreitbaren Früchten unterschied. Er betonte, dass ihm Medjugorje „sehr am Herzen“ liege und die zahlreichen Früchte „unbestreitbar“ seien. Er äußerte zwar persönliche Zweifel daran, dass die Jungfrau Maria täglich öffentliche Botschaften übermittle. Entscheidend ist seine Genehmigung für die Organisation offizieller Pilgerfahrten durch Diözesen und Pfarreien im Mai 2019.[2]

Papst Johannes Paul II. soll privat seine tiefe Verbundenheit mit Medjugorje ausgedrückt haben.[45] Ihm werden auf einem Blog Zitate zugeschrieben wie: „Medjugorje ist die Fortsetzung von Fatima“ und „Medjugorje ist das geistliche Zentrum der Welt“.[2] Von offizieller Seite gibt es allerdings hierfür keine Bestätigung, in einem Schreiben an Bischof Ratko Peric von Mostar schrieb Papst Benedikt XVI., ihm und Johannes Paul II. zugeschriebene positive Aussagen zu Medjugorje seien erfunden.[46]

Erzbischof Henryk Hoser S.A.C., der Apostolische Visitator für die Pfarrei Medjugorje, sah in seiner Ernennung ein Zeichen großen Respekts und der Anerkennung der guten Früchte durch die Kirche. Er beschrieb Medjugorje als „einen der lebendigsten Orte des Gebets und der Bekehrung in Europa“ mit einer gesunden Spiritualität. Hoser meinte, dass es möglich sei, die Authentizität der ersten [sieben] Erscheinungen anzuerkennen, da die Seher seit 36 Jahren konstant aussagten und geistig kompetent seien. Er betonte, dass die Andacht in Medjugorje christuszentriert sei.[3]

Kardinal Christoph Schönborn (damaliger Erzbischof von Wien) ist ein entschiedener Unterstützer von Medjugorje. Er sandte eine Grußbotschaft an das Jugendfestival, in der er den Apostolischen Visitator als Zeichen des Respekts und der Anerkennung der guten Früchte von Medjugorje durch die Kirche sah. Er soll öffentlich erklärt haben, dass sein Priesterseminar ohne Medjugorje leer wäre, da fast alle Priesteramtskandidaten ihre Berufung durch Medjugorje erhielten.[3]

Der Vorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mariologie, Manfred Hauke, wies darauf 2018 hin, dass „Erscheinungen“ einen psychogenen Ursprung haben; das heißt „ob jemand den Klabautermann, die eigene Schwiegermutter oder die Jungfrau Maria visionär erlebt, hängt von der subjektiven psychischen Disposition ab, gegebenenfalls von unbewussten seelischen Automatismen und nicht von objektiven Gegebenheiten, die dem Menschen von außen entgegenkommen.“[47] Die sogenannten „Botschaften“ kritisierte er wie folgt: „Neben einer Fülle von katechetischen Selbstverständlichkeiten, die sich wesentlich gehaltvoller in der Bibel und im Katechismus finden, enthalten die Botschaften Elemente, die klar gegen einen übernatürlichen Ursprung des Phänomens sprechen.“[47] Manfred Hauke forderte, dass die Kirche zuerst die Frage der Echtheit stelle, bevor eine pastorale Antwort erfolge, und kritisierte, dass der Vatikan einen „Mantel des Schweigens“ über die sittlichen Skandale gebreitet habe, die mit den „Erscheinungen“ verbunden seien.[48]

Missbrauch im Zusammenhang mit dem Wallfahrtsort

Der Franziskanerpater Tomislav Vlašić hatte 1976 in Zagreb sein Gelübde gebrochen. Vlašić gründete später mit einer neuen Lebensgefährtin Agnes Heupel eine Sekte namens „Königin des Friedens, ganz Dein — durch Maria zu Jesus“. Wegen Verbreitung suspekter Lehren und Manipulation des Gewissens wurde er am 25. Januar 2008 durch ein Dekret der Glaubenskongregation sanktioniert. Vlašićs Lebenswandel ließ bei Skeptikern den Verdacht aufkommen, dass er auch die herzegowinischen Seher im Zeitraum von September 1981 bis 1985 manipuliert haben könnte, zu einer Zeit, als die Betroffenen noch Kinder und leicht manipulierbar waren.[49]

Im April 2009 wurde ein suspendierter peruanischer Priester wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines italienischen Kindes auf einer Pilgerreise nach Međugorje vom Strafgericht im italienischen Rimini zu einer achtjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.[50]

Im Mai 2019 versetzte Papst Franziskus den inhaftierten Priester Michele Barone aus Casapesenna im Bistum Aversa und in der Provinz Caserta in den Laienstand. Barone, dem Gründer der sektenähnlichen Gemeinschaft Piccola Casetta di Nazareth, ist der körperlichen Misshandlung eines Kindes im Rahmen eines Exorzismus und des sexuellen Missbrauchs mehrerer Mädchen in Međugorje angeklagt. Mit Barone waren die Eltern des verletzten Kindes und ein Polizeibeamter, der Barones Gemeinschaft angehörte und dem Strafvereitelung zugunsten Barones vorgeworfen wurde, angeklagt und 2018 inhaftiert worden.[51][52][53]

Literatur

Jüngste Veröffentlichungen zuerst.

