Maria Mechtildis Steiner

Maria Mechtildis Steiner OSB (* als Anna am 21. März 1871 in Dagmersellen; heimatberechtigt ebenda; † 25. Dezember 1942 im Sarnen) war eine Schweizer Äbtissin der Benediktinerinnen.

Leben

Maria Mechtildis Steiner war die Tochter des Landwirts Alois Steiner und der Martina geborene Lütolf. Sie besuchte das Institut der Zisterzienserinnen des Klosters Frauenthal und trat 1889 in das Kloster St. Andreas in Sarnen ein. Zwei Jahre später legte sie dort ihre Profess ab. Steiner wurde 1900 Novizenmeisterin und 1906 zur Äbtissin gewählt.[1]

Steiner modernisierte das Kloster durch elektrische Installationen sowie den Einbau einer Zentralheizung. Einen Neubau für das Noviziat und einen Sticksaal liess sie 1932/1933 errichten. Sie förderte die Verehrung des gotischen Sarner Jesuskinds und den Besuch des Klosters als Wallfahrtsort.[2] Auf Anfrage der Benediktinerabtei Engelberg entsandte Steiner 1938 drei Konventualinnen nach Otélé in Kamerun, denen weitere folgten. Sie übernahmen dort den Mädchenunterricht und Aufgaben der Krankenpflege.[1]

Literatur

  • Robert Bürcher: Das Ausgreifen in die Welt. In: Rolf De Kegel (Hrsg.): Bewegung in der Beständigkeit. Alpnach 2000, ISBN 978-3-908713-09-8, S. 63–86.
  • Helvetia Sacra, Band III/1, S. 1758–1759.

Belege

  1. a b Rolf De Kegel: Maria Mechtildis Steiner. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 13. Februar 2012.
  2. Sarner Jesuskind auf der Webpräsenz des Klosters St. Andreas