Maria Ursula Studer
Maria Ursula Studer (* 10. November 1631 in Luzern; heimatberechtigt ebenda; † 9. Februar 1705 ebenda) war eine eidgenössische Superiorin der Ursulinen.
Leben
Maria Ursula Studer war die Tochter der Katharina Pfyffer und des Landvogts Johann Kaspar Studer. Studer wurde 1655 im Ursulinenkloster Freiburg eingekleidet und legte zwei Jahre später ihre Profess ab. Sie kam 1659 mit sechs Mitschwestern nach Luzern, um hier eine Niederlassung der Ursulinen zu gründen und zu unterrichten.[1]
Studer war von 1676 bis 1681 Novizinnenmeisterin und von 1672 bis 1675 sowie von 1681 bis 1687 Superiorin, daneben gab sie Unterricht. Durch geschicktes Verhandeln mit den Behörden konnte sie 1671 für den Bau des Klosters Land am Musegghang kaufen. Drei Jahre später regelte die Regierung Bürgerrecht, Rechnungsablage und Schwesternzahl mit den Ursulinen. Studer konnte in ihrer Amtszeit von 1680 bis 1681 den Klosterflügel (heutiges Mariahilf-Schulhaus) erbauen lassen. Die Klosterkirche Maria-Hilf wurde 1684 geweiht.[1]
Literatur
- Hermann Albisser: Die Ursulinen zu Luzern. 1937.
- Helvetia Sacra. Band VIII/1. S. 209.
Belege
- ↑ a b Anton Kottmann: Maria Ursula Studer. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 28. April 2011.