Maria Rosaria San Giorgio

Maria Rosaria San Giorgio (* 16. Juli 1952 in Neapel) ist eine italienische Richterin. Seit 2020 ist sie Richterin am Verfassungsgerichtshof von Italien.

Leben und Wirken

San Giorgio schloss ihr Studium der Rechtswissenschaft 1974 mit einer verfassungsrechtlichen Abschlussarbeit ab. Anschließend trat sie eine Stellung beim italienischen Innenministerium an. 1976 wurde sie nach Bologna versetzt, wo sie bis November 1981 als Präfekturrätin tätig war. Außerdem war sie als Regierungsbeauftragte für die Region Emilia-Romagna tätig. Nach Abschluss der Qualifikationsstudien für den höheren Justizdienst wurde San Giorgio am 12. November 1981 zur Justizrevisorin ernannt und war anschließend als Staatsanwältin tätig. Ab Mai 1998 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kassationsgerichtshof tätig. Hier war sie zunächst in der Ersten, später auch in der Zweiten Zivilkammer eingesetzt. Zusätzlich war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Verfassungsgerichtshof eingesetzt. Von 2008 bis 2012 war sie Mitglied des neu gegründeten Verwaltungsrats des Kassationsgerichtshofs und fungierte gleichzeitig als dessen Sekretärin. Von 2005 bis 2014 lehrte sie außerdem Zivilrecht an der der Universität La Sapienza zugeordneten Fachhochschule für Rechtsberufe in Rom. Zwischen 2015 und 2018 war sie Mitglied des Obersten Rates für das Gerichtswesen.

Am 16. Dezember 2020 wurde San Giorgio vom Kassationsgerichtshof zur Richterin am Verfassungsgericht gewählt und wurde am folgenden Tag vereidigt.[1]

Einzelnachweise

  1. Maria Rosaria San Giorgio eletta giudice della Consulta, abgerufen am 8. Januar 2026 (italienisch).