Botschaften der Erscheinungen und Bücher der Seher

  • Mirjana Soldo: Mein Herz wird triumphieren. Tiberias, 2022, ISBN 978-9926-49508-4.
  • Stefan Teplan, Valentin Reitmajer: Maria spricht in Medjugorje: Sämtliche Botschaften der Gottesmutter. Reimo, 2002, ISBN 3-9805810-7-1.
  • (fr) Vicka, Janko Trtalski, Vera Knezević, René Laurentin: "Je vois la Vierge": aînée des voyants de Medjugorje, Vicka raconte les apparitions et son extraordinaire expérience (= Pèlerinages-sanctuaires-apparitions). OEIL, Paris 1984, ISBN 978-2-86839-024-0.

Beschreibungen des Phänomens Medjugorje

  • Thomas Müller: Medjugorje – Ein Charisma und seine Bestätigung durch das Gottesvolk. Gebetsaktion Wien 2006, ISBN 3-901228-59-4.
  • Andreas Resch: Die Seher von Medjugorje. Resch, Innsbruck 2005, ISBN 3-85382-078-6.
  • Derselbe, G. Gagliardi: I Veggenti di Medjugorje: Ricerca psicofisiologica 1998. Resch, Innsbruck 2000, ISBN 3-85382-069-7.
  • René Laurentin: 14 Jahre Erscheinungen – Letzte Nachrichten aus Medjugorje: Gebet, Bekehrungen, humanitärische Hilfe. Eine stärkere Bewegung als der Krieg. 1995, ISBN 3-901228-28-4.
  • (fr) Emmanuel Maillard: Medjugorje: la guerre au jour le jour. 7. éd (24. mille), mise à jour en novembre 1993 Auflage. Éd. des Béatitudes, Nouan-le-Fuzelier 1997, ISBN 978-2-84024-029-7.
  • René Laurentin, Ljudevit Rupčić: Das Geschehen von Medjugorje. Eine Untersuchung. Graz 1985, ISBN 3-907523-66-0.

Kritische Auseinandersetzung

  • Vencel Čuljak: Fenomen Međugorje kao svjetski brend i top destinacija vjerskog turizma [Das Phänomen von Medjugorje als globale Marke und die Top-Destination des religiösen Tourismus]. 2014 (Dissertation).
  • Stefan Kube: Der Wallfahrtsort Međugorje. In: Joachim Bahlcke, Stefan Rohdewald, Thomas Wünsch (Hrsg.): Religiöse Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa: Konstitution und Konkurrenz im nationen- und epochenübergreifenden Zugriff. Walter de Gruyter, 2013, ISBN 978-3-05-009343-7, S. 232–240.
  • Donal Anthony Foley: Medjugorje verstehen. Himmlische Visionen oder fromme Illusion?. Augsburg 2011, Dominus-Verlag, ISBN 978-3-940879-16-5.
  • Rudo Franken: Eine Reise nach Medjugorje. Bedenken hinsichtlich der Erscheinungen. Mit Beiträgen von Mark Waterinckx und Manfred Hauke. 2. Auflage, Augsburg 2011, Dominus-Verlag, ISBN 978-3-940879-15-8.
  • Manfred Hauke: Die ersten "Erscheinungen" der "Gospa" in Medjugorje und ihr Ursprung. Kurzer status quaestionis, in: Forum Katholische Theologie 34 (4/2018), S. 262–289.
  • Felizitas Küble: 30 Jahre „Erscheinungen“ – Medjugorje unter der Lupe, in: Theologisches 41 (7–8/2011), Sp. 431–434.
  • Thomas Lintner: Der Stellenwert von Privatoffenbarungen am Beispiel der „Gospa“ von Medjugorje. Bautz, Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-126-X.
  • Vjekoslav Perica: Balkan Idols : Religion and Nationalism in Yugoslav States. Oxford University Press, 2002, ISBN 0-19-514856-8, 7. Mary-making in Herzegovina: From Apparitions to Partitions, S. 109–122.
  • Kevin Orlin Johnson: 20 Fragen zu Medjugorje. Verax, Müstair 2001, ISBN 3-909065-23-6.
  • E. Michael Jones: Der Medjugorje-Betrug. Geschichte und Fakten zu seiner Aufdeckung. Verax, Müstair 2001, ISBN 3-909065-19-8.
  • Ljudevit Rupčić: Die Wahrheit über Medjugorje. Künzli, 1991, ISBN 3-87449-226-5.

