Maria Lucia Antonia Cysat
Maria Lucia Antonia Cysat (getauft als Jakobea Cysat; * 14. August 1639 in Luzern; heimatberechtigt ebenda; † 1. März 1712 in Eschenbach) war eine Schweizer Zisterzienserin und Äbtissin.
Leben
Maria Lucia Antonia Cysat war die Tochter des Johann Cysat sowie Urenkelin des Renward Cysat. Sie wurde 1654 eingekleidet und legte im folgenden Jahr ihre Profess im Zisterzienserinnenkloster Eschenbach ab. Cysat wurde 1679 zur Äbtissin gewählt und durch den Nuntius benediziert.[1]
Während Cysats Amtszeit wuchs der Konvent auf 70 Schwestern an und erreichte den bis dahin grössten Umfang. Bauvorhaben innerhalb sowie ausserhalb des Klosters wurden ausgeführt und zahlreiche Kirchengeräte erworben. Der Jahrzehnte andauernde sogenannte «Beichtigerhandel» wurde zugunsten des Abts des Klosters St. Urban entschieden. Dabei ging es um die Frage, welche Beichtväter für den Konvent zuständig waren.[1]
Literatur
- Helvetia Sacra, Band III/1, S. 626.
Belege
- ↑ a b Anton Kottmann: Maria Lucia Antonia Cysat. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 16. März 2004, abgerufen am 20. November 2025.