Marie-Suzanne Roslin
Marie-Suzanne Giroust-Roslin (geboren 9. März 1734 in Paris; gestorben 31. August 1772 ebenda) war eine französische Pastellmalerin.
Leben
Marie-Suzanne Giroust wurde am 9. März 1734 in Paris geboren. Ihr Vater war der Kaufmann und Juwelier Barthélemy Giroust und ihre Mutter war Marie-Suzanne Le Roy. Sie war die zweite Frau ihres Vaters und ihr Vater hatte ein Geschäft in der Nähe der Église de Saint-Jacques-de-la-Boucherie in Paris. Ihr Vater starb 1742 und ihre Mutter 1745. Marie-Suzanne Giroust wuchs nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter auf. Bereits als Kind hatte sie ein Talent zum Zeichnen und interessierte sich für die Malerei. Sie wurde als Schülerin in das Atelier des Malers Joseph-Marie Vien (1716–1809) aufgenommen und erlernte die Grundlagen der Malerei. In dem Atelier lernte sie auch den schwedischen Maler Alexander Roslin (1718–1793) kennen. Sie verliebten sich und wollten heiraten, jedoch war Girousts Familie zunächst gegen eine Verbindung, da Roslin Ausländer und Protestant war. Nach fünf Jahren stimmten sie der Heirat zu und sie heirateten am 8. Januar 1759.[1]
Die Ehe war glücklich und Marie-Suzanne Roslin bekam sechs Kinder. Sie war weiterhin künstlerisch tätig und genoss bereits 1759, im Jahr ihrer Hochzeit, einen guten Ruf. Mit Unterstützung ihres Mannes wurde Marie-Suzanne Roslin 1770 in die Académie royale de peinture et de sculpture aufgenommen, nachdem sie ihr Pastellporträt des Bildhauers Jean-Baptiste Pigalle (Paris, Musée du Louvre) vorgelegt hatte. Für dieses Porträt erhielt sie viel positive Kritik. So schrieb Denis Diderot: „Es ist ein gelungenes Porträt, eine gute Ähnlichkeit und eine Ehre für Madame Roslin; die Farben sind schön und kräftig. Und natürlich sollte dieses Werk, unabhängig von seiner Schönheit und allein als Wiedergabe der Gesichtszüge von Herrn Pigalle betrachtet, Kunstliebhabern ebenso am Herzen liegen wie Künstlern.“[1]
Marie-Suzanne Roslin starb Ende August 1772 an Brustkrebs.
Werk
Marie-Suzanne Roslin war eine Porträtmalerin, die bekannt war für ihre Fähigkeit, lebensechte Porträts anzufertigen, insbesondere durch ihre recht realistischen Hauttöne. Im Jahr 1786, einige Jahre nach dem Tod seiner Frau, schenkte Roslin der Akademie das von ihr gemalte Pastellbüstenporträt von Jacques Dumont le Romain, das sich heute im Louvre befindet.
- Portrait d’Alexandre Antoine Roslin, 1764–1765
- Portrait du sculpteur Jean-Baptiste Pigalle, 1770, Pastell auf blauem Papier, Louvre
- Portrait de Marie-Joseph Peyre, 1771
- Portrait d’Augustine-Suzanne Roslin, 1771
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Alexandre Antoine Roslin, 1764–65
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Porträt von Marie-Joseph Peyre, 1771
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Porträt von Augustine-Suzanne Roslin, 1771
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Jean-Baptiste Pigalle
Pastell, 1770
Louvre -
Selbstporträt mit dem Porträt von Maurice-Quentin de La Tour
Pastell, 1770
Einzelnachweise
- ↑ a b Marie-Suzanne Roslin, née Giroust. In: awarewomenartists.com. Abgerufen am 6. Januar 2026 (amerikanisches Englisch).
Weblinks
- Marie-Suzanne Roslin, née Giroust Archives of Women Artists, Research and Exhibitions, Association loi 1901