Einzelnachweise

  1. a b Stefan Kube: Der Wallfahrtsort Međugorje. In: Religiöse Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa. DE GRUYTER, 2013, ISBN 978-3-05-005658-6, S. 232–238, doi:10.1524/9783050093437.232 (degruyterbrill.com [abgerufen am 16. Oktober 2025]).
  2. a b c d e f g h i j k Chère Gospa. Nr. 112 (blogspot.com).
  3. a b c d e f g Tekton ministries (Hrsg.): Our Lady & Medjugorje. 2019.
  4. a b c Dikasterium für die Glaubenslehre: Die Königin des Friedens”. Note über die geistliche Erfahrung im Zusammenhang mit Medjugorje. In: www.vatican.va. 19. September 2024, abgerufen am 17. Oktober 2025.
  5. a b Fabienne Guerrero: Medjugorje. Les voyants. 2013 (wordpress.com [PDF]).
  6. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u Manfred Hauke: Les premières « apparitions » de la « Gospa » à Medjugorje et leur évaluation. Bref status quaestionis. In: Collection Spiritualité et Prière. Nr. 7, 2020 (free.fr [PDF] Erstausgabe: Rivista Teologica di Lugano XXIII, 2018).
  7. a b c d e Andreas Resch: Die Seherin von Medjugorje im Griff der Wissenschaft (= Reihe R / Institut für Grenzgebiete der Wissenschaft. Nr. 3). Resch, Innsbruck 2005, ISBN 978-3-85382-078-0.
  8. Descubren que el milagro de la Virgen de Medjugorje se debe a una sustancia fluorescente, ABC, 26. September 2013.
  9. a b c d e Jim Mulligan: Medjugorje: What's Happening? A talk. 2024 (org.uk [PDF]).
  10. a b c d e Tekton ministries (Hrsg.): Our Lady & Medjugorje. 2019.
  11. a b c Bojan Aleksov: Marian Apparitions in Medjugorje and the Dissolution of Yugoslavia. In: A. Gasior and S. Samerski (Hrsg.): Maria in der Krise: Kultpraxis zwischen Konfession und Politik in Ostmitteleuropa. ISBN 978-3-412-21077-9, S. 359–375.
  12. Medjugorje and the perspective of the Church - Vatican News. 19. September 2024, abgerufen am 15. Oktober 2025 (englisch).
  13. a b c d e f g h i j k l m n Stefan Kube: Der Wallfahrtsort Međugorje. In: Religiöse Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa. DE GRUYTER, 2013, ISBN 978-3-05-005658-6, S. 232–238, doi:10.1524/9783050093437.232 (degruyterbrill.com [abgerufen am 17. Oktober 2025]).
  14. a b Nachrichtenagentur Zenit: Medjugorje: 20 Years Later, the Questions Linger (Memento vom 8. Juli 2009 im Internet Archive), 3. Juli 2001.
  15. Englische Übersetzung der Stellungnahme von Bischof Perić, 17. Februar 2004.
  16. Tomislav Vlašić exkommuniziert – Prägende Gestalt der Frühphase von Medjugorje, Katholisches – Magazin für Kirche und Kultur, 24. Oktober 2020.
  17. Bekanntgabe der Entscheidung durch das Bistum Mostar-Duvno vom 31. August 2008.
  18. Pater Tomislav Vlašić laisiert, kath.net, 30. Juli 2009.
  19. Ex-Mentor der Seher von Medjugorje exkommuniziert. Vatican News, 16. Oktober 2020.
  20. Vatikan/Bosnien-Herzegowina: Untersuchungskommission für Medjugorje (Memento vom 5. November 2012 im Internet Archive), Radio Vatikan, 8. Juli 2008.
  21. Bosnian Cardinal denies claims of Vatican commission for Medjugorje, Catholic News Agency, 20. November 2009.
  22. Bosnien: Keine Kommission zu Medjugorje (Memento vom 5. November 2012 im Internet Archive), Radio Vatikan, 25. November 2009.
  23. Ratko Perić: Le “apparizioni” dei prime sette giorni a Madjugorje. Bistum Mostar-Duvno und Trebinje-Mrkan, 2. Juni 2018
  24. Vatikan untersucht Medjugorje (Memento vom 21. Mai 2012 im Internet Archive), Katholische Nachrichten-Agentur, veröffentlicht bei Domradio Köln, 17. März 2010.
  25. Etwas Übernatürliches? (Memento vom 24. November 2011 im Internet Archive), Domradio Köln, 18. März 2010.
