Maria Scholastika Imfeld

Maria Scholastika Imfeld OSB (* um 1620; † 15. Juni 1682 in Sarnen; heimatberechtigt ebenda) war eine Schweizer Äbtissin.

Leben

Maria Scholastika Imfeld war die Tochter des Landschreibers Marquard Imfeld sowie Schwester des späteren Landammanns Hans Peter Imfeld. Sie trat in das Benediktinerinnenkloster St. Andreas in Sarnen ein und legte 1635 ihre Profess ab. Imfeld wurde 1651 zur Äbtissin gewählt, trat aber 1660 nicht mehr zur Wiederwahl an. Von ihrer Nachfolgerin Maria Magdalena Ettlin übernahm sie 1663 erneut das Amt und übte es bis zu ihrem Tod im Juni 1682 aus.[1]

Imfeld erwarb Verdienste durch die Integration des 1615 erbauten Klosters in die Gesellschaft. Gegen eine hohe Einkaufssumme erlangte der Konvent 1654 das Dorfbürgerrecht von Sarnen. Verbunden damit war das Recht auf Gütererwerb, das nur Einheimischen zustand. Eine bischöfliche Bestätigung der klostereigenen Kaplaneistiftung erwirkte sie im folgenden Jahr. Nach äusseren Schwierigkeiten konnte sie 1668 den Bau zur Erweiterung des klösterlichen Klausurbereichs zum Abschluss bringen. Nach langjährigem Tauziehen verlor die Kurie von Konstanz 1668 das Visitationsrecht zugunsten des Abtes des ehemaligen Doppelklosters Engelberg, wie es bis zur Amtszeit von Maria Walburga Viol Bestand hatte.[1][2]

Literatur

  • Helvetia Sacra, Band III/1, S. 1752–1753.
  • Rolf De Kegel (Hrsg.): Bewegung in der Beständigkeit. Zu Geschichte und Wirken der Benediktinerinnen von St. Andreas/Sarnen Obwalden. Alpnach 2000, ISBN 978-3-908713-09-8.

Belege

  1. a b Gregor Jäggi: Maria Scholastika Imfeld. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 30. Oktober 2007.
  2. Rolf De Kegel: Maria Walburga Viol. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 27. Dezember 2014.