Marie von Pezold

Marie von Pezold (* 19. Maijul. / 31. Mai 1845greg. in Reval, Gouvernement Estland, Russisches Kaiserreich; † 22. Februar 1919 in Karlsruhe) war eine baltendeutsche Übersetzerin, die in Riga und Karlsruhe lebte.

Leben und Wirken

Marie war eine Tochter des Ratsherren und Ältermanns der Großen Gilde in Reval Johann Heinrich Müller und von Henriette Schlüsser.[1][2][3] Sie wuchs mit ihren drei Geschwistern in Reval auf. Dort lernte sie den Zeitungsredakteur Leopold von Pezold (1832–1907) kennen, den sie 1869 heiratete. Danach lebten sie in Riga, wo sie vier Kinder bekam, darunter Johann von Pezold (1870–1935). 1879 zog die Familie nach Karlsruhe, wo Marie von Pezold ihr weiteres Leben verbrachte und 1919 im Alter von 73 Jahren starb.

Übersetzungen (Auswahl)

Marie von Pezold übersetzte einige Werke aus dem Russischen, von denen mehrere neu aufgelegt wurden.

Bücher
Einzelne Erzählungen

Einzelnachweise

  1. Genealogisches Handbuch des Adels, Band 52, 1972, S. 338 (kurze Auszüge)
  2. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, Band 24, 1932, S. 469 (kurze Auszüge), mit fast identischem Inhalt
  3. Marie von Pezold Genealogy
  4. Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, 1970, S. 535, 546, 549 (kurze Auszüge); über die Bemühungen von Marie von Pezold um Übersetzungen von Werken Turgenjews
  5. Gesammt-Verlags-Katalog des Deutschen Buchhandels. XVI, Ergänzungsband, Münster 1893, Sp. 95
  6. Leo N. Tolstoi, Auferstehung, Tolstoi Friedensbibliothek, Norderstedt 2024, übersetzt von Wladimir Czumikow, S. 580; mit allen bekannten deutschen Übersetzungen des Romans