  26. Vatican Warns U.S. Bishops on Medjugorje, Congregation for the Doctrine of the Faith, in: Catholic Culture, 23. Oktober 2013.
  27. Papst: Glaubenskongregation berät über Medjugorje. kath.net, 8. Juni 2015.
  28. Comunicato della Segreteria di Stato: Nomina dell’Inviato Speciale della Santa Sede per Medjugorje. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 11. Februar 2017, abgerufen am 11. Februar 2017 (italienisch).
  29. Medjugorje: Papst ernennt Sonderbeauftragten. (Memento vom 11. Februar 2017 im Internet Archive) Radio Vatikan vom 11. Februar 2017.
  30. Phänomen der Marienerscheinungen. Domradio vom 6. März 2017.
  31. Manfred Hauke: Les premières « apparitions » de la « Gospa » à Medjugorje et leur évaluation. Bref status quaestionis. In: Collection Spiritualité et Prière. Nr. 7, 2020 (free.fr [PDF] Erstausgabe: Rivista Teologica di Lugano XXIII, 2018).
  32. a b Tekton ministries (Hrsg.): Our Lady & Medjugorje. 2019.
  33. Anian Christoph Wimmer: Drei Dinge, die jeder über Medjugorje und den „Ruini-Bericht“ wissen sollte Catholic News Agency vom 18. Mai 2017.
  34. Papst: Maria keine „Chefin eines Telegrafenamtes“, Katholisch.de, 14. Mai 2017.
  35. a b Pope Francis' opinion on the Medjugorje apparitions, Rome Reports, 15. Mai 2017 auf YouTube.
  36. Franziskus entsendet Visitator nach Medjugorje. Vatican News vom 31. Mai 2018.
  37. Papst-Gesandter warnt vor Mafia-Geschäften in Međugorje. Die Presse vom 9. Juli 2018.
  38. Synodenredakteur in Buch: Papst verbot Medjugorje-Seher Auftritt (Memento vom 24. Oktober 2018 im Webarchiv archive.today) kathpress vom 22. Oktober 2018.
  39. Alexander Brüggemann: Der Vatikan tut sich schwer mit dem Phänomen Medjugorje. Domradio vom 2. Februar 2019.
  40. Medjugorje: Keine Anerkennung der angeblichen Erscheinungen. kathpress vom 12. Mai 2019
  41. Nomina del Visitatore Apostolico a carattere speciale per la Parrocchia di Medjugorje. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 27. November 2021, abgerufen am 27. November 2021 (italienisch).
  42. Mit Abstrichen. Vatikan erkennt Marienverehrung in Medjugorje an. In: domradio.de. 19. September 2024, abgerufen am 19. September 2024.
  43. Tag des Herrn. Zeitschrift für die ostdeutschen Bistümer 26 (29. September 2024), S. 16.
  44. Walter Sánchez Silva: Papst Leo in Medjugorje-Botschaft: Vereint Feuer eurer Herzen, um euren Weg zu erleuchten. In: CNA Deutsch. Catholic News Agency, 5. August 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025.
  45. Eine Analyse: Medjugorje und die Haltung der Kirche. In: Vatican News. 19. September 2024, abgerufen am 25. November 2025.
  46. Phänomen Medjugorje. In: Domradio. Abgerufen am 25. November 2025.
  47. a b Die Anhänger nicht ins Leere fallen lassen. Das Phänomen Medjugorje. Hilfen zur Unterscheidung der Geister, in: Theologisches, Katholische Monatsschrift, Jahrgang 40, Nr. 09/10, September/Oktober 2010, S. 369.
  48. Medjugorje: Hauke kritisiert Vatikan für Umgang mit „Erscheinungen“, Die Tagespost, 3. August 2018.
  49. Tomislav Vlašić exkommuniziert – Prägende Gestalt der Frühphase von Medjugorje, Katholisches – Magazin für Kirche und Kultur, 24. Oktober 2020.
  50. Rimini: pedofilia, ex sacerdote condannato a otto anni, Romagna Oggi, 28. April 2009.
  51. Casapesenna, Papa Francesco riduce allo stato laicale il prete accusato di violenza sessuale. La Repubblica vom 6. Mai 2019.
  52. Schwerste Sanktion des Kirchenrechts. Domradio vom 6. Mai 2019.
  53. Marilù Musto: «Il prete esorcista mi palpeggiava durante i pellegrinaggi a Medjugorje». Il Mattino vom 25. Februar 2018.