Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien

Film
Titel Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien
Produktionsland Deutschland, Frankreich, Schweiz
Originalsprache Französisch, Deutsch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen
  • 27 Films Production
  • Octopolis
  • P.S. Productions
Stab
Regie Damien Dorsaz
Drehbuch
  • Damien Dorsaz
  • Fedette Drouard
  • Franck Ferreira Fernandes
Produktion
  • Oliver Damian
  • Matthieu Zeller
  • Xavier Grin
Musik Nascuy Linares
Kamera Gilles Porte
Schnitt Patricia Rommel
Besetzung
Synchronisation

Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien ist ein deutsch-französisch-schweizerischer Spielfilm aus dem Jahr 2025 von Regisseur Damien Dorsaz, der gemeinsam mit Fedette Drouard und Franck Ferreira Fernandes auch das Drehbuch schrieb. Die Rolle der Maria Reiche übernahm Devrim Lingnau.[3]

Handlung

Während sich in den 1930er-Jahren der Faschismus in Europa ausbreitet, arbeitet die aus Dresden stammende Maria Reiche als Mathematiklehrerin in der peruanischen Hauptstadt Lima.

Der französische Archäologe Paul D’Harcourt bittet sie um die Übersetzung einiger Schriftstücke. Er vermutet, dass sich darin Hinweise auf ein Kanalsystem in der Wüste bei Nazca finden.

Allerdings stoßen sie stattdessen auf Geoglyphen, in den Sand gescharrte Linien und Figuren. Reiche ist für die Erforschung der Nazca-Linien bereit, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen.[4][5][6]

Besetzung und Synchronisation

Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die RC Production. Dialogregie führte Solveig Duda, das Dialogbuch schrieb Tobias Neumann.[7]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[7]
Maria Reiche Devrim Lingnau Devrim Lingnau
Amy Olivia Ross Katharina Schwarzmaier
Charles François Vallaeys Ulrich Blöcher
Juana Marina Pumachapi Patrizia Nath
Kongresspräsident Víctor Prada Axel Strothmann
Montoya Javier Valdés Johannes Berenz
Paul D’Harcourt Guillaume Gallienne Axel Malzacher

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden unter dem Arbeitstitel Lady Nazca / Fräulein Nazca an 27 Drehtagen vom 30. Juli bis zum 30. August 2024 in Peru statt.[3][8]

Produziert wurde der Film von der Berliner 27 Films Production (Produzent Oliver Damian) in Koproduktion mit der Pariser Octopolis (Produzent Matthieu Zeller) und der Schweizer P.S. Productions aus Châtel-St-Denis (Produzent Xavier Grin). Den Vertrieb übernahm in Deutschland die Tobis Film.[8] Unterstützt wurde die Produktion von der Deutsch-Französischen Förderkommission, dem Deutschen Filmförderfonds, der Filmförderungsanstalt, der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und Eurimages.[3][8]

Die Kamera führte Gilles Porte, die Montage verantwortete Patricia Rommel, das Casting übernahmen Uwe Bünker und Beto Benites. Den Ton gestaltete Omar Pareja, das Kostümbild Andrea Martorellet und Flore Vauville, das Maskenbild Loily Gimenez und das Szenenbild Blanca Martínez López.[3][4][6]

Veröffentlichung

Premiere war am 7. September 2025 im Berliner Delphi Filmpalast.[9]

Der deutsche Kinostart war am 25. September 2025.[5][4]

Rezeption

Gaby Sikorski vergab auf filmstarts.de 1,5 von 5 Sternen. Es wirke, als ob weder der Regisseur noch die Co-Autoren so recht den Zugang zur Person Maria Reiche und zu diesem Film gefunden hätten. Beinahe von Anfang an fehle ein Funke, der überspringen könnte, die Story wirke manchmal, als sei sie mal eben widerwillig zusammengeschustert worden.[10]

mucke-und-mehr.de (6 von 10 Punkte) meinte, dass man sich den Film gut anschauen könne, auch wenn nicht immer wirklich viel passiere – die Bilder von Kameramann Gilles Porte hätten auch dann ihren Reiz.[11]

Oliver Armknecht bewerte die Produktion auf film-rezensionen.de mit sechs von zehn Punkten. Der Film lasse viele Fragen unbeantwortet, unter anderem zur Besessenheit der Protagonistin. Das Thema sei aber interessant, dazu gebe es tolle Landschaftsaufnahmen.[12]

In der Aachener Zeitung schrieb Günter Jekubzik (4 von 5 Sterne): Die Biografie sei eher unspektakulär. Und doch sei der Film darstellerisch und visuell beeindruckend in Szene gesetzt. Hauptdarstellerin Devrim Lingnau würde brillieren und das Werk hätte eine besondere Authentizität, denn der Regisseur und Autor Damien Dorsaz traf Maria Reiche zwei Jahre vor ihrem Tod, 1998 noch persönlich.[13]

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 271942/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien. Jugendmedien­kommission.
  3. a b c d Lady Nazca / Fräulein Nazca (AT) bei crew united, abgerufen am 24. August 2025.
  4. a b c Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 24. August 2025.
  5. a b Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien. In: filmstarts.de. Abgerufen am 24. August 2025.
  6. a b Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien. In: tobis.de. Abgerufen am 24. August 2025.
  7. a b Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien (2025). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 25. September 2025.
  8. a b c Lady Nazca. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 24. August 2025.
  9. „Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien“ feierte Premiere in Berlin. In: blickpunktfilm.de. 8. September 2025, abgerufen am 8. September 2025.
  10. Gaby Sikorski: Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien. In: filmstarts.de. Abgerufen am 9. September 2025.
  11. “Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien” – wie eine Deutsche in Peru eine archäologische Sensation offenbarte. In: mucke-und-mehr.de. 22. September 2025, abgerufen am 22. September 2025.
  12. Oliver Armknecht: Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien. In: film-rezensionen.de. 23. September 2025, abgerufen am 23. September 2025.
  13. Faszinierende Spurensuche in der Wüste. In: aachener-zeitung.de. 24. September 2025, abgerufen am 25. September 2025.